GANZ UNTER UNS
Theater in der Kulturfabrik Helfenberg, OÖ
DER ZAUBERER VON OZ
Volksoper Wien
JANNIK UND DER SONNENDIEB
Stadttheater Klagenfurt
ALICE IM WUNDERLAND
Theater der Jugend, Wien
DER HASE MIT DEN BERNSTEINAUGEN
Landestheater Linz
DER ZAUBERER VON OZ
Volksoper Wien
WIE MAN GÖTTER DÄMMERT
Theater in der Kulturfabrik Helfenberg, OÖ
EIN SOMMERNACHTSTRAUM
Salzburger Festspiele 2013, Residenzhof
DER HASE MIT DEN BERNSTEINAUGEN
Landestheater Linz
JANNIK UND DER SONNENDIEB
Stadttheater Klagenfurt
KUNO KANN ALLES
Theater des Kindes
DIE DREIGROSCHENOPER
Stadttheater Klagenfurt
DER HASE MIT DEN BERNSTEINAUGEN
Landestheater Linz
DAS WINTERMÄRCHEN
Theater in der Kulturfabrik, Helfenberg
DIE KOMÖDIE DER IRRUNGEN
Salzburger Festspiele 2015, Perner Insel
DER HASE MIT DEN BERNSTEINAUGEN
Landestheater Linz
MAMPF!
u\hof: Theater für junges Publikum
RAMAYANA
Theater der Jugend, Wien
JANNIK UND DER SONNENDIEB
Stadttheater Klagenfurt
DAS DSCHUNGELBUCH
Theater der Jugend, Wien

006: Countdown läuft

Noch zwei Wochen bis zu unserer "Sommernachtstraum"-Premiere: Und obwohl wir alle ackern wie die Blöden, macht die Arbeit wirklich großen Spaß. 

Hier der Link zum "Salzburger Nachrichten"-Interview: ein paar Gedanken zum Wesen der Komödie, des Humors und anderer (Un)Wesentlichkeiten.

http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/schauspiel/sn/artikel/sommernachtstraum-kontrollverlust-ist-immer-komisch-67453/

21. Juli 2013, 15:27 Uhr

005: Sommernachtsprobenträume

Schon die vierte Probenwoche in Salzburg! Die Uhr tickt.  Die Touristen schwärmen. Die Mücken schwirren. Unser "Sommernachtstraum" wächst jeden Tag ein bißchen weiter.

Am Gang vor dem großen Probenraum, dessen Längsseite der nackte Fels des Mönchsbergs bildet, stapeln sich abstruse Objekte: ein überdimensionales Rotkehlchen; das mossbewachsene Skelett eines rostigen Kinderwagens; stangenweise Hochzeitskleider; Elfenflügel und bunte Schmetterlinge; gigantische Nagelfeilen, Gabeln und Hutnadeln; hölzerne Dekoteile, die weitere riesige Requisiten markieren: ein Zauberkühlschrank, eine Sardinenbüchsensänfte. Um den täglichen Probenplan an der Türe ranken sich leuchtende Plastikblumen. Fechtdegen und Berge von knallroten Blütenblättern bilden die Tischdeko bei der wöchentlichen Produktionssitzung. 

Im Probenraum selber wechseln sich die Schauspielerkonstellationen rapide ab. Die Liebenden turnen sich akrobatisch durch rasant rezitierte Blankverse; der Elfenchor marschiert mörderisch zu lyrischer Mendelssohn-Musik; Zettel torkelt auf Eselshufen der verblendeten Titania in die Arme; Puck taucht in den Armen einer alten Fee in eine Bodenklappe ab; gestandene Handwerker mutieren zu hinreißend albernen Elfchen; Theseus und Hippolyta können sich nicht auf ein Hochzeitskleid einigen. 

Eine ganze Riege von Assistenten bewegen sich tagsüber zwischen Probenraum, Residenzhof, Schneiderei und Werkstatt hin und her, taucht mit Kostümteilen, Requisiten und selbstgebackenen Torten auf und mit langen Wunschlisten wieder ab. Luxus pur. Unser Choreograph Francesc ist nicht nur effizient und talentiert, sondern strahlt nichts als Zuversicht, Ruhe und Humor aus. Wie macht er das? Unser Ausstatter Jan ist immer an mindestens vier Orten gleichzeitig (einer davon scheint Essen zu sein). Unglaubliches Multitasking, und eine tour de force. Unsere Korrepetitorin Kati ist so am Ball, dass es fast schade ist, dass sie in wenigen Wochen von einem fünfzigköpfigen Orchester ersetzt werden wird. Ein wunderbares Team, das mich da unterstützt. Trotzdem sind die Tage manchmal ganz schön lang, und die Nächte kurz, und natürlich voller wirrer Träume. Wie sollte es auch anders sein?

Susi, die Garderoberin, sitzt neben dem Kaffeetisch und repariert einen Probenrock. Sie fixiert mich streng, während ich mit der Kaffeemaschine ringe. "Das wird ja richtig lustig", sagt sie, und wiederholt entschieden: "Richtig lustig." Tut gut, das zu hören, zwischendurch. Dein Wort in Gottes Ohr, Susi. Willi, schau oba.

10. Juli 2013, 21:28 Uhr

004: The Year of the Flood

Just finished Margaret Atwood's "Oryx and Crake" and "The Year of the Flood". Wonderful writing. Can't wait for part three, out in August, "Maddadam".

Here's one of the hymns of the God's Gardeners, perfectly balanced between parody and sincerity.


The Earth Forgives

The Earth forgives the Miner’s blast
That rends her crust and burns her skin;
The centuries bring Trees again,
And water, and the Fish therein.

The Deer at length forgives the Wolf
That tears his throat and drinks his blood;
His bones return to soil, and feed
The trees that flower and fruit and seed.

And underneath those shady trees
The Wolf will spend her restful days;
And then the Wolf in turn will pass,
And turn to grass the Deer will graze.

All Creatures know that some must die
That all the rest may take and eat;
Sooner of later, all transform
Their blood to wine, their flesh to meat.

But Man alone seeks Vengefulness,
And writes his abstract Laws on stone;
For this false Justice he has made,
He tortures limb and crushes bone.

Is this the image of a god?
My tooth for yours, your eye for mine?
Oh if Revenge did move the stars
Instead of Love, they would not shine.

We dangle by a flimsy thread,
Our little lives are grains of sand:
The Cosmos is a tiny sphere
Held in the hollow of God’s hand.

Give up your anger and your spite,
And imitate the Deer, the Tree;
In sweet Forgiveness find your joy,
For it alone can set you free.

10. Juli 2013, 20:56 Uhr

003: Alles Mögliche möglich

Meist inszeniere ich meine Theatertexte selber, aber demnächst kommt ein Stück von mir zur Aufführung, das der u\hof: Leiter, Regisseur John F.Kutil, in Auftrag gegeben hat. Es feiert kommenden Freitag im Rahmen des Theaterfestivals SHÄXPIR für junges Publikum Premiere und heißt "Heiße Sohlen" (siehe oranger Kasten rechts). Gestern war die 0-er Probe, und da durfte ich sehen, was John und das fast zwanzigköpfige Ensemble schon seit Februar proben. Das war ein ungewöhnliches Erlebnis - und ein schönes.

Das Stück (ab 13) spielt in einer alten Tanzschule, die in wenigen Tagen abgerissen werden soll. Zitat Pressetext: "Dort treffen sechs Jugendliche auf eine Gruppe tanzbegeisterter SeniorInnen. Beide Gruppen wollen den leerstehenden Raum für sich nutzen. Die SeniorInnen schwingen zu ihrem Vergnügen das Tanzbein. Jennifer und ihre Clique müssen für eine Castingshow ihre Choreographie proben und sind weniger entspannt. Es kommt zur Konfrontation." 

Der Spaß bei der Sache: Das Stück spielt auf zwei Zeitebenen, nämlich 1963, als die Tanzschule florierte, und heute, 2013, und die jungen SchauspielerInnen, die die Jugendlichen spielen, spielen auch die Senioren anno 1963, wie sie in just dieser Tanzschule das erste Mal aufeinander treffen. Zeitreisen auf dem Theater haben mir immer schon viel Spaß gemacht, und ich war bei der Probe gestern beglückt (und erleichtert) zu sehen, dass das, was in meinem Kopf annähernd geklappt hat, auch auf der Bühne funktionieren wird. Man weiß ja nie. (Wenn man beim eigenen Stück Regie führt, kann man ja etwaige Schwächen des Textes "weginszenieren"; man kann nicht davon ausgehen, dass ein fremder Regisseur so kulant ist, das genauso zu machen...)

Trotz vieler komplizierter Übergänge und Wirbelwindumzüge wurde jedenfalls kaum unterbrochen, und man spürte, das der Abend das Potential hat, bis zur Premiere in einer Woche ein Knüller zu werden. Besonders schön zu erleben war die Zusammenarbeit zwischen den jungen Profis und den älteren Laien, ich glaube, es sind immerhin dreizehn an der Zahl, die durchaus Anspruchsvolles zu spielen und zu tanzen haben, und das mit einer großen Hingabe machen. Mein lieber Freund John F. Kutil hat sie wunderbar geführt, und man merkt, wie viel Spaß es ihnen macht, auf der Bühne zu stehen und ihre Figuren zu verkörpern. 

Mich hat der Durchlauf berührt, und das ist richtig so: Es ist ein Stück über die Liebe - über erste Liebe und (?) letzte Liebe, über Selbsttäuschungen und zweite Chancen, über die Freude am Tanz, die Freude am Miteinander. Letzteres hat John in seinen Regiearbeiten immer schon wunderbar vermittelt, und der Funke wird, da bin ich überzeugt, auch hier überspringen. Beim Zusehen gestern durfte ich mich jedenfalls glücklich schätzen, dass der Text in so guten Händen ist. 

Euer Henry

15. Juni 2013, 11:52 Uhr

002: Salzburg calling

So, eine Woche noch bevor in Salzburg die Proben zu Shakespeares "Sommernachtstraum" beginnen. Nach einer für meine Verhältnisse langen Probenpause von vier Monaten merke ich, dass die Lust auf die Arbeit groß ist. So gerne ich am Schreibtisch vor mich hinwerke und mich bemühe, beim Schrieben auf meine eigene Stimme zu hören, so schön ist es wieder, auf den Proben vielen verschiedenen Meinungen und Energien zu begegnen, sich ins Ungewisse zu begeben. Man weiß ja nie, wohin einen die Reise führen wird; das macht manchmal Herzflattern, aber da heißt es Vertrauen haben. Und in diesem Fall kommt so ein talentiertes Team wunderbarer Menschen zusammen, auf und hinter der Bühne, dass mir das nicht schwer fallen wird. Alles in alles: Was für ein Geschenk, sieben Wochen lang jeden Tag Shakespeare. (Und sonntags "Dexter".)

Was steht sonst so auf dem Programm? Heute habe ich meine Stückfassung vom ersten Teil der Unendlichen Geschichte zum hoffentlich letzten Mal überarbeitet - demnächst mehr dazu. Bin erst mal recht zufrieden mit dem Ergebnis. Parallel dazu gibt's zahlreiche emails und Skype-Konferenzen zu den Themen Glücksdrachen, Felsenbeißern und Pettigrohr...

Die ersten Probenpläne für den "Sommernachtstraum" wollen geschrieben werden - ein logistischer Albtraum natürlich, den ich mit einigem Erfolg zu verdrängen versuche. An der Homepage arbeite ich Stück für Stück weiter - ein paar neue (alte) Produktionen sind jetzt online - und immerhin bis 2002 habe ich mich nach hinten gearbeitet.

Lesen tue ich Lars Keplers Zweitkrimi "The Nightmare", der wunderbar vom Probenplanschreibenmüssen ablenkt. Selbiges leistet die "Six Feet Under"-Retrospektive, die allabendlich in unserem Wohnzimmer stattfindet. Ich schaue die Folgen bereits zum dritten Mal, und bin immer noch hingerissen von der Qualität der Drehbücher und der Schauspieler. Unfassbar gutes Fernsehen. Wisst ihr vermutlich alle selber schon. 

Ansonsten wuchert der Kräutergarten am Balkon sehr üppig (unter "Impressum" zu bewundern), und ich werde ihn vermissen, wenn es in einer Woche nach Salzburg geht...

Abschließend das passende Zitat zum Hochwasser und ein Sneak Preview vom "Sommernachtstraum": Titanias wutentbrannte Rede an Oberon. Was lernen wir daraus? Die Feen sind schuld.

TITANIA:
Das sind Erfindungen der Eifersucht!
Seit Sommeranfang kam das Elfenvolk
Nicht mehr zusammen, ob im Schilf, im Tann,
Am Meeresstrand, am Quell noch irgendsonst,
Um friedlich nach dem Flötenlied des Winds,
Das er nur uns zuliebe pfiff, zu tanzen,
Ohne dass du mit deiner Eifersucht
Uns nicht das Fest gründlich verdorben hättest.
Der Wind, der uns vergeblich aufgespielt,
War so erzürnt, dass er, um sich zu rächen,
Die Regenwolken einsog über‘m Meer
Und dann aufs Land trug, um es zu ertränken.
Die Flüsse traten über ihre Ufer,
Und überschwemmten alles ringsumher.
Vergebens pflügt der Ochse, schwitzt der Bauer,
Das junge Korn fault, eh ein Flaum ihm wächst.
Das Feld ersäuft, die Krähen mästen sich
An totem Vieh. Morast bedeckt die Straßen,
Obstgärten liegen unter Schlammlawinen -
[...]
Und diese ganze Höllenbrut von Plagen
Stammt ab von unserm Streit, von unserm Zwist –
Wir sind ihr Grund, ihr Ursprung, ihre Eltern.

Bis demnächst!

Euer Henry

10. Juni 2013, 15:28 Uhr

001: Ich erkläre die neue Homepage für eröffnet!


Liebe Besucher, liebe Freunde, liebe Kollegen!

Hier ist sie endlich! Meine neue Homepage! *sektkorkenknall*

Ich freue mich sehr, dass ihr hier vorbeischaut. Diese Seite soll einerseits über aktuelle Projekte informieren - siehe oranger Kasten rechts -, andererseits eine Rückschau über meine Theaterarbeit als Regisseur und Autor in den letzten 17 (!) Jahren bieten. 1996 habe ich mit professioneller Theaterarbeit begonnen, aber diese Rückschau erstreckt sich im Moment noch nicht ganz so weit in die Vergangenheit; bitte um Verständnis dafür, dass es sich hier um ein "work in progress" handelt.

Die Arbeiten der letzten acht Jahre findet ihr jedenfalls schon mal hier vor, und Fotos werden laufend ergänzt. Fotogalerien und diverse Infos zu den einzelnen Produktionen findet ihr unter "Regisseur" und/oder "Autor" sowie gesammelt unter "Presse". 

Bitte schaut euch doch um und browst nach Herzenslaune. Fühlt euch ganz wie zuhause.

Wer erst mal auf dem gemütlichen Sofa dieser Startseite Platz nehmen möchte, kann die Slideshow oben genießen, und wenn er von der jetzigen genug hat, erneuert er die Seite und kann - hey presto! - eine neue, nach Zufallsprinzip zusammengestellte bewundern. Wem es schwarz/weiß reicht, macht sich anderswo auf die Suche nach Bunterem. 

In diesem Feld hier habe ich übrigens vor, in regelmäßigen Abständen News, Gedanken, Empfehlungen, Kommentare und ähnliches zu posten - hey, das ist ja wie ein Blog! Ja, isses, genau. Ich bin gespannt, wie lange es mir gelingt...

Wer mit mir in Kontakt treten möchte, hat übrigens unter "Kontakt" die Möglichkeit, das zu tun (no na), Gästebuch gibt's keins. Das erinnert mich fatal an die Stammbücher, die modern waren, als ich zur Schule ging, lang, lang ist's her. Wer wissen will, wie lange, kann die Neugierde unter "Vita" stillen.

Programmiert hat diese schöne Seite im "Twinni-Look" mein stilsicherer Freund und Kollege Robert G Neumayr von http://icatcher.at/ - danke, Robert! Ich kann dich nur weiterempfehlen! Wer genau schaut, findet ihn hier als steppenden Frosch, als Truthahn sowie als Kuh und als Kakerlake wieder. Vielleicht darf er demnächst mal einen Menschen spielen.

So! Genug der Worte! Schaut euch um - viel Spaß!

Henry


PS. Wer Bugs findet oder Orientierungsschwierigkeiten hat, darf gerne Bescheid sagen... gell, Robert? 

26. April 2013, 09:09 Uhr