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2026

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ALS HITLER DAS ROSA KANINCHEN STAHL

Musical von Henry Mason und Thomas Zaufke nach Judith Kerr

Es ist Winter 1933 in Berlin, und in den Straßen hängen Plakate von einem Mann mit Charlie-Chaplin-Schnurrbart und grimmigem Blick. Die neunjährige Anna und ihren Bruder Max kümmert das wenig. Anna will berühmt werden, wie ihr Papa, der angriffige jüdische Schriftsteller und Theaterkritiker; Max macht mit seiner Bande die Nachbarschaft unsicher.

Aber als Papa über Nacht verschwindet, müssen Anna und Max Hals über Kopf mit ihrer Mutter ins Ausland fliehen und alles zurücklassen, was sie kennen und lieben – sogar Annas rosa Stoffkaninchen. Es beginnt eine Reise mit unsicherem Ausgang und großen Herausforderungen – doch Annas unpraktische, liebevolle Familie wird einen Teufel tun, sich unterkriegen zu lassen.

 

Judith Kerrs 1971 erschienener autobiographischer Roman WHEN HITLER STOLE PINK RABBIT (ALS HITLER DAS ROSA KANINCHEN STAHL) schildert die Flucht einer jüdischen Familie vor Hitler mit Ernst und Klarheit, aber auch Leichtfüßigkeit und Optimismus. Dieser von Generationen von Kindern und Erwachsenen geliebte Klassiker wurde 2019 verfilmt, doch eine Bühnenfassung ließ bis heute auf sich warten.

Nun hat das preisgekrönte Autorenduo Thomas Zaufke und Henry Mason („Der Hase mit den Bernsteinaugen“, „Die Königinnen“) Judith Kerrs Roman als emotional packendes Musical mit viel 30er-Jahre Flair adaptiert. 

Die Try-Out Produktion im Theater in der Kulturfabrik Helfenberg, OÖ, im Juli/August 2026 war ein großer Erfolg; die Spielserie war restlos ausverkauft und die Aufführung (unter der Regie von Librettist Henry Mason und der musikalischen Leitung von Markus Syperek) würden mit dem oö. Landespreis für Bühnenkunst 2026 ausgezeichnet. Im Dezember 2026 folgt die offizielle Uraufführung des Stückes am Gärtnerplatztheater in München in der Regie von Tristan Bran und unter der musikalischen Leitung von Andreas Partilla.

Musical "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl": Geburtsstunde eines Welterfolgs

In Helfenberg im oberen Mühlviertel hat sich am Mittwochabend etwas in Bewegung gesetzt, das auf seinem Weg durch die renommiertesten Theaterhäuser nicht aufzuhalten sein wird. Es ist nicht nur große Musical-Kunst, was Komponist Thomas Zaufke und Autor Henry Mason aus dem 2019 verfilmten Buch-Weltbestseller "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" von Judith Kerr gedrechselt haben. Imposant bretterte auch die Voraufführung des Werks mit einem überwältigenden Ensemble in Masons Regie über die Rampe des Theaters in der Kulturfabrik. Voraufführung deshalb, weil sich das Münchner Gärtnerplatztheater die Rechte für die Welturaufführung am 9. Dezember gesichert hat.

Über dieser zweieinhalbstündigen musikalischen Erzählung (mit Pause) könnten bedrohliche Schatten liegen, geht sie doch dem Schicksal der historisch beglaubigten Familie Kerr nach, die nach der Machtübernahme der Nazis 1933 aus Berlin flüchtete. Doch wie lebensbejahend, Menschlichkeit und Familienzusammenhalt umarmend diese Reise aus der Bedrohung ihr Ziel in England findet, mag man als Impfung gegen deprimierende Kleinkariertheit und katastrophale Verwerfungen lesen. Das Publikum feierte alle Beteiligten im Stehen. (...)

Riesige historische Postkarten (Bühne: Gabriela Neubauer, Kostüme: Anna Katharina Jaritz) rahmen die Szenen. Die Worte sind klug gesetzt, kein Reim wird um der Endsilbe Willen erwürgt. Das Publikum ist nicht Reisebegleiter, sondern fühlt mit, wenn Flüchtlinge nie irgendwo ankommen. "Wir werden an vielen Orten ein bisschen dazugehören", sagt der Vater. Das ist einer von vielen neuralgischen Sätzen von Henry Mason, der in dieser perfekt getimten Regie ein Meisterstück abliefert.

Wenn Sarah Weidinger als spielerisch und stimmlich famose Anna-Entdeckung von der "Kindheit in Berlin" oder im mit Hitler-Stepptanz (Nina Weiß) inszenierten Fiebertraum singt, stehen die Nummern genauso wie "Mama schmeißt den Laden" oder "Das kann man nur in Berlin" unter Hit-Verdacht. Das Feingefühl Zaufkes, der mit Mason bereits Musical-Erfolge wie "Der Hase mit den Bernsteinaugen" oder "Die Königinnen" verwirklicht hat, schimmert in jeder Note: Erst recht, wenn die dramatische Zugfahrt in die Schweiz in einem Dreiviertel-Takt mündet. Das musikalische Live-Erleben der fünfköpfigen Kaninchen-Kapelle dirigiert Keyboarder Markus Syperek.

Der ehemalige Landestheater-Musical-Star Rob Pelzer brilliert als erstklassiger Singspieler in der Vater-Rolle (Bravo für "Was ich für Kinder hab"). Ariane Swobodas Mama-Spektrum strahlt von liebevoll bis bestimmt. Und Patrik Cieslik verwandelt den fußballbegeisterten Max von einem entwurzelten Verzweifelten zum Musterschüler.

Sonderbeifall für Nina Weiß und Daniel Große Boymann. Die beiden stemmen jeweils 15 unterschiedliche Figuren und finden für jeden Charakter differenzierte Temperaturen. Möge die Welttournee dieses Stücks beginnen.

Fazit: Ein Musical-Kunstwerk!

Peter Grubmüller, OÖ Nachrichten, 31.7.2026

Kaum etwas macht den Horror und die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus drastischer spürbar, als wenn er durch Kinderaugen und -herzen erlebt wird und Perversion, Gewalt und Härte einbrechen in die unmittelbare Lebenswelt der Jüngsten. Es ist dieses denkbar große Gefälle, das beim „Tagebuch der Anne Frank“ ebenso berührt wie beim Kultfilm „Das Leben ist schön“. Und das auch bei der Geschichte „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ von Judith Kerr eine emotionale Intensität erzeugt, die den Atem raubt. Am Mittwochabend wurde der Stoff in der weltweit ersten Musicalfassung von Henry Mason Text und Regie und Thomas Taufke Musik zum Leben erweckt, die in der Kulturfabrik im oberösterreichischen Helfenberg als Try out Produktion ihre umjubelte Premiere gefeiert hat.

Vor der außergewöhnlichen Kulisse der ehemaligen Textilfabrik, die einen rohen und intimen Raum erschafft, erzählt an diesem Abend ein absolutes Top-Ensemble die bewegte und bewegende Fluchtgeschichte der jüdischen Familie Kehr. (…) Und doch: Bei aller Schwere und Traurigkeit geht nie der Humor verloren und tragen die innigen Bande der Liebe zwischen den Familienmitgliedern. „Heiter weiter, aufgeben ist keine Option“, so die Devise. „Wir schaffen das, solange wir zusammen bleiben.“

Wie diese Ambivalenz und die verschiedensten Gefühlebenen von den Musicalsängern mit hohem Tempo und ausgereifter Spielkunst sichtbar gemacht werden und sie mit den Nebendarstellern in ständig wechselnden Rollen und mit wenigen Requisiten immer neue Szenerien heraufbeschwören, ist schlicht brillant. Dabei spiegeln sowohl die fein komponierten Texte als auch die ausgesprochen farbenreiche Musik, dargeboten von einer exzellenten Band, die Zerrissenheit und emotionale Achterbahnfahrt wider, welche die Familie durchlebt.

Es ist eine Aufführung, bei der einem eben noch die Tränen über die Wangen laufen und man kurz darauf laut lachen muss, bei der man eben noch mitwippt zum packenden Rhythmus und sich kurz darauf eine beklemmende Angst um den Brustkorb legt. Am Ende füllen Standing Ovations den Saal und Dankbarkeit für einen Abend, der lange nachhallt.

Dorothea Walchshäusl, Passauer Neue Presse, 31.7.2026

Eine berührende Geschichte, fabelhafte Darsteller und beeindruckende Bilder: Mit diesen Zutaten hat das Musical „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ am Premieren-Wochenende das Publikum in seinen Bann gezogen. (…)

Was in der Kulturfabrik gezeigt wird, ist ein absolut berührendes und tiefgründiges Gesamtkunstwerk. Auch wenn der Inhalt von „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ denkbar schwer wiegt – eine jüdische Familie, die vor Hitler aus Berlin flieht –, so bleibt die Darstellung immer fließend, leicht und absolut herzerwärmend. Dabei ist es die ungewöhnliche Erzählperspektive, die den Charme des Stückes so bestechend macht: Die neunjährige Anna nimmt das Publikum mit in ihre Gedankenwelt und nimmt die Reise so ganz anders wahr als die Erwachsenen.

Für die Zuseher eröffnet sich damit eine Geschichte, die das Thema Flucht in unglaublich vielen Facetten erzählt: Da sind natürlich die Sorgen und Ängste von Annas Eltern, die als bedrohliches Grundrauschen durch das Stück wabern. Aber es ist auch eine Erzählung von Abenteuer, großem Heimweh, der Frage nach dem eigenen Zuhause, wer nun die Tiere im Berliner Zoo grüßt, ob es zum Geburtstag Erdbeertorte gibt und wie man neue Freunde findet, wenn man kein Wort französisch spricht. Es ist ein zutiefst menschlicher Einblick in eine Fluchtgeschichte, die unter die Haut geht – und so manchen Blick auf die Dinge ändert.

Sarah Weidinger als Anna, Patrick Cieslik als ihr Bruder Max sowie Ariane Swoboda und Rob Pelzer als ihre Eltern leisten darstellerisch Großes. Absolut bemerkenswert sind auch die vielen Rollen, die Nina Weiß und Daniel Grosse Boymann als „alle anderen“ auf die Bühne bringen – sie wechseln nahtlos durch Sprachen und Akzente und bringen dem Stück eine große Lebendigkeit. All das wird flankiert von einer Live-Band, die das Musical zum umfassenden Erlebnis werden lässt.

Autor Henry Mason und Komponist Thomas Zaufke haben ein großartiges Werk geschaffen, das sich für höhere Weihen empfiehlt – nach dieser erfolgreichen „Tryout“-Produktion steht der offiziellen Uraufführung im Dezember in München nichts im Wege.

T. Kaltenberger, mühlviertel news, 31.7.2026

Mut, Menschlichkeit, Musik: "Fantastisch" - so lautete die einhellige Reaktion des Premierenpublikums am Mittwoch zum neuen Musical “Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ in der Kulturfabrik in Helfenberg.

Judith Kerr verarbeitete in ihrem Roman „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ ihre eigene Kindheit. (…) Trotz Dramatik sind sowohl der Roman wie der 2019 entstandene Film leichtfüßig und lebensbejahend. Und diese Stimmung konnte Henry Mason auch in der weltweit ersten Bühnenfassung perfekt einfangen. Annas Blick auf die Geschehnisse hat Humor und kindliche Ernsthaftigkeit zugleich.

Für das Flair der Zeit ist neben Bühne (Gabriela Neubauer) und Kostüm (Anna Katharina Jaritz) die Musik von Thomas Zaufke verantwortlich, die von einer fünfköpfigen Liveband unter der Leitung von Markus Syperek swingend umgesetzt wird. Fantastisch!

Ein Prädikat, das sich auch das auf hohem Niveau agierende Darstellerteam verdient: Dynamik und Präzision bis ins kleinste Detail.

Ein beeindruckender und in unseren Tagen wieder hochaktueller Musicalabend, der sich mit Worten kaum beschreiben lässt. Mit Karl Farkas möchte man sagen: „Schauen Sie sich das an!“

Claudia Tröster, Krone

Ein grandioses Musical: In Helfenberg geboren, um weltweit zu begeistern. "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" überzeugte auf ganzer Linie. (...)

Die Premiere war große Musical-Kunst mit einem überwältigenden Ensemble. Die "Tryout-Produktion" in Helfenberg war der Testlauf zur Welterfolg: Im Dezember wird das Stück in München uraufgeführt – und wird (anders ist es kaum möglich) auch dort begeistern.

Das Stück beruht auf wahren Begebenheiten und den Erlebnissen von Judith Kerr. Bei der Premiere in Helfenberg waren der Sohn von Judith Kerr, Matthew Kneale und seine Frau Shannon, vor Ort. Beide waren sichtlich bewegt von der Darbietung in der Kulturfabrik. Regisseur Henry Mason und Komponist Thomas Zaufke ist es in Helfenberg gelungen, das Publikum zu begeistern und mit auf die Flucht zu nehmen, ohne es zu bedrücken. Fließend leicht, lebendig und herzerwärmend. Man verfällt nicht in Panik oder Angst, aber stets ist der Gedanke im Kopf: Es könnte jederzeit auch für unsere Familie einmal so weit sein. Die Geschichte könnte sich wiederholen, man könnte selbst betroffen sein. Aber die Protagonisten zeigen, wie Resilienz geht, wie man Licht sieht, wo eigentlich Schatten ist. "Wir werden an vielen Orten ein bisschen dazugehören", sagt der Vater und das Publikum fühlt es genauso. Das Thema Flucht wird in unglaublich vielen Facetten dargestellt. Die Sorge der Eltern, das Heimweh der Kinder, ob man neuen Freunde findet, wenn man kein Wort Französisch spricht, aber auch das große Abenteuer in der Welt.

(…) Beeindruckend war die Leistung der Schauspieler:innen. Jede(r) in mehrfacher Rolle. Sensationell nicht nur der schnelle Rollenwechsel sondern auch der Sprachwechsel von "Berliner Schnauze" zu perfektem Schwizerdütschem Dialekt bis hin zu französischem Akzent und britischem Englisch von Schauspielerin Nina Weiß und Daniel Grosse Boymann. Nicht weniger beeindruckend: die Leistung des Ensembles, auch hier gab es schnelle Wechsel, Insturmentenwechsel: Unter der Leitung von Markus Syperek, der mitspielend auch dirigierte, brillierten die vier Live-Musiker. Jeder spielte mehrere Instrumente - in Summe klang es wie ein großes Orchester.

Karin Beyer, Mein Bezirk, 10.8.2026

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Sarah Weidinger (Anna) (c) Reinhard Winkler
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DER HASE MIT DEN BERNSTEINAUGEN

Musical von Henry Mason und Thomas Zaufke nach dem gleichnamigen Buch von Edmund de Waal

Endlich: Die deutsche Erstaufführung des 2019 beim Deutschen Musical Theater Preis zum "Besten Musical" prämierten Werkes von Henry Mason und Thomas Zaufke nach Edmund de Waals Bestseller! Nach der umjubelten, ergreifenden und preisgekrönten Uraufführung am Landestheater Linz 2019 erlebt DER HASE MIT DEN BERNSTEINAUGEN nun im Masons Regie seine deutsche Erstaufführung an der Musikalischen Komödie Leipzig. 

 

Der Familienvater Edmund de Waal erbt eine kleine, kunstvoll geschnitzte Figur aus Japan: einen Hasen mit Bernsteinaugen. Dieses scheinbar unscheinbare Objekt wird zum Ausgangspunkt einer abenteuerlichen, aufwühlenden und berührenden Spurensuche durch 150 Jahre Familien- und Weltgeschichte: Gemeinsam mit Edmund begibt sich das Publikum auf eine Reise in die Vergangenheit, von Odessa über Paris nach Wien: Das Familienunternehmen seiner Vorfahren steigt zu einem der reichsten Finanzimperien Europas auf – bis die Familie in der Zeit des Nationalsozialismus auf dramatische Weise alles verliert. Verfolgung und Enteignung zwingen sie zur Flucht, und die Familie wird über die ganze Welt zerstreut.

 

Komponist Thomas Zaufke orientiert sich an den jeweiligen Epochen und schöpft dabei aus dem Vollen: traditionelle jüdische Musik, patriotische Hymnen, Charleston, eine Marschparodie – eingerahmt von modernen Klangwelten, die begeistern. Masons Buch führt mit sicherer Hand und großer Klarheit durch 150 Jahren Zeitgeschichte. Ein Musical über Familiengeheimnisse, Erinnerung, Antisemitismus, Verlust und Restitution.

 

Der Musikalischen Komödie in Leipzig gelingt eine grandiose deutsche Erstaufführung des Musicals „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ über die Geschichte einer jüdischen Familie.

„Der Hase mit den Bernsteinaugen“ ist ein 2019 in Linz uraufgeführtes Musical, dessen deutsche Erstaufführung jetzt in der Musikalischen Komödie in Leipzig zu Recht bejubelt wurde. Denn die Musik, die Thomas Zaufke komponiert hat, reißt ebenso mit wie die gut gebaute Story als solche packt. (…)

(De Waals Buch ist) die Vorlage für das bravourös gelungene Libretto von Henry Mason, der zugleich Regie geführt hat und bei dem der Autor der Vorlage mit seinem Klarnamen zum Reiseleiter in die Vergangenheit und Gesprächspartner seiner Vorfahren wird. Mehr Authentizität geht kaum. Daraus aber eine in sich stimmige, opulente und obendrein hochpolitische Reise in die Vergangenheit zu machen, das reiht dieses Musical auf Anhieb unter die Beispiele des Genres (wie „Cabaret“ oder „The Producers“) ein, denen das auch schon gelungen ist.

Musikalisch mit abwechslungsreichen und klug verarbeiteten Anspielungen und zeitgeistigen Anleihen ausgestattet, ist es keine Familienfestschrift. So faszinierend die Charaktere im Einzelnen sind, haben sie auch ihre Schattenseiten. (…) All das ist ohne Peinlichkeiten oder Besserwisserei ausgesprochen stilsicher gemacht und szenisch umgesetzt. Das gilt auch für die Opulenz, mit der Ausstatter Jan Meier die Pariser Boheme aus dem 19.Jahrhundert oder den Wiener Salonluxus des beginnenden 20. Jahrhunderts auf die ansonsten angenehm nüchterne Spielfläche mit Projektionswand im Hintergrund zaubert. Aber auch für das düstere Nebelgrau des Exils oder den flott choreografierten bürokratischen Abwehrkampf gegen die Klage auf Rückgabe. Michael Nündel beweist die Kompetenz des Orchesters der Musikalischen Komödie für die zündende Umsetzung der überarbeiteten Orchestrierung (Markus Syperek).

In Leipzig steht damit ein Musical-Schmuckstück auf dem Programm, das man nicht versäumen sollte. Und das es verdient, nachgespielt zu werden. Gerade heute.

Joachim Lange, nmz (neue musikzeitung)

Auf den Spuren der jüdischen Familiengeschichte: In der Deutschen Erstaufführung „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ von Thomas Zaufke und Henry Mason an der Oper Leipzig stimmt in der Inszenierung Masons sowohl die musikalische, gesangliche wie textliche Qualität.

So wird nicht nur der reale Autor der Vorlage selbst zu einer Figur in dem auf seinem Buch basierenden Musical und bürgt für die Authentizität der Geschichte. Er hat offensichtlich auch Henry Mason zu einem Libretto inspiriert, dessen Niveau deutlich über dem der üblichen Meterware der Branche liegt. Der Text trifft das jeweilige Milieu, in dem sich die Akteure bewegen, passgenau, macht deutlich, aber überzeichnet nicht, hält Spannung und sorgt für Anteilnahme. Er bewältigt vor allem auch das, was beim Schicksal einer jüdischen Familie an Fallhöhe unvermeidlich ist.

Es erweist sich als ein genialer Trick, den Erzähler (Edmund de Waal; Christof Messner) zum Akteur zu machen, der mit seinen Vorfahren den Dialog sucht, Fragen stellt, in einem Fall von seiner Großmutter Emmy (die fabelhafte Olivia Delauré) auch abgewiesen wird. (…)

So wie die Inszenierung das Pariser Künstlermilieu, das Viktors Cousin Charles (Jannik Harneit) einst großzügig förderte, um dennoch von notorischen Antisemiten verachtet zu werden, üppig mit der damaligen Maler-Prominenz ausstattet, so stilsicher ist auf der anderen Seite auch die Machtübernahme der Nazis in Wien in Szene gesetzt. Hier hatte der berüchtigte Bürgermeister Karl Lueger, dem Ausbruch des Judenhasses noch unter Kaiser Franz Josef den Weg bereitet. Nach dem
brüllend bejubelten „Anschluss“ Österreichs bricht der Nazi-Mob mit einem Gewaltexzess unter der Hakenkreuzfahne in das Palais der Ephrussis ein, randaliert und zwingt Viktor (Rob Pelzer) auf die Knie. So wie die Nazis die Juden, die das Pflaster putzen mussten und wie ihnen Alfred Hrdlicka vor der Albertina in Wien ein Denkmal gesetzt hat. Dazwischen: der fassungslose Edmund und der trällernde, zynische Antisemit mit Zylinder und Frack aus dem Paris von ehedem. Das ist so klug gebaut wie wirkungsvoll umgesetzt.

Überhaupt erzählt die ganze Inszenierung durchweg stilsicher mit einem emotionalen Crescendo eine Geschichte im kleinen Familiären zu Ende, die im Großen nicht zu Ende ist. Es ist beklemmend, wie Edmunds Großmutter Elisabeth (Nora Lentner) als Anwältin mit imponierendem Kampfgeist, erst ihr Studium gegen den Willen der Mutter durchsetzt, dann die Eltern ins Exil rettet und schließlich, nach dem Krieg, vergeblich, um die Rückgabe des zwangsweise „verkauften“ Eigentums kämpft. (…)

Nicht nur wegen seines Gegenstandes und der Qualität des Textes, auch musikalisch ist dieses Musical ein Volltreffer. Der Ton passt immer genau zu Zeit, Ort und Milieu, reist mit, ist emotional ohne sich anzubiedern. (Dirigent) Michael Nündel, das hauseigene Orchester und die mit vielen Gästen aufgestockte großartige Crew werden immer wieder zwischendurch und am Ende völlig zu Recht bejubelt!

Roberto Becker, Die deutsche Bühne

Der titelgebende "Hase mit den Bernsteinaugen" liefert Edmund nicht nur die Initialzündung für eine Reise in die Vergangenheit; jedes Stück dieser Sammlung scheint wie ein Mosaiksteinchen der Historie zu wirken, aus der sich ein so prachtvolles wie trauriges Familienbildnis zusammensetzt. Dank der ordnenden Regie von Henry Mason, der auch Buch und die Texte für dieses sehr besondere Musical geschrieben hat, sowie der pointierten Musik von Thomas Zaufke wird dieser über fast dreieinhalb Stunden sich schlagende Erzählbogen nie fad, reißt nie ab und fesselt bis zum Schluss.

Kaleidoskopartig geraten hier immer wieder die Zeiten durcheinander und mischen sich. … Und doch bleibt stets klar, wer in dem sich stetig geschickt wandelnden, durch wenige Requisiten und farbsatte Kostüme auf der Bühne (Jan Meier) präzise angedeuteten Songreigen das Sagen und die Deutungshoheit hat. Auch wenn es keine großen Balladen oder Showstopper gibt, die meist vorwärtsdrängende Partitur hauptsächlich atmosphäresatte Bedeutungsträgerin ist. Nicht umsonst wurde die Linzer Uraufführung 2019 mit dem Deutschen Musical Theater Preis ausgezeichnet.
(...)

„Der Hase mit den Bernsteinaugen“ ist ein kluges und trotzdem unterhaltendes wie ergreifendes Musical über Glanz und Grauen, Vertreibung und Verlust, das Nicht-Festhalten von Dingen, aber von Erinnerungen. Und es ist die genau richtige Spielplanwahl in dieser Zeit und gerade in Sachsen. Der Antisemitismus zeigt hier seine hässliche Fratze, doch in der Musikalischen Komödie Leipzig sind in dieser großangelegten Produktion mit 15 Erwachsenen und fünf Kinderdarstellern trotzdem auch Munterkeit und Frohsinn mit dabei. Eine unbedingte, hoffentlich anderswo nachgespielte Sehempfehlung.

Manuel Brug, BR-Klassik.de

Sieben Jahre nach der Uraufführung erstmals in Deutschland: Die Musical-Saga der jüdischen Familie Ephrussi hat an der Musikalischen Komödie umjubelt Premiere gefeiert. (…)

Der Inhalt von Edmund de Waals Familiensaga, die international zum Bestseller wurde, klingt nicht nach einem Musical-Stoff. Anderthalb Jahrhunderte überspannt dieses Theater, Hunderte Personen, drei Kontinente. Aber wie Henry Mason daraus eine Bühnenhandlung gewinnt, wie er Szenen baut und Tableaus, Monologe und Ensembles, das ist große Kunst.

Großes Entertainment obendrein. Denn die Geschichte vom Aufstieg und Fall dieser Familie verliert vom ersten bis zum letzten Augenblick nicht die Spannung – auch wenn dreieinhalb Bruttostunden doch sehr lang sind. Doch wird das Publikum vom staunenden Edmund hineingezogen ins eigene Staunen im Angesicht der Wunder und der Schrecken der Zeitläufte. Da gewinnen die Figuren Statur, Gesichter, Seelen, treten Schicksale heraus aus den Nebeln einer Vergangenheit, die längst nicht abgehakt ist, weil sie uns bis heute prägt. Über Grenzen und Generationen hinweg.

Mason hat als Regisseur seines eigenen Stücks exzellent gearbeitet (…) Die stärksten Fäden laufen szenisch bei Christof Messner als Edmund de Waal, Nora Lentner als seine Frau Sue und Großmutter Elisabeth von Ephrussi sowie Michael Raschle in der Rolle des alten Onkel Iggie zusammen. Sie durchziehen die Saga-Revue mit Szenen von intimer Intensität, die Mason klug und eindringlich gebaut hat - und erstklassig getextet. Die vielen anderen lassen sich mitreißen von dieser Kraft, die bis in die Ensembles trägt. Die Zeitlupen-Plünderung des Palais Ephrussi an der Wiener Ringstraße, beaufsichtigt von Jeffery Krueger, der als Gestapo-Mann und Edmond de Goncourt für die Fratze des Antisemitismus steht, ist ein Theater-Coup. Und wie Mason in den von historischen Fotografien belebten schlichten Bildern und den rund 300 Kostümen Meiers Situationen zeichnet und Gefühle und Geschichte, das ist allemal die Auszeichnung fürs beste Musical beim Deutschen Musical Theater Preis allemal wert, den er mit Komponist Thomas Zaufke für den „Hasen mit den Bernsteinaugen“ gewann.

(Die Musik ist) sehr wirkungsvoll, mitunter überwältigend und da am besten, wo Zaufke sich nah anlehnt an historisches Material, wie im Neo-Ufa-Schlager „Wenn wir doch behalten könnten, was wir lieben“. Seine Charleston- und Ragtime-Reflexe zünden, seine Walzer auch. (…) Mit Klängen, die wie Edmund de Waals Buch ein Kaleidoskop von anderthalb Jahrhunderten über fünf Generationen auf drei Kontinenten auffächern (…).

Am Schluss (…) reißt es das Publikum verzögerungsfrei aus dem Gestühl. Erste Bravi gellen in letzte Klänge hinein und beweisen, dass Henry Mason Recht hat mit seiner Einschätzung des eigenen Werkes: großes Unterhaltungstheater, sagt er, sei das. Wuchtiges, wichtiges auch, ließe sich hinzufügen. Und eines, das, je tiefer man hineintaucht, desto enger den Atem abschnürt. Denn was der schönen Welt der Ephrussis da widerfuhr, scheint unserer ja eigentlich auch sehr schönen kurz bevorzustehen. Vom Antisemitismus ganz zu schweigen.

Peter Korfmacher, Leipziger Volkszeitung

Henry Mason, der Theaterautor, hat das sehr gut gelöst … (Im Buch) wird (die komplexe Geschichte) im Wesentlichen chronologisch erzählt, im Musical aber gibt es schöne, schnelle Zeiten- und Szenen- und Ortssprünge … Was ich als besonders schön empfunden habe, war, dass Edmund de Waal, der Protagonist und Erzähler, im ganzen Stück immer präsent ist, egal in welcher Zeit; wenn er sich dann auf seine Recherchen begibt nach Paris oder Wien, tritt er auch in Dialog mit seinen Vorfahren … alles eingebunden in ein reichlich temporeiches Spiel, mit virtuosen Balletteinlagen.

Elisabeth Richter, deutschlandfunk.de

Aufstieg und Vernichtung einer jüdischen Familie: Das überaus beeindruckende Musical „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ erzählt eine jüdische Familiensaga.

Die MuKo versteht sich bestens aufs Musical-Handwerk. Kein Wunder und völlig in Ordnung, wenn sie jetzt mit „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ einen Erstaufführungscoup landet! (...)

Mit der Erbschaft (von 264 netsuke) beginnt die Handlung. Sie ist Gruß aus der Vergangenheit und Auslöser, die Familiengeschichte zu ergründen. Edmund de Waal macht aus seiner Recherche einen Bestseller. Der ist die Vorlage für das perfekt gemachte Libretto von Henry Mason, der auch Regie geführt hat. Musikalisch steuert Thomas Zaufke geschickt verarbeitete zeitgeistige Anspielungen bei. Ausstatter Jan Meier liefert die Pariser Opulenz aus dem 19. und den Wiener Salonluxus des beginnenden 20. Jahrhunderts auf der ansonsten nüchternen Spielfläche. Michael Nündel beweist die Kompetenz des Orchesters der Musikalischen Komödie für die zündende Umsetzung der erweiterten Orchestrierung. In Leipzig steht damit ein Musical auf dem Programm, das man nicht versäumen sollte. Und das es verdient, nachgespielt zu werden. Gerade heute.

Mitteldeutsche Zeitung

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Jannik Harneit und Kara Kemeny (c) Tom Schulze

2025

Erste-98

DIE ERSTEN

Von den Frauen, die die Welt entdeckten

Kinderstück für alle ab 6 von Henry Mason

Entdecker haben Bärte. Entdecker wissen, wo es lang geht. Entdecker sind Männer. Richtig? Nicht immer. Das neue Stück von Henry Mason erzählt von fünf abenteuerlustigen Frauen und den wundersamen Welten, die sie eroberten.



Die Botanikerin Jeanne Baret erforschte im 18. Jahrhundert die Urwälder von Süd-amerika und Mauritius – als Mann verkleidet. Die Wiener Hausfrau Ida Pfeiffer erlangte im Biedermeier als Weltreisende überraschenden Ruhm. Valentina Tereschkowa schaffte 1963 den steilen Karrieresprung von der Textilfabrik ins Weltall und Polarforscherin Felicity Aston überquerte 2012 als erste Frau im Alleingang die Antarktis, während Sylvia Earle, eine Pionierin der Unterwasserforschung, Advokatin für den Schutz der Weltmeere wurde. 

 

Die außergewöhnlichen Geschichten dieser Forscherinnen, in spannenden und poetischen Theaterbildern erzählt, machen Mut, wecken Neugierde und verzaubern die Fantasie.

Der Titel DIE ERSTEN. VON DEN FRAUEN, DIE DIE WELT ENTDECKTEN von Henry Mason gibt klare Auskunft über den Inhalt. Vier Frauen, die die Geschichte in den Hintergrund gedrängt hat … werden von Geschichtensammlerin Perdita Polaris porträtiert. In der mitreißenden Inszenierung des Autors werden alle fünf Rollen von einer Darstellerin verkörpert – Simone Neumayr at her best!

Kulturbericht OÖ, 7.8.2025

Linzer Theater des Kindes begeistert mit Solostück über Entdeckerinnen

Im Stück DIE ERSTEN Macht sich Perdita Polaris auf die Suche nach Frauen in der Weltgeschichte. Sie findet die Naturforscherin Jeanne Baret, die Weltreisende Ida Pfeiffer, die Kosmonautin Valentina Tereschkowa und Polarforscherin Felicity Aston. Sie alle waren wissbegierig – und hatten es nicht einfach.

Autor Henry Mason skizziert ihren Mut, ihre Abenteuer und ihre Hindernisse mit wenigen markanten Szenen, so dass ihre Geschichten mit voller Kraft und Wucht ins Leben von heute zurückfinden. In Simone Neumayr hat Mason, der auch Regie führt, eine grandiose Schauspielerin.… Ein spannendes Theaterstück für ein Publikum ab sechs Jahren – oder älter. Denn diese Frauen muss man einfach gesehen haben!

Kronen Zeitung, 5.6.2025

Schäxpir-Festival: Henry Mason porträtiert in seinem großartigen Stück "Die Ersten" vier Entdeckerinnen.

„Öha", ruft Perdita Polaris, als sie bemerkt, dass sie sich auf die Bühne des Linzer Theater des Kindes verirrt hat. "Ein Haufen Kinder, sonst nicht viel los, das ist doch zum Um-die-Welt-Fahren!" Nicht verwunderlich, dass Perdita abgelenkt ist, hat sie doch eine wichtige Aufgabe: Sie sammelt die Geschichten von Pionieren. Da bis jetzt alle ihre Protagonisten Bärte trugen, spezialisiert sie sich ab nun auf Entdeckerinnen.

Damit ist alles angerichtet für Henry Masons großartiges Stück "Die Ersten – Von den Frauen, die die Welt entdeckten", das am Mittwoch im Theater des Kindes uraufgeführt und zur Sternstunde für Simone Neumayr als Solo-Darstellerin wurde. Nun spürt Perdita mittels speziellem Gerät Geschichten von vier Entdeckerinnen aus vier Jahrhunderten auf. Jeanne Baret umsegelte ab 1766 als erste Frau die Welt. Sie musste sich dabei als Assistent ihres Lebensgefährten, des Botanikers Philibert Commerson, ausgeben. Auf der Reise wurden 70 Pflanzen entdeckt und nach Commerson benannt. "Wenigstens eine hätten sie nach mir benennen können", sinniert Baret. Es folgen Ida Pfeiffer (1797–1858), die sich von der Hausfrau zur erfolgreichen Reiseautorin entwickelte, Valentina Tereschkowa, die erste Frau im All, und Felicity Aston, die als erste Frau die Antarktis im Alleingang durchquerte. Bei Tereschkowa, die Putins Angriffskrieg in der Ukraine befürwortet, macht der Autor die Zwiespältigkeit mancher Pioniere sichtbar.

Mason greift mit seinem Stück, das er selbst inszenierte, ein wichtiges Thema auf. (...) Die vier Geschichten werden unterhaltsam, spielerisch und abwechslungsreich erzählt. Das liegt zum einen an der perfekten Zusammenarbeit von Regie, Bühnenbild (hier schafft Michaela Mandel mit einfachsten Mitteln Großartiges), der wohldurchdachten Musik von Stephanie Hacker sowie Licht und Ton. Zum anderen an der überragenden Simone Neumayr, die das Stück im Alleingang trägt und zu jeder Sekunde alle Fäden fest in der Hand hat. Langer Applaus für eine große Künstlerin.

Fazit: Ein wichtiges Stück … phänomenal gespielt von der großen Simone Neumayr. Hut ab!

OÖ Nachrichten, 4.6.2025

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Simone Neumayr als Perdita Polaris in DIE ERSTEN (c) Reinhard Winkler
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DIE SIEBEN WÜNSCHE

Ein neues Märchen von Henry Mason

Die siebenköpfige Familie Wunsch ist eigentlich viel zu vernünftig, um so etwas albernes zu tun, als in den Bann eines Zauberwaldes zu geraten. Märchen sind Kinderkram.

 

Aber just einen solchen Wald der Wunder, direkt aus den Geschichten der Gebrüder Grimm, will die selbstsüchtige Großmutter Wunsch für ihre eigenen Zwecke missbrauchen, um Profit aus ihm zu schlagen. Nur, da hat sie den alten Wald unterschätzt, der sich auf überraschende Weise gegen menschliche Habgier zu verteidigen weiß. So stolpern die „sieben Wünsche“ geradewegs in ein haarsträubendes Märchen hinein, bei dem jedes Familienmitglied ein eigenes Abenteuer zu bestehen hat. 

 

Im Unterholz lauern zwielichtige magische Wesen, aber auch unverhoffte Chancen, alles im Handumdrehen verändern zu können. Denn jeder und jedem in der Familie stellt sich unterwegs die Frage: Wenn ich mir was wünschen dürfte, was wäre das? Und dabei kommt Überraschendes ans Licht ...

 

Nach vielen Verwicklungen und Wirrungen ist es eine verwandelte Verwandtschaft, die aus dem dunklen Wald wieder herausfindet. Doch die größte Herausforderung wartet zuhause, wo sich die Familie dem eigenen Schatten stellen muss. Ob die jüngsten Familienmitglieder den Wald retten und alles wiedergutmachen kann, damit auch die „sieben Wünsche“ von sich behaupten können: „Wenn wir nicht gestorben sind, dann leben wir noch heute“?

 

Regisseur und Autor Henry Mason, der am Theater der Jugend für viele Märchen- und Mythenbearbeitungen verantwortlich gezeichnet hat (zuletzt „Die Schöne und das Biest“), bastelt nun aus alten deutschen Märchenmotiven eine neue, zauberhafte Fabel mit Anklängen an die Gebrüder Grimm. Komik, Poesie und Fantastik prägen diese Familiengeschichte über drei Generationen, die die Kraft, aber auch die Fragilität des Waldes in den Mittelpunkt rückt.

Das Theater der Jugend bringt mit „Die sieben Wünsche“ ein kreisch-komisches Märchen auf die Bühne des Renaissancetheaters. Verantwortlich zeichnet einmal mehr genial Regisseur Henry Mason. Ein herrlicher Ausflug aus dem Alltag in einen wunderbaren Zauberwald – dringend empfehlenswert, für Kinder ab 6 bis 99 Jahren!

Wunder gibt es immer wieder. Leider viel zu selten, vor allem auf der Theaterbühne, die der ideale Ort ist, um auf magische Art kleines und großes Publikum zu verzaubern. Im Theater der Jugend kann man nun ein solches erleben. Nach Motiven der Gebrüder Grimm hat der mit Kindertheater bestens vertraute Regisseur Henry Mason ein Stück der Marke „Märchen deconstructed“ für Kinder ab 6 Jahren ins Renaissancetheater gebracht. (...)

Auf herrlich schräge Art wird die Geschichte der Familie Wunsch erzählt, mit der herrischen Großmutter an der Clanspitze, eine einstige Prinzessin und nun Besitzerin einer Papierfabrik, die sie mit dem Abholzen des angrenzenden Zauberwaldes zu profitabler Höchstleistung treiben will. Enkelsohn Johannes, der einem Moosmännchen aus der Patsche hilft und daraufhin sieben Wünsche als Belohnung erhält, löst in Folge ein köstliches Chaos aus, das ein zweistündiges haarsträubendes Abenteuer nach sich zieht und in einem grausamen Happy End ganz in schaurig-brachialer Märchentradition gipfelt. (…)

Dieses „Märchen 2.0“ rund um Freundschaft, Liebe, Machtstreben und Umweltbedrohung kommt ganz ohne Zeigefingerpädagogik aus, verzichtet angenehmerweise auf jeglichen digitalen Schnickschnack: Die Bühne ist rührend einfach, dreht sich, bewegt sich und beflügelt die eigene Fantasie (...)

Die Schauspieler, allen voran Uwe Achilles als mörderische Hexenoma, Violetta Zupančič, Anna Katharina Malli, Stefan Rosenthal, Jonas Graber, Frank Engelhardt und Maria Fliri, haben ihren rechten Spaß, der sich ab der ersten Minute auf das Publikum überträgt. Ein unbedingt sehenswertes Theatervergnügen, nicht nur für Kinder!

Kronen Zeitung, 21.5.2025

Herrlich turbulent geht es im Renaissancetheater des Theaters der Jugend zu, in einem Stück, das Henry Mason zwar schon für die Kleinsten geschrieben und inszeniert hat, das aber auch den Mittelgroßen bis Ganzgroßen Spaß machen wird. „Die sieben Wünsche“ gibt es als konkrete Vorlage nicht, wenn der österreichische Brite Mason sich auch bescheiden auf Motive von Jacob und Wilhelm Grimm bezieht. (…)

Dabei beginnt es fast wie ein „historisches“ Familienstück aus dem 19. Jahrhundert mit einer glaubhaften Familienaufstellung: Die Großmutter Wunsch (die einst Prinzessin war, was sie nie vergisst zu erwähnen), die gewissermaßen das tapfere Schneiderlein geheiratet hat, der ein lieber, unterdrückter Ehemann geworden ist, herrscht gnadenlos über Sohn und Schwiegertochter, über Enkel und Enkelin sowie das Personal. Sie hat sich dem Fortschritt verschrieben und ihre Papierfabrik mit neuesten Maschinen ausgestattet, die nun den umliegenden Wald auffressen und in Papier verwandeln sollen …

Je mehr Henry Mason seine Figuren in den Märchenwald (mit einem sprechenden Moosmännchen) und in die Märchenhandlung lockt, umso wilder wird die Geschichte, als wahre Hexe erweist sich die Großmutter, Maschinen und Natur geraten in Streit, jemand wird in einen Wolf verwandelt, und was die titelgebenden Wünsche betrifft – na, da sollte man vorsichtig damit sein, was man sich wünscht.
Masons Inszenierung ist ein Gustostück der verwirrendsten Turbulenzen, in spaßiger Dekoration (Rebekah Wild) wild exekutiert …

Dass hinter all dem nicht nur der Harry Potter-Spaß am Zaubern und die Grimm’schen Motive stecken, sondern auch der Wunsch, den Kindern die Liebe zur Natur im allgemeinen und zum Wald im besonderen zu vermitteln, ist schöne Draufgabe des vom jugendlichen Publikum stürmisch aufgenommenen Abends.

onlinemerker.com, 21.5.2025

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Anna Katharina Malli (Grete) und Frank Engelhardt (Moosmännchen) (c) Rita Newman
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DON QUICHOTE

Komödie von Henry Mason 

nach Motiven aus dem Roman von Cervante


2002 für die Sommerspiele Schwanenstadt geschrieben, hat Henry Mason 2025 seine Komödie für das Theater in der Kulturfabrik Helfenberg neu überarbeitet.

 

"Sehr sehenswert ... äußerst unterhaltsam! So geht niveauvolles Sommertheater!"

(Kronen Zeitung)

 

"Eine geschliffene Komödie für Herz und Hirn ... Im Stehen gefeierte Theater-Premiere der geistreichen Komödie "Don Quichote" von Henry Mason in der Regie von Andreas Baumgartner ...

Alles an diesem 1605 von Miguel de Cervantes veröffentlichten Stoff hält ewig: Don Quijote ist kein Wirr-, sondern ein lodernder Feuerkopf, der sich für den Kampf um Gerechtigkeit zerreißt. Dergestalt famos in Geste und glutäugiger Ambition spielt David Fuchs diesen von märchenhaftem Idealismus und Utopien Angespornten – nach dem fabelhaften Text von Bühnen-Alleskönner Henry Mason im Theater in der Kulturfabrik Helfenberg. Am Mittwoch fand die begeistert aufgenommene Premiere statt. 

... Von gut temperierten Reimen und Wortspielen beschleunigt, balancieren Baumgartner/Mason den Slalom zwischen Humor, Drama und Moral, ohne moralisierend auszurutschen ... Starke Komödie, die vor ernsthafter Theaterarbeit strotzt – Bravo!"

(OÖ Nachrichten)

 

"Don Quichote, dieser berühmte spanische Anti–Held! Erdacht von Cervantes anno 1605 als satirische Reaktion auf die damals äußerst beliebten Ritterromane. Don Quichote, dessen Kampf mit den Windmühlen zum Synonym für einen aussichtslosen Kampf gegen die Fakten der Realität wurde, ist eine pralle Theaterfigur, in der sich all die Absurditäten des Lebens wiederfinden. 2025 erzählt uns der oberösterreichische Autor (zweimaliger Bühnenkunstpreisträger des Landes OÖ) Henry Mason in seiner kraftvollen, komprimierten und nur für fünf Schauspieler*innen konzipierten Version die Geschichte von Menschen und ihrem Scheitern in einer heutigen Welt."

https://www.theaterinderkulturfabrik.at/project/don-quichote-2025/

 

 

 

Im Stehen gefeierte Theater-Premiere der geistreichen Komödie "Don Quichote" von Henry Mason in der Regie von Andreas Baumgartner

Was macht einen vor mehr als 400 Jahren erschienenen Roman zu einem Werk, das uns im durchdigitalisierten 21. Jahrhundert etwas zu sagen hat? Noch dazu mit einem wunderlichen, aus der Zeit gefallenen Traumtänzer im Zentrum?

Alles an diesem 1605 von Miguel de Cervantes veröffentlichten Stoff hält ewig: Don Quijote ist kein Wirr-, sondern ein lodernder Feuerkopf, der sich für den Kampf um Gerechtigkeit zerreißt. Dergestalt famos in Geste und glutäugiger Ambition spielt David Fuchs diesen von märchenhaftem Idealismus und Utopien Angespornten – nach dem fabelhaften Text von Bühnen-Alleskönner Henry Mason im Theater in der Kulturfabrik Helfenberg. Am Mittwoch fand die begeistert aufgenommene Premiere statt. Zum minutenlangen Applaus erhob sich das Publikum und feierte das Helfenberg-Team.

(...) In dieser fantastischen Welt ist nur der Irre frei. Doch wehe uns, wenn alle verrückten Visionäre an der Wirklichkeit zugrunde gehen.

Fazit: Starke Komödie, die vor ernsthafter Theaterarbeit strotzt – Bravo!

OÖN, 24.7.2026

Mit originellen Ideen bringt das Theater in der Kulturfabrik Helfenberg frischen Wind in den oberösterreichischen Festspielsommer.

Für die Bühnenfassung zeichnen zwei bekannte Theatermacher aus Oberösterreich verantwortlich: Henry Mason und Andreas Baumgartner (Regie) haben ein dynamisches Stück für fünf Schauspieler entwickelt, das beim Publikum großen Anklang findet – fast alle Vorstellungen sind ausverkauft. (...)

„Don Quichote“ zeigt eindrucksvoll, wie viel kreatives Potenzial in der Region steckt und was engagiertes Sommertheater leisten kann.

ooe.ORF.at, 3.8.2025

Henry Masons neue Fassung des Klassikers: sehr sehenswert ... äußerst unterhaltsam! Das Ensemble erntete zurecht ungewöhnlich viel Szenenapplaus und durfte sich über Standing-Ovations freuen ... So geht niveauvolles Sommertheater!

Kronen Zeitung, 24.7.2026

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David Fuchs, Stefan Lasko und Ensemble in Henry Masons DON QUICHOTE

2024

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DIE WUNDERBARE REISE DES NILS HOLGERSSON

Ein neues Familienmusical von Henry Mason & Thomas Zaufke

Aus Selma Lagerlöfs zeitloser Geschichte von Freiheitsdrang, Heimweh, Freundschaft und Liebe schufen Thomas Zaufke und Henry Mason ein poetisches wie humorvolles Familienmusical für Menschen ab 6, das sich nicht nur für die Position des musikalischen Weihnachtsmärchens eignet.

In stimmungsvollen, vergnüglichen Bildern erzählt das Werk, wie Nils es lernt, sich zugunsten der Gemeinschaft hintanstellen zu können, sowie den Mut zu finden, trotz eines Gefühls der Unzulänglichkeit zu handeln. Nils lernt zudem, sich als Teil der natürlichen Welt zu begreifen und erkennt, dass der Mensch die Tierwelt beschützen muss.

Thomas Zaufke spannt in seiner berührenden Komposition einen breiten stilistischen Bogen und verwebt Musik der klassischen Musical Comedy, Pop und Anleihen an schwedische Volksmusik zu einer vielfarbigen Partitur.

(Felix Bloch Erben)

Abenteuerliche Reise im entzückenden Gänsemarsch

An der Oper Graz erwecken Autor und Regisseur Henry Mason sowie Komponist Thomas Zaufke den Kinderbuchklassiker „Nils Holgersson“ als Familienmusical zu buntem Leben. Ein tolles Ensemble und eine fulminante Ausstattung vervollständigen die gelungene Produktion.

Nils Holgersson ist eine Ikone (…) Autor und Regisseur Henry Mason schuf im Auftrag der Oper Graz ein eigenständiges Familienmusical, nah an der Vorlage und doch mit eigener Schwerpunktsetzung. Denn „Die wunderbare Reise des Nils Holgersson“ entführt in eine nostalgische Traumwelt, zauberhaft und reich bebildert (famose Ausstattung: Jan Meier), behandelt aber auch zeitgenössische (und zeitlose) Themen wie das Verhältnis von Mensch und Natur.

Die makellose Umsetzung zauberte am Premierenabend Eltern und Kindern gleichermaßen ein Lächeln ins Gesicht. (…) Bis zum finalen Happy End gibt es für alle ab ca. 6 Jahren viel zu bestaunen.

Und nicht nur Nils, auch Selma Lagerlöf konnte einst durch die Bekanntheit ihrer Werke die elterliche Farm retten. Eine Erfolgsgeschichte, der mit diesem Musical für die ganze Familie ein weiteres Kapitel hinzugefügt wurde.

Krone, 26.11.2025

Wenn am Ende hunderte Kinderaugen leuchten und die Kinder laut jubeln und toben, dann müssen wohl die Beteiligten alles richtig gemacht haben. Bravo!

Der Opernfreund, 4.1.2025

Das Familienmusical von Oper und Next Liberty verleiht Flügel im wilden, weiten Wunderland des Nordens.

(…) Wolken, Wälder, Wiesen, wilde Wellen und last not least weihnachtliche Wohligkeit ziehen nun das Publikum in den Sog dieser abenteuerlichen Flugreise. Die Zugvögel machen Station in der Oper, rufen Krähen und Fuchs auf den Plan, führen zu einem versteckten Silberschatz und erinnern, „dass diese schöne, zerbrechliche Welt nicht nur euch Menschen gehört“. Schließlich endet’s beim Christfest – ohne Gänsebraten!

Zehn Schauspielende schlüpfen bei der Grazer Uraufführung unter der Regie von Henry Mason (auch Buch und Liedtexte) in über 30 Rollen, singen (musikalische Leitung: Matthias Maier) und lassen Handpuppen entzückende Parts übernehmen (...) Neben Nicolai Schwabs sympathischem Strizzi Nils begeistert besonders Daniel Große Boymann als Hausgans Martin im fantasievollen Familienmusical ab 6+ (Bühne, Kostüme: Jan Meier; Video: Sven Stratmann). Beim geschmeidigen Klangteppich von Thomas Zaufke fehlen Ohrwurm-Kompositionen ebenso wenig wie Volksmusikalisches zu schwedischen Folklore-Szenen.

Kleine Zeitung, 5.12.2024

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Nicolai Schwab (Nils), Daniel Grosse Boymann (Martin) (c) Barbara Palffy
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DIE KÖNIGINNEN

Ein Musicalthriller über Maria Stuart und Elisabeth I
von Henry Mason (Buch und Liedtexte) und Thomas Zaufke (Musik)

Henry Mason und Thomas Zaufkes Der Hase mit den Bernsteinaugen begeisterte die Kritik und gewann vier Deutsche Musical Theater Preise, u.a. Bestes Musical. In ihrem neuen Musical Die Königinnen, einem Auftragswerk für das Landestheater Linz, beweisen sie erneut, wie mitreißend sie geschichtliche Stoffe für die Musicalbühne umzusetzen wissen.

„Zwei Königinnen, eine Insel: Es war nur eine Frage der Zeit!“, kommentiert Staatssekretär Cecil zynisch. Aber war das blutige Ende der Schottenkönigin Maria Stuart tatsächlich unausweichlich? Und trug Elisabeth I. von England die alleinige Schuld daran? In den letzten Stunden vor Marias Tod entspinnt sich die gemeinsame Geschichte der beiden Großkusinen, die sich im Leben nie begegnet sind, als Gespräch im Kopf, als atemberaubendes Duell.

Die paranoide, strategische Elisabeth und die leidenschaftliche, naive Maria sind so hungrig nach Macht wie nach Liebe. Ein ähnliches Schicksal verbindet sie, doch die geopolitischen Umstände zwingen sie zur Feindschaft – was die missgünstigen Männer, die sie umkreisen, gnadenlos auszunützen wissen.

In schillernder, epischer Breite und doch intim erzählt Mason und Zaufkes politischer Musicalthriller von zwei außergewöhnlichen Frauen, die sich weigern, in einer Welt, die von Männern für Männer gemacht ist, klein beizugeben – und dennoch zuletzt der Korruption der Macht erliegen.

Begeisterter Jubel, standing ovation für ein prachtvoll gelungenes neues Werk.

Onlinemerker.com, 11.2.2024

Geglückte Uraufführung des Musical-Thrillers „Die Königinnen“ von Henry Mason und Thomas Zaufke. Die opulente Inszenierung im Musicaltheater Linz bekam Standing Ovations. ... Mason und Zaufke erreichen das Unmögliche fast mühelos: Ihnen gelingt ein unterhaltsamer, packender Krimi, angereichert mit psychologischer Tiefe, der noch dazu gesellschaftliche Mechanismen im Kampf der Geschlechter um Machtpositionen freilegt, die hochaktuell sind.

Kronen Zeitung, 12.2.2024

Die zwei Musicalmacher (Zaufke und Mason), die in Linz schon mit „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ reüssiert haben, liefern ein monumentales und durch klare, moderne Sprache dennoch nahbares Werk über das Leben zweier der berühmtesten Frauen der Weltgeschichte: Elisabeth I., protestantische Königin von England, und Maria Stuart, katholische Königin von Schottland. ... Es ist den „Königinnen“ zu wünschen, dass sie ihren Weg in die Musicalhäuser dieser Welt finden.

Die Presse, 12.2.2024

Eine in allen Facetten gelungene Uraufführung im Linzer Musiktheater ... (Librettist) Henry Mason weiß immer, was er tut. Diese Selbstsicherheit hilft beim Einstieg in die kompliziert gestrickten historischen Fakten und in ein mit Spannung geladenes Musical, dass gut drei Stunden dauert und trotz keine Sekunde zu lang ist. Sein kongenialer Partner Thomas Zaufke komponierte dazu eine Musik ... anspruchsvoll, aber nicht unnötig kompliziert und stets die ideale Begleitung zur Handlung. ... Dieses Musical verdient sich eine Reise um die Welt.

OÖN, 12.2.2024

Die enorm wandelbare, anspruchsvolle Musik von Thomas Zaufke (Orchestrierung: Markus Syperek) kann man sowieso nicht genug loben ... Nach der preisgekrönten Produktion Der Hase mit den Bernsteinaugen ist Zaufke/Mason der nächsten Coup geglückt. Wie Musical geht, das weiß man in Linz ... amazing!

Der Standard, 13.2.2024

Am Samstag feierte das Auftragswerk "Die Königinnen" seine Uraufführung und wurde vom Publikum stürmisch bejubelt. Was führte zu der fatalen Verkettung von Misstrauen, Rache und Gewalt bis hin zum Mord? Welche Menschen mögen die beiden Widersacherinnen gewesen sein und welche Parallelen gibt es zur unruhigen Gegenwart? Das sind die Leitfragen der Inszenierung (Simon Eichenberger), die einen spannend anderen Blick auf die turbulenten Geschehnisse werfen und die zutiefst menschlichen Facetten des 500 Jahre alten Konflikts herausarbeiten. Eindringlich in Szene gesetzt ist diese Deutung mit einem reduzierten, archaisch düsteren Bühnenbild (Stephan Prattes) und opulenten Kostüme (Conny Lüders).
Wie die beiden Hauptdarstellerinnen (Daniela Dett und Alexandra-Yoana Alexandrova) sängerisch wie schauspielerisch meisterhaft die Wandlungen ihrer Figuren durchleben, ist große Kunst. Begleitet werden sie dabei von einem durchwegs starken Ensemble ... Maßgeblich geprägt wird dieses Gesamtkunstwerk durch den griffig-pointierten Text (Henry Mason) und die prachtvollen und farbenreichen Kompositionen (Thomas Zaufke), die Renaissance-Motive aufgreifen und in sattem Orchestersound mit großer Bläser- und Percussionbesetzung zu einer modernen, mitreißenden, aber nie platten Tonsprache finden. "Eine Welt voller Männer, warum mordet eine Frau eine Frau?" – diese Frage eint die Königinnen ganz am Schluss. Die eine muss sterben, die andere lebt weiter, frei aber ist auch diese nicht. Es ist eine Tragik, die bis heute tief berührt. In Linz wurde sie als großer Wurf auf die Bühne gebracht.

Passauer Neue Presse, 12.2.2024

Kein zuckersüßes Märchen ... sondern ein fesselnder History-Thriller ... Die Handlung beleuchtet die komplexen Beziehungen, religiösen Wirren, Intrigen und Verrat, die das Schicksal der beiden Frauen prägten. Dass es Mason gelungen ist, das alles miteinander zu verweben, spricht für seine Qualität als Autor. ... Eine beeindruckende Uraufführung, die durch Inszenierung, mitreißende Musik und eine starke Cast die fesselnde Geschichte von Maria Stuart und Elisabeth I. auf eindrucksvolle Weise präsentiert. Ein packendes Erlebnis für Musicalbegeisterte und Geschichtsinteressierte gleichermaßen.

kulturfeder.de

Ein gleichermaßen packendes wie düsteres Historienstück gespickt mit großen, klassischen Musical-Melodien und einprägsamen Bildern, das mit jeder Facette reinstes Drama ausstrahlt – ganz als wäre Friedrich Schillers Bühnenwerk “Maria Stuart” in Linz als Musical wiedergeboren worden ... Alle Melodien (von Thomas Zaufke) gehen ins Ohr und transportieren die hochdramatische Geschichte spürbar. Ein herzzerreißender Song jagt den nächsten, sodass das Stück fast vor lauter Dramatik zu ersticken drohen würde, wenn das klug strukturierte Buch von Henry Mason nicht immer wieder für ruhige, den nächsten Spannungsmoment abfangende Intermezzi sorgen würde. Zaufke und Mason beweisen sich als hervorragendes Autorenteam, das ein auf vielen Ebenen noch deutlich eindrucksvolleres Werk als ihr Musical-Debut “Der Hase mit den Bernsteinaugen“ darstellt.

musicalzentrale.de/1

Ein beeindruckendes, musikalisches und szenisch ausgefeiltes Meisterwerk ...Wenn Geschichtsunterricht doch immer so spannend wäre!

subtext.at

Beinahe unbemerkt veröffentlichte das Landestheater Linz in den vergangenen Wochen eine Highlight-Aufnahme des Musicals „Die Königinnen“ aus der Feder von Thomas Zaufke und Henry Mason, welches in der Spielzeit 2023/24 seine Uraufführung feierte und seitdem regelmäßig für ein ausverkauftes Haus in Linz sorgt. Dabei ist so viel Bescheidenheit alles andere als angebracht: Cast und Orchester des Landestheaters katapultieren mit dieser Aufnahme die Hörer ins England des 16. Jahrhunderts und lassen sie nach einer Spielzeit von knapp 77 Minuten mit vor Staunen offenem Mund zurück (Produzent Gerald Landschützer),

musicalzentrale.de/2

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DIE SCHÖNE UND DAS BIEST

Eine neue Version von Henry Mason

Mit DIE SCHÖNE UND DAS BIEST wartet Henry Mason mit einer neuen und gleichzeitig archaischen Version des wunderbaren Kunstmärchens von Mde. Gabrielle-Suzanne de Villeneuve aus dem Jahr 1740 auf. Ganz ohne Disney-Kitsch greift Mason als Autor und als Regisseur auf alte Versionen der Geschichte zurück und räumt der verarmten Händlerfamilie, deren Schicksal mit dem des verzauberten Biests verwoben wird, dabei viel Platz ein. 

Um 1920 angesiedelt, verfolgt seine Version die drei Töchter eines Seidenhändlers, der plötzlich verarmt und gezwungen ist, dem bisherigen Luxusleben seiner Familie ein Ende zu setzen. Aufs Land verbannt, hängt die Familie trotzig dem Traum von Reichtum nach. Nur Belle, die jüngste Tochter, empfindet die neue Existenz als Befreiung. Als aber ihr Vater in einer Wintersnacht in einem Spiegelschloss Zuflucht sucht und dabei ein geheimnisvolles Biest beleidigt, muss sich Belle einem neuen Abenteuer stellen, in dem sie blutende Rosen, sprechende Pferde, verschollene Mütter und rachsüchtige alte Hexen erwarten.

Das TDJ schreibt:

"Die Schöne und das Biest" ist ein Märchen-Klassiker, der nie aus der Mode kommt und die stets aktuelle Frage nach dem Verhältnis von Sein und Schein sowie Gut und Böse stellt, aber auch die Erkenntnis in den Mittelpunkt rückt, dass man vermutlich zuerst seine eigenen Bedürfnisse begreifen muss, bevor man jenen der anderen Platz macht. Nicht zuletzt ist es eine Geschichte, die Mut macht, Vorurteile zu hinterfragen, anstatt eine vermeintliche Wahrheit als gegeben hinzunehmen.

Henry Masons neue Fassung für das Theater der Jugend, eine etwas andere Version der beliebten alten Geschichte, wird ein Theaterfest der Fantasie voll überraschender Wendungen.

Die Schöne, die ihre dunkle Seite erobert

Poetisch und vielschichtig bring Henry Mason die Geschichte von der Schönen und dem Biest auf die Bühne. Einen Prinzen und eine Hochzeit gibt es bei ihm nicht.

Wer an "Die Schöne und das Biest" denkt, hat wahrscheinlich den Disney-Film vor Augen: Um ihren Vater zu retten, begibt sich Belle in das Schloss des Biestes, erkennt als Einzige das wahre Wesen des Ungeheuers, das Biest wird dadurch von seinem Fluch befreit und verwandelt sich zurück in einen Prinzen. Das Theater der Jugend zeigt eine andere Fassung des Märchens. "Meine Fassung spielt um 1920, aber geht auf die französische Novelle von Madame de Villeneuve aus dem Jahr 1740 zurück. Ich habe Dutzende weitere Versionen des Märchens gelesen und mir die Dinge herausgezogen, die ich mag", erzählt Henry Mason, der sein Stück auch auf die Bühne bringt. Er mag Märchen, mythologische und fantastische Stoffe. "Ich wollte aber weniger Betonung auf die Ehe und die Romantik. Muss das Biest ein Prinz sein? Braucht man zum Glück ein Schloss? Da lügt man Kindern etwas vor", sagt er.

In seiner Theaterfassung verliert die Familie der Schönen bei einem Brand das Haus. Belle und ihre Schwester, die sehr an materiellen Dingen hängen, sind der Überzeugung, dass Glück mit Besitz verbunden ist. Erst im Lauf des Stücks gelingt es ihr, hinter die Fassade zu schauen, zu sehen, dass auch Unkraut blühen kann, die Schönheit der Seele zu entdecken. "Es geht um die Emanzipation von Belle. Sie muss ihre Wildheit, ihre Wut, ihre dunkle Seite erobern", so Mason. Auch im Märchen von Madame Villeneuve ist Emanzipation ein Aspekt. "Es wurde von Frauen für Frauen geschrieben. Belle wurde in ihrer Familie ausgenutzt, sie musste für alle sorgen. Bis sie lernt, sich auf die Hinterfüße zu stellen, einen Schritt nach außen zu machen."

Die weibliche Perspektive versucht Mason aufzugreifen, er gibt der Geschichte einen Nebenaspekt: Mütter fehlen oft im Märchen, die verschwundene Mutter begleitet Belle im Kopf. Die Kostüme sind an die Zeit um 1920 angelehnt, auch die Musik stammt aus der Epoche: Ragtime und Charleston verkörpern die dekadente Welt der reichen Familie, französische Volksmusik ist zu hören, und Kammermusik von Francis Poulenc steht für das Biest. Gibt es ein Happy End? "Ja, es gibt einen hoffnungsvollen Optimismus. Mehr möchte ich nicht verraten."

Moralapostel will Mason keiner sein. "Märchen funktionieren ähnlich wie ein Spiel, es findet ein Akt der Entwicklung, des Begreifens, des Durchdenkens statt. Moralisierend ist das nur, wenn es eindimensional ist. Ich versuche mehrdeutige, vielschichtige, poetische Geschichten auf die Bühne zu bringen. Und habe ein tolles Team!"

Die Presse am Sonntag, 26.05.2024

„Die Schöne und das Biest“ hat man oft gesehen, von der legendären Verfilmung des Jean Cocteau über einen Zeichentrickfilm, Realverfilmungen, Musicals. Jede Version ist ein bißchen anders, und das originale französische Volksmärchen kennt kaum jemand. Mit einer solchen Vorlage kann man mehr oder minder machen was man will, und das hat Theatermacher Henry Mason für die Aufführung des Theaters der Jugend getan. Seine Fassung des Werks ist entschieden anders als die anderen.
Er holt die Geschichte von Belle und dem „Biest“ in eine vage Gegenwart (...) Da sieht man einen modernen Geschäftsmann, der mit drei halb erwachsenen Töchtern allein ist, weil seine unternehmungslustige Gattin Blumen in aller Welt sucht. Der Papa verliert sein Vermögen und zieht mit den Töchtern von Paris aufs Land, wo er noch ein Bauernhaus besitzt. Die beiden älteren Töchter, Fleur und Florence, sind wahre Zicken und verhalten sich gegen die vernünftige junge Belle wie die bösen Schwestern gegen Aschenbrödel. (...)

Henry Mason hat als sein eigener Regisseur eine wunderhübsche Theateraufführung gezaubert, mit einer gewissermaßen „schwebenden“ Ausstattung (Bühnenbild: Rebekah Wild, Kostüme: Anna Katharina Jaritz), schwungvoll „durchchoreographiert“ und mit viel Musik stimmungsvoll bestückt. Und wenn ein Darsteller als weißes Pferd auf einem hohen Rad daherkommt, ist das Entzücken allgemein. (...)

Sieben Darsteller spielen „alle“ Rollen, nur Belle ist einzig und allein Belle, und Shirina Granmayeh macht das sehr klug und sympathisch. Jeder der anderen Interpreten hat eine zentrale Rolle – Valentin Späth als Biest, der am Ende kein Prinz ist, sondern nur ein junger Mann zum Heiraten, Stefan Rosenthal als sehr lustiges Wunderpferd, Daniel Große Boymann als geplagter Vater. Benita Martins und Violetta Zupančič als böse Schwestern (...) während Maria Fliri neben einer originellen Mutter noch ein paar undurchsichtige Figuren verkörpern muss.

Die „Moral“ von der Geschichte bezieht sich auf das Zusammenleben in Familien und unter Fremden und ebenso auf die Selbständigkeit junger Frauen in ihren Urteilen und Handlungen – was man halt schon den Kleinsten als Verhaltensmaßstäbe mitgibt. Vor allem aber ist es Theaterzauber, der hier herrscht.

Online Merker, 28.05.2024

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Shirina Granmayeh (Belle)

2023

Downwithlove_(12)

DOWN WITH LOVE. RELOADED.

Eine Midlife-Crisis von und mit Daniela Dett und Henry Mason
mit Dialogen aus William Shakespeares Komödie „Viel Lärm um nichts“
und Songs aus fast 100 Jahren Popularmusik 

Uraufführung am 14.Februar 2023 im Posthof Linz

 

mit

BEATRIX Daniela Dett | BENEDIKT Henry Mason 

DON/KEYBOARDS Daniel Große Boymann 

GUITAR Joe Doblhofer | BASS Gerald Kiesewetter | DRUMS Walter Sitz

 

„Liebe” ist für die beiden Sturschädel Benedikt und Beatrix ein Reizwort. Vor sechzehn Jahren ging nicht nur ihre Beziehung in die Brüche, sondern auch ihre Band. Jetzt spielen „Benedikt & Beatrix“ auf Anregung ihres alten Freundes und Bandleaders Don ein allerletztes Konzert. Dabei kommen Gefühle hoch, die beide längst überwunden glaubten. Vielleicht haben sie doch nicht miteinander abgeschlossen…

 

Publikumsliebling Daniela Dett und Theatermacher Henry Mason liefern sich ein komödiantisches, literarisches und musikalisches Gefecht, bei dem kein Auge trocken bleibt. Dabei unterstützt sie neben Special Guest Daniel Große Boymann ein hochkarätiges Team von Musikern und Theatermacher*innen auf und hinter der Bühne.

 

Wie schon im Ur-Programm DOWN WITH LOVE (2005) wird die Geschichte in einem unkonventionellen Format erzählt, in dem geniale Verse aus William Shakespeares Komödie „Viel Lärm um nichts“ auf schmissige Pop- und Rocksongs treffen – von den Imagine Dragons über Joni Mitchell bis hin zu Stevie Wonder.

 

REGIE Nora Dirisamer & Henry Mason 

MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Große Boymann 

CHOREOGRAFIE Hannah Moana Paul 

AUSSTATTUNG Jan Meier 

PRODUKTIONSASSISTENZ Nathan Mitterbauer

FOTOGRAFIE & SOCIAL MEDIA Klaus Huemer 

PRODUKTIONSLEITUNG Daniela Dett & Henry Mason 

 

Eine Produktion des Theatervereins Shakespeare grådaus

www.shakespearegradaus.at

in Koproduktion mit dem Posthof Linz

Nach 90 Minuten möchte man die Theater-Alleskönner Henry Mason und Daniela Dett in den Arm nehmen – berührt von ihrer Leidenschaft, ihrem komischen Talent und der Rückbesinnung auf die Kraft der Liebe. Was in anderer Konstellation vielleicht als arger Kitsch durchgewunken worden wäre, erfuhr durch das ernsthafte Handwerk dieser beiden und mit den feinen Musikern Daniel Große Boymann (Klavier/Gesang), Walter Sitz (Schlagzeug), Gerald Kiesewetter (Bass) und Joe Doblhofer (Gitarre) sinnliche Höhe.

... Mühelos keppeln sich Mason und Dett durch die Shakespeare-Zitate aus dem Kuppel- und Intrigenspaß "Viel Lärm um nichts". Die Immunität gegen alles Berührende verwandelt sich spielerisch mit enormer Musikalität im Duett ... Unter den Zugaben dieser feinen Musical-Kleinstform schwingt Eric Claptons "Change the World". Zumindest im Posthof fühlte sich die Welt zum Besseren verändert an.
Fazit: Eineinhalb rasante Stunden über das Gestatten starker Gefühle – mit federleichtem Shakespeare.

OÖN, Peter Grübmüller, 15.2.2023

Ein vergnüglicher, sehr kurzweiliger und beschwingter Musiktheater-Abend, der mit einem breiten Lächeln in die Nacht entlässt.

Die Musical-Darstellerin, Schauspielerin und Sängerin (Dett) und der erfolgreiche Theatermacher (Mason) leben in „Down with love. Reloaded“ nicht nur ihre gesanglichen und tänzerischen Qualitäten, sondern auch ihr komödiantisches Talent aus. Der verstellte Mikro-Ständer, das Kabel als Stolperfalle, das Versteckspiel hinter dem Kontrabass: Das Premierenpublikum hatte so einiges zu lachen und sparte nicht mit Jubel und großem Zwischen- und Schlussapplaus. ... Fabelhaft: Daniel Große Boymann als raffinierter Amor.

TIPS 15.2.2023

Ein Genuss! *** Ein sehr unterhaltender und origineller Abend, der auch musikalisch voll überzeugen konnte. Bravissimo an das ganze Team! *** Musikalische Leckerbissen und sehr viel für die Lachmuskulatur. *** Alle Facetten der Unterhaltung gezogen, einfach bewundernswert. *** So ein abwechslungsreicher, kurzweiliger Abend! *** Berührend, beeindruckend, bezaubernd! *** Eine großartige Shakespeare-Übertragung ... Chapeau! *** Genial! ***

PUBLIKUMSSTIMMEN

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Daniela Dett (Beatrix), Henry Mason (Benedikt) (c) Reinhard Winkler
Kt-alter

DIE KONFERENZ DER TIERE

Eine animalische Rettungsaktion für alle Erdenkinder von Henry Mason nach Erich Kästner

„Eines schönen Tages wurde es den Tieren zu dumm.“ So beginnt Erich Kästners berühmter Kinderroman „Die Konferenz der Tiere“. Denn die Tiere haben die Schnauzen und Rüssel voll und wollen nicht mehr tatenlos dabei zusehen, wie die Menschen den Planeten ruinieren – mit Kriegen. Und Revolutionen. Und Hungersnöten. Und neuen Krankheiten. Eine Konferenz nach der anderen halten die Menschen ab. Geredet wird viel, doch es ändert sich gar nichts.

 

So beschließen die Tiere, ihre eigene Konferenz abzuhalten, um die Welt zu retten – nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Menschenkinder, die schließlich für die Versäumnisse ihrer Eltern nichts können. Es wird die größte Protestaktion aller Zeiten...

 

Wie die Tiere der kurzsichtigen Menschheit ein gewagtes Ultimatum liefern und mit Witz und Resolutheit den Sieg davontragen, davon erzählt Kästners Kinderklassiker – 1949 erschienen, aber aktueller denn je.

 

In der Fassung von Henry Mason entlädt sich der Protest der Tiere mit anarchischer Spielfreude und unbändiger Theaterfantasie.

 

Eine Auftragsarbeit vom Theater des Kindes

im Rahmen des SCHÄXPIR Festivals

Henry Mason hat schon an der Wiener Staatsoper ("Fatima, oder von den mutigen Kindern"), bei den Salzburger Festspielen ("Die Komödie der Irrungen") oder am Landestheater Linz ("Der Hase mit den Bernsteinaugen") seine übergroße Begabung für subtile, fantasievolle und fantastische Inszenierungen bewiesen. Immer wieder kehrt er ans Linzer Theater des Kindes zurück, und dann spielt es Rambazamba in der Gefühlswelt von Jung und Alt. ... Was Mason und Figurenbauerin Rebekah Wild hier vollbringen, ist geniales Brückenbauen von Hirn zu Herz.

OÖ Nachrichten,16.6.2023

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Simone Neumayr, David Baldessari und Kathi Schraml (c) Kurt Hörbst