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2023

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DIE KONFERENZ DER TIERE

Eine animalische Rettungsaktion für alle Erdenkinder von Henry Mason nach Erich Kästner

 

 

„Eines schönen Tages wurde es den Tieren zu dumm.“ So beginnt Erich Kästners berühmter Kinderroman „Die Konferenz der Tiere“. Denn die Tiere haben die Schnauzen und Rüssel voll und wollen nicht mehr tatenlos dabei zusehen, wie die Menschen den Planeten ruinieren – mit Kriegen. Und Revolutionen. Und Hungersnöten. Und neuen Krankheiten. Eine Konferenz nach der anderen halten die Menschen ab. Geredet wird viel, doch es ändert sich gar nichts.

 

So beschließen die Tiere, ihre eigene Konferenz abzuhalten, um die Welt zu retten – nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Menschenkinder, die schließlich für die Versäumnisse ihrer Eltern nichts können. Es wird die größte Protestaktion aller Zeiten...

 

Wie die Tiere der kurzsichtigen Menschheit ein gewagtes Ultimatum liefern und mit Witz und Resolutheit den Sieg davontragen, davon erzählt Kästners Kinderklassiker – 1949 erschienen, aber aktueller denn je.

 

In der Fassung von Henry Mason entlädt sich der Protest der Tiere mit anarchischer Spielfreude und unbändiger Theaterfantasie.

 

mit David Baldessari, Matthias Hacker, Simone Neumayr und Kathi Schraml

Eine Auftragsarbeit vom Theater des Kindes

im Rahmen des SCHÄXPIR Festivals

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Illustration von Walter Trier aus Erich Kästners "Die Konferenz der Tiere"
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DOWN WITH LOVE. RELOADED.

Eine Midlife-Crisis Musik von und mit Daniela Dett und Henry Mason
mit Dialogen aus William Shakespeares Komödie „Viel Lärm um nichts“
und Songs aus fast 100 Jahren Popularmusik 

Uraufführung am 14.Februar 2023 im Posthof Linz, Spieltermine 15. bis 17. Februar. > Tickets!

 

mit

BEATRIX Daniela Dett | BENEDIKT Henry Mason 

DON/KEYBOARDS Daniel Große Boymann 

GUITAR Joe Doblhofer | BASS Gerald Kiesewetter | DRUMS Walter Sitz

 

„Liebe” ist für die beiden Sturschädel Benedikt und Beatrix ein Reizwort. Vor sechzehn Jahren ging nicht nur ihre Beziehung in die Brüche, sondern auch ihre Band. Jetzt spielen „Benedikt & Beatrix“ auf Anregung ihres alten Freundes und Bandleaders Don ein allerletztes Konzert. Dabei kommen Gefühle hoch, die beide längst überwunden glaubten. Vielleicht haben sie doch nicht miteinander abgeschlossen…

 

Publikumsliebling Daniela Dett und Theatermacher Henry Mason liefern sich ein komödiantisches, literarisches und musikalisches Gefecht, bei dem kein Auge trocken bleibt. Dabei unterstützt sie neben Special Guest Daniel Große Boymann ein hochkarätiges Team von Musikern und Theatermacher*innen auf und hinter der Bühne.

 

Wie schon im Ur-Programm DOWN WITH LOVE (2005) wird die Geschichte in einem unkonventionellen Format erzählt, in dem geniale Verse aus William Shakespeares Komödie „Viel Lärm um nichts“ auf schmissige Pop- und Rocksongs treffen – von den Imagine Dragons über Joni Mitchell bis hin zu Stevie Wonder.

 

REGIE Nora Dirisamer & Henry Mason 

MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Große Boymann 

CHOREOGRAFIE Hannah Moana Paul 

AUSSTATTUNG Jan Meier 

PRODUKTIONSASSISTENZ Nathan Mitterbauer

FOTOGRAFIE & SOCIAL MEDIA Klaus Huemer 

PRODUKTIONSLEITUNG Daniela Dett & Henry Mason 

 

Eine Produktion des Theatervereins Shakespeare grådaus

www.shakespearegradaus.at

in Koproduktion mit dem Posthof Linz

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Daniela Dett (Beatrix), Henry Mason (Benedikt) (c) Klaus Huemer

2022

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SCHAUKÜCHE SHAKESPEARE I: MASS FÜR MASS

Ein work-in-progress Abend kredenzt von Henry Mason & Co.

SCHAUKÜCHE I: MASS FÜR MASS

am 12. November 2023, 20h, im Posthof Linz > Tickets!

 

Schauküche Shakespeare heißt das neue Format des Regisseurs und Shakespearekenners Henry Mason, in der die Klassiker des großen englischen Dramatikers unters Messer kommen.

An jedem Abend in der Reihe wird ein eigens zusammengestelltes Mini-Ensemble von Shakespeare'schen Schauköchen - pardon: Schauspieler*innen - eines seiner Dramen frisch zubereiten und kurzweilig kredenzen. Ungezwungen und mit viel Humor destillieren Mason und Co. in diesem "work in progress" die wochenlange Reise von der Leseprobe bis zur Premiere auf einen Abend.

Werfen Sie einen Blick in den Probenkochtopf und entdecken Sie an diesem teils improvisierten, teils inszenierten Abend hautnah, wie Regisseur und Darsteller*innen einen dramatischen Text gemeinsam zum Leben erwecken. Die Schauküche garantiert: So haben Sie Shakespeare noch nie erlebt!

Die ersten beiden Abende der geplanten Serie präsentiert die Schauküche Shakespeare 2022/23 im Posthof: Eröffnet wird mit "Maß für Maß", einer überraschend modernen Komödie um Sex und Machtmissbrauch. 

Es kochen für Sie: Daniel Große Boymann, Christian Graf, Doris Hindinger, Alexander Jagsch, Soffi Povo und Regisseur Henry Mason. Bon appétit!

Eine Produktion von Shakespeare grådaus in Zusammenarbeit mit Posthof - Zeitkultur am Hafen

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Henry Mason seziert Shakespeare (c) Klaus Huemer

2021

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DA WÄCHST WAS

Ein Gartengedicht für alle ab 3 von Henry Mason

Tropf, tropf, tropf! Schmilzt da der Schnee? Juhu, der Winter ist vorbei! Gummistiefel an und ab ins Freie! Das neue Gartenjahr steht bevor, und Mama schenkt ihrem Kind einen Samen. Schnell in die Erde stecken und angießen – und jetzt? Warten!

Zum Glück wird einem dabei die Zeit nicht lang. Was es im Garten alles zu entdecken gibt! Der Kuckuck ruft, Jungpflanzen streben dem Licht entgegen – aber auch eine gefräßige Raupe lauert da, die es aufs Grünzeug abgesehen hat. Alles wächst, auch das Kind! Wenn der Sommer kommt, ist aus der Raupe ein Schmetterling geworden und aus dem Samen eine wunderschöne Blume. Doch die Liebe des Kindes kann sie nicht vor dem Verblühen bewahren, wenn der Herbst kommt. Ist die Blume für immer verloren?

Humorvoll, unbeschwert und mit viel Musik gärtnern sich Mama und Kind durchs Jahr. Um Suchen und Finden geht es da, um Verlust und Neubeginn. Denn im nächsten Frühjahr heißt es zum Glück wieder:
Da wächst doch was!

Es spielen Matthias Hacker und Katharina Schraml

Stück und Regie: Henry Mason * Ausstattung: Anna Katharina Jaritz * Musik: David Wagner * Puppenbau: Rebekah Wild 

Das liebevolle, unbeschwerte Stück (ist) ein Hit für Kids ab drei Jahren, zum Lachen und Staunen, ohne Schnickschnack. Henry Mason hat die in den vergangenen Jahren immer stärker verbreitete Unart vermieden, in einem Kindertheaterstück versteckten Sarkasmus oder weitere Ebenen einzubauen, um sich beim erwachsenen Publikum beliebt zu machen. Mason hat wirklich ein Stück für Kindergartenkinder gemacht - mit Erfolg.

Kronen Zeitung, 17.9.2021

Das Wunder des Wachstums verzaubert Klein und Groß … Ein Garten ist ein kleines Paradies auf Erden, um das Leben zu entdecken. … Die Uraufführung am vergangenen Freitag im Linzer Theater des Kindes beschenkte das junge Publikum mit vielen aufgegangenen Ideen … Mason weiß, was Kinder juchzen lässt.
Matthias Hacker lädt als kleine Entdeckergeist Adam das Publkum ein, sich mit ihm zu identifizieren. Seinen Frust - wenn etwa die Gießkanne zu schwer ist - kennt und teilt jedes Kind in irgendeiner Form. Zum schönsten Trost wird ein Samenkorn, das gehegt und gepflegt werden will. Denn: Da wächst was, und mit ihm auch die Freude, das Verantwortungsgefühl und auch die Sorge, der Spross könnte der „grüngierigen Raupe“ zum Opfer fallen …
Katharina Schraml begleitet als liebevolle Mutter ihren Sprössling durch ein Gartenjahr voller Überraschungen und Geschenken der Natur… Kräftiger Beifall als Dank für eine reiche Theaterernte.
Fazit: Ein liebevoll inszeniertes und gespieltes Stück über Wandel, Werden und Vergehen. Und eine Hommage an die Natur in digitalen Zeiten.

OÖNachrichten, 17.9.2021

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Matthias Hacker als Kind und Katharina Schraml als Mama (c) Kurt Hörbst

2020

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DIE ZAUBERFLÖTE

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart und Emanuel Schikaneder

Inszenierung: Henry Mason * Musikalische Leitung: Anja Bihlmaier * Bühne und Kostüm: Jan Meier * Puppendesign und -coaching: Rebekah Wild * Choreografie und Regiemitarbeit: Francesc Abós * Lichtdesign: Guido Petzold

 

Regisseur Henry Mason zu Mozarts und Schikaneders „Zauberflöte“

„Die Zauberflöte“ ist rätselhaft und widersprüchlich, und das ist auch ihre Qualität. Sie funktioniert am besten, wenn sie so vielfältig und so mehrdeutig sein darf wie ein Traum: bunt, anarchisch, schnell und komödiantisch, aber auch ernst, berührend, transzendent. Auch in Shakespeares Werk begegnet man genau dieser Mischung zwischen dem Hohen und dem Niedrigen, dem Heiligen und dem Profanen, dem Ernst und der Komik. 

Die „Zauberflöte“ ist ein Märchen über Hoffnung, ein Märchen für Kinder und für Erwachsene; sie ist genauso ernst gemeint, wie sie verspielt ist; sie ist politisch, psychologisch und vor allem beste theatralische Unterhaltung. Wenn sie nicht bezaubert und unterhält, ist sie nichts; aber wenn sie einen nicht tief berührt, dann hat man ihr ebenfalls keinen guten Dienst erwiesen.  

Der Rahmen für die Handlung der „Zauberflöte“ wird oft als der Konflikt zweier Welten beschrieben: der Nachtwelt der Königin und der Tagwelt von Sarastros Tempel. Im Stück gibt aber noch einen dritten Kosmos, der den beiden anderen gegenübersteht, den der unschuldigen Natur, vertreten durch die drei Knaben und durch die Zauberflöte selbst (die aus der Wurzel eines Weltenbaumes geschnitzt wurde). 

Viele Mythen erzählen davon, dass die Welt krankt oder aus dem Lot gerät, wenn die Mächtigen kranken. So ist auch die Welt in der „Zauberflöte“ eine kranke Welt, die von Pamina und Tamino geheilt werden will; denn weder die Nachtwelt der Königin noch die Tagwelt des Sarastro kann man als moralisch „sauber“ bezeichnen. Beide Welten haben Dreck am Stecken (die scheinbar aristokratische Königin und ihre Damen agieren wie Terroristinnen, der Tempel Sarastros ist eine befestigte Militäranlage von Kolonialherren, die Sklaven halten und Frauen verachten); und beide Welten begreifen sich als „die Guten“, die anderen als „die Bösen“.

Bedingt durch den Konflikt der (weiblichen) Nachtwelt und der (männlichen) Tagwelt ist der Kosmos der „Zauberflöte“ aus dem Lot geraten und in Lieblosigkeit erstarrt. Ein wesentliches Symptom dieser Lieblosigkeit ist die Gleichgültigkeit beider Lager der Natur gegenüber, die verletzt ist und nach Heilung verlangt. Und wie in „Parsifal“ (und in vielen anderen Geschichten) sind es nur die „Kinder“, die Unschuldigen, die die Welt heilen können. Hier ist es Tamino und Paminas Bündnis, das die zerstörerischen Gegensätze zu überwinden sucht. Die beiden unschuldig Liebenden werden durch diese dritte Kraft im Stück, der Welt der Natur, unterstützt, geleitet und gerettet. 

In unserer Produktion soll diese „Welt der Natur“ von Puppen dargestellt werden (entworfen und gebaut von Rebekah Wild). Das Puppenspiel ist eine uralte Form des darstellenden Spiels und hat einen eigenen Zauber, der eine tiefe, archaische Kraft besitzt. Puppenfiguren haben immer ein Eigenleben, etwas Nicht-Menschliches, oder Über-Menschliches; sie werden in dieser Inszenierung das eigentlich „Heilige“ oder „Heile“ darstellen: die Natur selbst, das größte Opfer des menschlichen Egoismus.

 

Pressetext der Volksoper Wien

Mozarts „Die Zauberflöte“ ist kollektives Kulturerbe und die meistgespielte Oper überhaupt. Sie vereint in sich Zaubermärchen und Erziehungsroman, Freimaurersymbolik und die Tradition des Wiener Vorstadttheaters aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist rätselhaft und widersprüchlich, und genau das ist ihre Qualität. An der Volksoper Wien ist Mozarts universales Werk ein Fixstern des Repertoires.

Henry Masons Neuinszenierung und die musikalische Neueinstudierung unter der Leitung von Anja Bihlmaier laden uns zu einem frischen Blick auf dieses Werk ein, das wir längst zu kennen glauben. Voll von archetypischen und ästhetischen, historisch-politischen und interkulturellen Bezügen, setzt diese Neubetrachtung die „Zauberflöte“ in aktuelle Kontexte und Diskurse. Dabei entbehrt sie jedoch nicht einer Theatersprache, die auch junges Publikum fasziniert und begeistert, denn: „Die Zauberflöte gehört zu den Stücken, die ebenso ein Kind entzücken wie den Erfahrensten der Menschen zu Tränen rühren, den Weisesten erheben können. Jeder Einzelne und jede Generation findet etwas anderes darin." (Alfred Einstein)

 

Wiener Volksoper verleiht der "Zauberflöte" Flügel
Vier kleine Blätter, die ihre hölzerne Herkunft aus dem Wald unterstreichen, verleihen der Flöte Flügel. Und die unsichtbaren Bänder zur Marionettenspielerin, die sie agil durchs Geschehen schweben lässt. Seit Samstagabend hat die Wiener Volksoper eine neue "Zauberflöte". Henry Mason schenkt dem Publikum ein übervolles Schmuckkästchen: Puppen-, Menschen- und Musiktheater nach allen Regeln der Kunst, detail- und figurenverliebt, ein Kirtag der An- und Ausdeutungen.
"Die Liebe ist's allein", wird Tamino auf dem Umschlag des Programmhefts zitiert. In vielen Interpretationen dieses bekanntesten Märchens der Operngeschichte wird die schlichte Liebesbotschaft zwischen diversen Metaebenen der symbolistischen und rätselhaften Handlung eingezwickt. Mason, der zuletzt mit seiner erstaunlichen Musicalfassung von "Der Hase mit den Bernsteinaugen" in Linz für Furore gesorgt hat, gelingt es auch aber auch hier, direkte Emotionen in einer liebevollen Vielheit von Bildern zu vermitteln: In dem Gewusel aus exotischen Tiermarionetten, lebensgroßen Puppen der drei Knaben, Löwentänzern, Königinnendoppelgängerinnen, der fliegenden Flöte und dem als charaktervolles Vintage-Kästchen herumspazierenden Glockenspiel, erzählt er auf einer vergleichsweise einfachen Drehbühne eine vergleichsweise einfache Geschichte.
Der Text ist zweckmäßig zurechtgeschneidert, der Prinz liebt die Prinzessin, Priester und Monarchen sind auch nur Menschen, Mozart ist Mozart und alles ist gut. Mit Martin Mitterrutzner als Tamino und Anna Siminska als Königin der Nacht hat man sich lohnende Debüts an die Volksoper geholt, mit Rebecca Nelsen setzte man auf die bestens bewährte Pamina des Hauses und auch mit Stefan Cerny auf den auch international reüssierenden Sarastro aus der Stammmannschaft.
Die Charaktere sind sanft modernisiert: Sarastro als leicht erschöpfter Superstar mit mühsam überspieltem Liebeskummer, Pamina nicht Unschuldslamm, sondern aufmüpfige Umworbene. Und Jakob Semotan ist als Papageno nicht bunt-quirliger Luftikus, sondern behäbiger Stammtischgenosse im schwarz-weißen Pinguinlook, was anfangs gewöhnungsbedürftig, schließlich aber vollkommen folgerichtig ist. Sein unermüdlicher Sidekick, das wandernde Glockenspiel, muss ob des expressiven, sorgfältigen Marionettenspiels gesondert gewürdigt werden.
Sorgfalt im Detail kennt auch Anja Bihlmaier, die sich im Graben um Mozart verdient macht. Die Dirigentin packt Stimmen, Instrumentalsoli und Orchesterteppich in einen runden, anschmiegsamen Klang, der niemanden zurücklässt. Und das sind viele: Mit Protagonisten, Choristen, Statisten und Puppenspielern, mit Figuren und Figürchen und dazu noch dutzenden rotschopfigen Papageno-Sprösslingen, ist die Bühne am Ende ungefähr so voll wie das im Corona-Abstand locker gefüllte Auditorium. Dort eine bunte, singende Truppe, da maskierte Einzelgänger. Eine wundersame Begegnung. Zweifellos hat diese neue "Zauberflöte" aber das Zeug, auch weit über die Coronazeit hinaus fixer Bestandteil des Repertoires am Gürtel zu sein.

apa, 18.10.2020

Die „Zauberflöte“ des in London geborenen Regisseurs Henry Mason ist in ihrer Haltung recht klar – er deutelt nicht viel herum an Logenkult und Ägyptomanie, sondern bleibt beim Märchen. An den ausgespielten Dialogen, die von feiner Klinge bis derben Schmäh alles hergeben, kennt man dem Regisseur seine Sprechtheatererfahrung an – die enge Vertrautheit mit Komödien macht sich genauso bemerkbar und bezahlt wie seine Expertise im Bereich Kinder- und Jugendtheater.
Wenn hier also Papageno vom Vogelfang singt, dann ist es gleich eine ganze Papageientaucherkolonie, die sich auf der Bühne breitmacht und über die felsige Gegend watschelt, bis der eine oder andere sein Schicksal als Geflügelkeule auf dem Teller der Königin der Nacht beendet. Geführt von sieben Puppenspielern sind die Vögel und eine beeindruckende Riesenschlange auch nur der Anfang einer ganzen Reihe von fantasievollen Figuren der neuseeländischen Puppendesignerin Rebekah Wild.
In der Ausstattung von Jan Meier spiegelt sich die bipolar angelegte Welt des Werks: Die Nachtwelt der Königin ist eine karge Felslandschaft in Blautönen, Sarastros Männerwelt ein Wüstenstaat. (...)
Nach „Der Zauberer von Oz“ und „Carousel“ ist „Die Zauberflöte“ Masons dritte Arbeit, die nun im Repertoire der Volksoper zu sehen sein wird – die Reaktionen am Premierenabend mitdeutend: mit viel Erfolg beim Publikum und trotz der vollen Länge bestens geeignet, die nächste Generation mit der großen Oper vertraut zu machen.

orf.at, 18.10.2020

Was ist die Zauberflöte? Belangloses Märchen oder gar großes Welttheater? Tiefgehend, den Geist forderndes Freimaurerdrama oder schlicht und einfach das Vorstadt-Unterhaltungstheater, das man damals von einem Schikaneder erwartete?
Für die Wiener Volksoper, wo am Samstag Mozarts "Zauberflöte" Premiere hatte, wählte Henry Mason den Weg des unterhaltenden Theaters – aber mit Tiefgang und punktgenauen Botschaften. Mason scheut sich nicht, die Dialoge weitgehend vollständig sprechen zu lassen, und legt dabei viel Wert auf Personenführung und intensive Gestaltung dessen, was das Stück ausmacht. Eben eine fantastische Geschichte, die diese Oper weit in die Romantik rückt, und verbunden damit eine überzeitliche humanistische Botschaft. Somit wird das scheinbar harmlose Märchen zum gesellschaftspolitischen Diskurs, und folgerichtig nehmen Tamino und Pamina den goldenen Sonnenkreis als Symbol der überkommenen Macht vom ohnehin zum Abdanken viel zu jungen Sarastro nicht an, sondern lassen diesen in der Schlussszene einfach dumm dastehen. Sie sind die neue Generation, die falsche Traditionen abstreifen möchte. Faszinierend auch der Einsatz der von Rebekah Wild entworfenen und mit ihrem Team grandios zum Leben erweckten Puppen, die einerseits die Tierwelt imaginieren und andererseits Zauberflöte und Zauberglöckchen zum Leben erwecken.
Auch die drei Knaben sind zunächst nur als bewegte Puppen zu erleben und werden erst beim dritten Auftritt im Wechselspiel mit den Puppen "lebendig". In Masons Inszenierung steckt viel kindliche Fantasie, aber auch viel Intelligenz, ohne dabei die Lust am Zuschauen zu unterbinden.
Musikalisch ist die Produktion sehr ordentlich, was an der temperamentvollen und zügigen Leitung von Anja Bihlmaier liegt, die aus dem Orchester der Volksoper ein feines Mozartensemble formt.
Fazit: Eine Zauberflöte, die aufgrund ihrer scheinbaren Naivität begeistert und viel an Weisheiten zu vermitteln hat.

OÖNachrichten, 19.10.2020

Menschen, Mächte, Marionetten – auf diesen Nenner lässt sich die Neuproduktion von Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ an der Volksoper bringen. Vielleicht noch ergänzt um Vögel, Fantasie und Flower-Power. Und um das Thema Klimawandel. Denn Regisseur Henry Mason hatte zu Mozarts Oper eine (Über-)Fülle an Ideen, die er im Haus am Gürtel mit Witz, Charme und Temperament präsentiert. (...) All das zeigt Mason auf der bunt-liebevollen gestalteten, sich permanent in Bewegung befindlichen Drehbühne von Jan Meier (toll auch seine originellen, detailverliebten Kostüme) mit einer unbändigen Lust an An- und Überdeutungen. (...) Jubel!

Kurier, 19.10.2020

Wiens Opernfreunde sind über diese neue „Zauberflöte“ der Volksoper glücklich. Denn die Inszenierung Henry Masons bietet ein opulentes Schauvergnügen voll tiefer Symbolik, kluger Assoziationen und Späßen. Begeisterung und viel Applaus!
Eine Opernproduktion für die ganze Familie! Manche mögen von Überfrachtung, ja einer Materialschlacht reden, aber da erscheint alles in sich stimmig. (...) Diese „Zauberflöte“ ist theatralisch und reich an schönen Märchenbildern. Jan Meiers Ausstattung auf goldschimmernder Drehbühne gibt dem Ganzen den Charakter einer großen Revue, eines Schauvergnügens für Jung und Alt.
Mason weiß, Schikaneders mitunter banales Libretto aufzupeppen (...) Vor allem stellt er Mozart und Schikaneders „Zauberflöten“-Ordnung in Frage. Er zeigt kluge Vexierbilder – Szenen in ständiger Verwandlung, die durch Puppen als Doubles einiger Figuren spielzeughaft zerbrechlich wirken –, benützt kluge Anspielungen und Metaphern. Und der Spaß – vor allem mit Papageno, den drei Damen, dem Mohren Monostatos – kommt nicht zu kurz. Viele Lacher im Publikum beweisen es. Man hat das Gefühl, Mason versucht einem Gesamtkunstwerk nahezukommen.

Kronen Zeitung, 19.10.2020

Das Verblüffendste an dieser gelungenen, weil gescheiten und zugleich poetischen Neuinszenierung durch Henry Mason ist vielleicht, dass sie trotz einer wahren Überfülle an Ideen und Vorgängen dennoch kaum je überladen wirkt. (...)
Puppendesignerin Rebekah Wild hat für große und kleine Augen wunderbare Arbeit geleistet, ihre Menagerie aber keineswegs zufällig zusammengestellt: Einige dieser Arten sind vom Aussterben bedroht. Und so wirft Mason alles Freimaurerbrimborium über Bord und erzählt die Story vom Kampf zwischen Königin und Sarastro als Parabel auf den Klimawandel mit seinen wachsenden Temperaturextremen – ohne dabei freilich jemals den belehrenden Zeigefinger zu erheben. Im Gegenteil, Elemente aus Kulturen mehrerer Kontinente wirken hier ebenso ungezwungen und schlüssig zusammen wie zugleich altmodische und futuristische Maschinen. (...)
Kein Zweifel, die Elterngeneration hat sich an der Natur schuldiggemacht: Im Polarkreis der Königin werden bedrohte Vögel verspeist, Sarastro lässt sich unter sengender Sonne als Großwildjäger mit Elefantenstoßzähnen huldigen. Schön, dass Tamino und Pamina die Bürgerkriegsszenen von Feuer- und Wasserprobe gemeinsam bestehen und dabei als Symbol der Gleichberechtigung einmal er, einmal sie die Zauberflöte spielt. Die Heilung, die sie damit erzielen, gilt der Natur: Die Wüsteneien erblühen wieder. Den verdutzten Sarastro und seine „Eingeweihten“ lässt dieses junge Paar genauso stehen wie die Königin und ihre Partei – und feiert lieber mit Papagenos Großfamilie ein vegetarisches Grillfest im Grünen. So formuliert diese bejubelte „Zauberflöte" eine Hoffnung für die Zukunft.

Die Presse, 19.10.2020

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Backstage: Jakob Semotan (Papageno), Lisa Furtner (Puppenspieler) (c) Jenni Koller
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ORPHEUS

Eine Erzählung für einen musizierenden Schauspieler von Henry Mason

Eine Auftragsarbeit für das Theater des Kindes, Linz

 

Wenn Orpheus singt, tanzen die Bäume, lauschen die wilden Tiere, glätten sich die Wogen auf dem Meer. Wenn Orpheus singt, steigen Nymphen aus den Bäumen, schlafen Höllenhunde ein, weinen sogar die Götter. Aber zu einem ist selbst der begnadete Musiker Orpheus nicht in der Lage: seine geliebte Frau Eurydike aus dem Totenreich heim zu holen.

Orpheus erzählt: von einer Höllenmission, die zum Scheitern verurteilt ist; aber auch vom Leben, von der Hoffnung und von der Kraft der Musik; denn Orpheus singt auch dann weiter, wenn man ihm den Kopf von den Schultern reißt …

Immer wieder ist dieser Urmythos unserer westlichen Tradition neu erzählt und erfunden worden, von Monteverdi und Gluck, von Rilke und Cocteau, von Philip Glass und Margaret Atwood. Henry Masons Version der Geschichte, in der sich die Live-Musik des Komponisten und Darstellers David Baldessari mit einem vielfältigen Ton-Soundtrack mischt, entführt uns in den Kopf und die Gedankenwelt von Orpheus selbst und holt einen alten griechischen Mythos in all seiner Phantastik, Spannung und Tragik ins Heute.

 

Für alle ab neun Jahren!

 

Stück, Regie und Ausstattung: Henry Mason / Spiel und Komposition: David Baldessari

 

 

Theatermacher Henry Mason inszeniert im Linzer Theater des Kindes seine Neuerzählung des griechischen Heldenmythos „Orpheus“. Die Uraufführung holte sich großen Beifall. David Baldessari ist brillant als Sohn einer Muse, der sich in Eurydike verliebt. (...)
Die Geschichte über Orpheus und Eurydike ist schon 3000 Jahre alt. Henry Mason legt den Kern der Story frei und spannt ihn ohne Übertreibung oder erzwungene Coolness in einen heutigen Rahmen. (...) Baldessari ist Erzähler mit gutem Tempo und er erlebt zugleich die Abenteuer, hingebungsvoll spielend, mitreißend in diesem Kosmos poetisch purer Gefühle! Der Funke springt rasch ins junge Publikum über. Er ist ein Held im Hier und Jetzt. Und so bangt man mit ihm mit und hält sich an der Kraft der Liebe und der Musik fest. Ein tolles Stück!

Kronen Zeitung, 25.1.2020

Fantastische Reise in die Mythologie: Henry Masons „Orpheus“ findet großen Anklang
(...) Der mythologische Stoff „Orpheus“ trifft in der Version des Texters, Regisseurs und Ausstatters Henry Mason auch zielsicher die Welt der Kinder. Trauer, Sehnsucht, Liebe und vor allem die Begegnung mit dem Tod führen auf der Bühne mit Live-Musik des Komponisten und großartigen Darstellers David Baldessari in die griechische Mythologie. (...)
Mason ... gelingt ein wunderschöner sprachlicher Duktus, in dem er für Kinder gut verständlich Probleme lösen kann und trotzdem eine griechische Geschichte erzählt. Die fünfzig Minuten sind eine spannungsgeladen erzählte und gesungene alte und doch auch neue Geschichte.

Neues Volksblatt, 25.1.2020

Henry Masons Klassikerbearbeitung "Orpheus" im Theater des Kindes: spannend, witzig, tief bewegend.
Orpheus hat lange gebraucht, um die Melodie des Lebens zu finden. Der hochbegabte Sohn des griechischen Gottes der Musik, Apoll, entdeckt sie erst in einem Menschen, Eurydike (...) Am Hochzeitstag passiert das Unfassbare: Eurydike stirbt. (...) Mit seiner Frau hat Orpheus auch sich selbst, seine Melodie, verloren. Er reist in die Unterwelt.
Das ist die Folie, vor deren Hintergrund Henry Mason in seiner Klassiker-Neufassung existenzielle Fragen des Lebens für Kinder ab neun Jahren im Theater des Kindes neu verhandelt: Liebe, Abschied, Loslassen, Neubeginn. Wer glaubt, diese Fragen seien Kindern in diesem Alter nicht zuzumuten, der irrt. Aber gewaltig. (...)
Das alles erzählt Mason mit einfachen, kraftvollen, tief berührenden Bildern. David Baldessari ist als Orpheus in Höchstform, kraftvoll, sanft, humorvoll, suchend. Er lässt keine Sekunde Langeweile aufkommen, unterstützt durch eingespielte Tonaufnahmen anderer Figuren – und seine E-Gitarre. Die Musik hat er selbst geschrieben, jede einzelne der 50 Theaterminuten ist sorgfältig durchkomponiert. So gelingt es, in Sekundenschnelle atmosphärische Räume zu schaffen und zwischen ihnen zu wechseln. Dieses Stück ist ein Erlebnis, für Kinder und Erwachsene.
Fazit: Eine kurzweilige, rasante und tiefgehende Parabel um Abschied, Loslassen und Neubeginn.

OÖNachrichten, 25.1.2020

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David Baldessari als Orpheus (c) Kurt Hörbst
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GUYS AND DOLLS

Musik und Liedtexte von Frank Loesser
Buch von Jo Swerling und Abe Burrows
Deutsche Dialoge von Henry Mason

Inszenierung: Henry Mason * Musikalische Leitung: Marcus Merkel * Bühne: Hans Kudlich * Kostüm: Daria Kornysheva * Choreografie: Francesc Abós * Licht: Guido Petzold

 

mit Christof Messner (Sky Masterson), Johanna Spantzel (Sergeant Sarah Brown), Rob Pelzer (Nathan Detroit), Bettina Mönch (Miss Adelaide), Christoph Scheeben (Nicely-Nicely-Johnson), Mathias Schlung (Benny Southstreet), John F Kutil (Big Jule) u.v.a.m.

 

> mehr zur Produktion 

 

 

Henry Masons Liebeserklärung an "Guys and Dolls"

 

Es gibt Theaterstücke, denen du als Kind begegnest, die so betörend sind, dass du dich hoffnungslos in sie verliebst. Sie werden Teil der eigenen Geschichte und verändern deine Sicht auf die Welt. Manchen dieser Stücke begegnest du nun als Erwachsener wieder – und wirst entzaubert. Was an dem verzückten Kind wie ein Rausch vorüberzog, das betrachtest du zurückgelehnt und erkennst kritisch – und ein wenig reumütig – die Schwächen und Ungereimtheiten des Werks.

 

Zum Glück gibt es ein paar Theaterstücke, in die man auch als Erwachsener verliebt bleiben kann. Ein solches ist für mich Frank Loesser und Abe Burrows‘ Musical „Guys and Dolls“. Ich hatte das Glück, Anfang der 80er Jahre Richard Eyres Produktion im Londoner West End zu erleben. Es war das erste große Musical, das ich je gesehen hatte, eine neonbunte Explosion von Komik, Tanz, Romantik und Adrenalin – da war es um mich geschehen. 

 

1950, am Höhepunkt der goldene Ära des Broadwaymusicals, entstanden, ist „Guys and Dolls“ eine der brillantesten „musical comedies“ aller Zeiten, mit glorreicher Musik und witzigen, pointierten Liedtexten. Und ich sehe das ganz objektiv. Gekonnt prallen in diesem elegant konstruierten Plot unvergessliche Gestalten aufeinander. Wer setzt aufs richtige Pferd – und bedeutet das Risiko oder Sicherheit, Glück oder Gefängnis, Himmel oder Hölle? Die Glücksspieler, Gangster und Showgirls, die das Stück bevölkern, entspringen übrigens den New Yorker Kurzgeschichten von Damon Runyon, dessen lakonischer Humor den Dialogen eine unverwechselbare Note leiht.

 

Wenn ich an „Guys and Dolls“ denke, denke ich an das furiose Ballet der Glücksspieler im Abwasserkanal unter Manhattan und ihre hinreißende, überraschende Gospelnummer bei der Gebetsstunde der Heilsarmee; an das tragikomische Lamento der von chronischem psychosomatischem Schnupfen geplagten Nachtclub-Stripperin Adelaide und an Nathan Detroit, ihrem Hochzeitsphobiker von Verlobten; an die zugeknöpfte Missionarin Sarah Brown, die herrlich beschwipst die Tanzflächen von Havana unsicher macht; an die entwaffende Liebeserklärung des hartgesottenen Glücksspielers Sky Masterson: „I’ve never been in love before, now all at once it’s you, it’s you for evermore...“ 

 

Es ist nicht schwer, sich in „Guys and Dolls“ zu verlieben. Um es mit einem Stückzitat zu sagen: „More I cannot wish you“.

Stürmisch beklatschter Broadway-Klassiker an der Grazer Oper: "Guys and Dolls" ist die Musical-Produktion dieser Saison. Aber Achtung! Mit möglichen Nebenwirkungen. Sie könnten das Haus mit einem Lächeln und Ohrwürmern wie "Luck Be A Lady" summend verlassen. (...)
„Guys and Dolls“ (...) vermag alle Trümpfe des Broadway-Klassikers mit brillanter Besetzung auszuspielen. Was an der lustvollen musikalischen Leitung von Marcus Merkel (...), der mit Respekt der Vorlage dienenden Regie (Henry Mason) und Bühne (Hans Kudlich), dem Schauerlebnis der Kostüme (Daria Kornysheva), der blutvollen Choreografie (Francesc Abos), dem klugen Lichtdesign (Guido Petzold) und der hinreißenden Besetzung liegt.
Stürmischer Applaus mit Standing Ovations nach einem köstlichen Schlussgag für eine Musical-Comedy, die man hierzulande endlich wiederentdecken darf. Buch und Musik verströmen Leichtigkeit mit Tiefgang.

Kleine Zeitung, 12./13.1.2020

Fulminante Erstaufführung in der Oper: Grazer Fans bejubeln die „Guys and Dolls“-Premiere
Das 50er-Jahre-Musical von Frank Loesser stieß auf Mega-Beifall beim Publikum.
Am Samstag wurde das wunderschön ausgestattete Musical im aktuellen 50er-Jahre-Vintage-Style an der Grazer Oper zum ersten Mal gespielt. Vom ersten Takt an konnten die Besucher spüren, dass Regisseur Henry Mason ein glühender „Guys and Dolls“-Verehrer ist. Mason, der ebenfalls mit dieser Inszenierung sein Debut an der Oper Graz beging, belässt das Musical in der Zeit seiner Entstehung. Mit schnellen Ortswechseln, authentischen Kostümen und viel Romantik bringt er den Broadway nach Graz.

Österreich, 13.1.2020

Perfekte Zeitreise in die 1950er: Henry Mason zeigt eine perfekt gemachte Musical-Produktion. Da stimmt das Tempo, da knallen die Dialoge, und die Tanzszenen (Choreograf Francesc Abós hat sich viel einfallen lassen) reißen einen förmlich vom Hocker. Von den sympathischen und stimmlich überzeugenden Darstellern ganz abgesehen.

Kronen Zeitung, 13.1.2020

Dem Opernhaus in Graz gelingt es immer wieder, hochwertige Musicalinszenierungen zu produzieren. "Guys and Dolls" ist so ein Fall. Ein Abend, den man so bald nicht vergessen wird. Henry Mason führt eine umsichtige, präzise Regie und kann mit Schauspielern gut arbeiten, jedenfalls große Spielfreude initiieren. (...) Besonders beeindruckend ist die dynamische, facettenreiche Choreographie von Francesc Abós. (...) Ein sehr vergnüglicher, amüsanter Abend.

Kurier, 21.1.2020

Guys and Dolls, in Graz mit englischen Songs und Dialogen in deutscher Sprache aufgeführt, gilt allgemein als Muster- und Meisterstück des amerikanischen Musicals alten Stils der 50-er Jahre, braucht aber, anders als etwa der Klassiker Kiss me Kate, keine Aktualisierungskniffe, um heute noch so wirkungsmächtig zu sein wie zur Entstehungszeit. Die in Hans Kudlichs Bühne konzentriert eingefangene Atmosphäre im New York der schrägen 50er Jahre (...) wird von Regisseur Henry Mason in rasanten Szenenwechseln und mit einem starken Sinn für die liebevolle Zeichnung der Hauptpersonen mit pulsierendem Leben erfüllt. (...)
Das gesamte Ensemble – Sänger, Chor, Ballett und Statisterie – zeigt sich höchst motiviert, perfekt vorbereitet und blendend gelaunt. (...) Die Grazer Philharmoniker unter der musikalischen Leitung von Marcus Merkel erweisen sich als ein gewandtes und im Cross-over äußerst versiertes Orchester. Sie spielen fein à la carte. Und diesmal steht eben nicht Oper oder Operette auf dem Speiseplan, sondern Musical. Und was da geboten wird, schmeckt in der Tat vorzüglich. Einhellige stehende Ovationen. Von Gourmets ebenso wie von Gourmands. – Guys and Dolls: Das wird ein Renner.

Onlinemerker, 12.1.2020

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Johanna Spantzel (Sarah Brown) und Ensemble (c) Werner Kmetitsch

2019

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DER HASE MIT DEN BERNSTEINAUGEN

Musical nach dem gleichnamigen Buch von Edmund de Waal
Buch und Liedtexte von Henry Mason
Musik von Thomas Zaufke

Mason und Zaufkes Musical von Edmund de Waals Bestseller „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ gewann 2019 beim Deutschen Musical Preis in vier Kategorien: Beste Liedtexte (Henry Mason), Beste Komposition (Thomas Zaufke), Beste Orchestrierung (Markus Syperek) und Bestes Musical!

 

Mehr Produktionsfoto von Reinhard Winkler gibt's hier und eine Nachlese zur Uraufführung hier!

 

Edmund de Waal erzählt in seinem Bestseller „Der Hase mit den Bernsteinaugen“, 2010 erschienen, die Geschichte seiner Vorfahren, der jüdischen Familie Ephrussi, der viele Bankiers und Kunstmäzene entstammten. Zum schillernden Ausgangspunkt wird dabei eine Sammlung von Netsuke, japanische Miniaturschnitzereien, die das einzige sind, was von der umfassenden Kunstsammlung der Familie nach der "Arisierung" des Eigentums geblieben ist. Mit den Netsuke begibt er sich zu den Orten der Familie, reist nach Odessa, nach Tokio, taucht ein in das Paris der Belle Époque und in das Wien der Wende zum 20. Jahrhundert. Es ist die bewegende Geschichte einer einzigartigen Kunstsammlung, zugleich eine fast zwei Jahrhunderte umfassende Chronik eines gigantischen Aufstiegs und tragischen Niedergangs, eine Geschichte über die Kunst des Impressionismus, den Antisemitismus, über Besitz und Verlust, über das Leben der Dinge und die Fortdauer der Erinnerung. 

Henry Mason hat die wichtigsten und bewegendsten Stationen dieser umfassenden Spurensuche zu einem Libretto verdichtet. Er stellt dabei das Tokio von 1950, das Wien von 1930, das London von 2009 und das Paris von 1880 nebeneinander und lässt somit Angehörige der Familie Ephrussi über Jahrzehnte hinweg miteinander in Dialog treten.

Thomas Zaufke schrieb eine vielfarbige Partitur in einem zeitgenössischen Musicalstil, berücksichtigt dabei durch dezent eingeflochtene musikalische Referenzen aber auch das große zeitliche und örtliche Spektrum der Geschichte. Es finden sich in der Partitur somit Anklänge an russisch-jüdische Folkore, französischen Impressionismus, Musik des Wiener Fin de Siècle aber auch Foxtrott, Charleston und vieles mehr.

 

Eine Auftragsarbeit für das Landestheater Linz 

 

Inszenierung: Henry Mason * Choreografie: Francesc Abós * Ausstattung: Jan Meier * Dramaturgie: Arne Beeker

mit Christian Fröhlich,  Riccardo Greco, Hanna Kastner, Carsten Lepper, Wei-Ken Liao, Anais Lueken, William Mason, Christof Messner, Myrthes Monteiro, Gernot Romic, Ariana Schirasi-Fard, Lynsey Thurgar u.a.m.

Der letzte Ton war noch nicht ganz verklungen, schon erhob sich das gerührte Publikum zu Standing Ovations und riesigem Jubel.

OÖ. Volksblatt

Henry Mason, der den Weltbestseller "Der Hase mit den Bernsteinaugen" dramatisierte und Regie führte, ist ein Meister des Geschichtenerzählens und hat hundert kleine Kniffe parat, wenn es darum geht, zwischen Zeiten, Orten und Generationen zu wechseln. … Thomas Zaufke schuf die fantastische Musik zum Stück, mit flotten Ohrwürmern. … Edmund de Waal hat eine große Geschichte geerbt, die am Landestheater klug und gefühlvoll verpackt wurde. Unbedingt hingehen!

Kronen Zeitung

Es fühlt sich auch am Tag nach der Uraufführung alles noch gut an. Da kommen wieder die Emotionen hoch, als nach dem letzten Vorhang der Autor Edmund de Waal auf die Bühne des Linzer Schauspielhauses geholt wird und Rotz und Wasser flennt, weil ihm die Musical-Version seines Bestsellerromans "Der Hase mit den Bernsteinaugen" sein eigenes (Familien-)Leben so klar, so deutlich und so mitreißend vor Augen geführt hat. … Dass der Stoff auf Theaterbrettern funktioniert, ist das Verdienst von Henry Mason. Seine Detailliebe, Empathie und Unkompliziertheit haben zu diesem vielbejubelten und künstlerisch hochwertigen Musicalwurf verholfen. … Fazit: Ein Musical-Abend fürs Feinstoffliche. Mit viel Herzblut und Liebe inszeniert, komponiert und schauspielerisch dargereicht.

„Es ist eine außergewöhnliche Erfahrung, das Leben meiner Familie vorgespielt zu bekommen. Ich habe die ganze Lebensgeschichte noch einmal erlebt. Ich bin sehr stolz auf diese Menschen hier, die diesen Mut gehabt haben und das Risiko eingegangen sind. Diese Produktion soll unbedingt auch in Wien, Paris, New York gezeigt werden. Ich bin sehr glücklich.“
Edmund de Waal im Gespräch mit Helmut Atteneder

OÖNachrichten

Edmund de Waal, Autor des Weltbestsellers "Der Hase mit den Bernsteinaugen" (2011), war Samstag sichtlich beglückt. Die Besucher des im Linzer Schauspielhaus uraufführten Musicals waren es auch – und konnten es sein. Denn das Auftragswerk des Landestheaters Linz überzeugt … vor allem durch eine großartige Ensemble-Leistung. Ideenreich und inspiriert: die Regie von Henry Mason.

Kurier

Große Melodien, große Geschichte, große Emotionen: „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ beeindruckt.
Ein Weltbestseller erobert die Musicalbühne: Mit eingängigen Melodien, viel Witz, ein Wechselbad der Gefühle, eine große Geschichte verständlich auf die Bühne gebraucht: Den Machern Henry Mason und Thomas Zaufke ist ein kleines Meisterwerk gelungen (...)
Ist der erste Teil des Musicals noch ein spritziges, mit viel Wortwitz gespicktes, fast leichtes Musical-Stück, ist es gerade der zweite Teil von „Der Hase mit den Bernsteinaugen“, der bleibenden Eindruck hinterlässt und teils den Hals zuschnürt. In sich stimmig, tief emotional und mit Melodien, die auch lange nach Ende gesummt werden wollen. Standing Ovations sowohl bei Preview als auch Premiere. Unbedingt empfehlenswert!

TIPS

Sensationeller Erfolg für das Linzer Landestheater: Seine Musicalproduktion „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ ist beim Deutschen Musical-Preis am Montagabend im Rahmen einer Gala in Schmidts Tivoli in Hamburg als bestes deutschsprachiges Musical ausgezeichnet worden. Es konnte die Jury zudem mit der besten Komposition (Thomas Zaufke), den besten Liedtexten (Autor und Regisseur Henry Mason) und dem besten musikalischen Arrangement (Markus Syperek) überzeugen. Die Produktion, die heuer im April am Landestheater uraufgeführt wurde, konnte ihre fünf Nominierungen somit in vier Preise verwandeln ... Insgesamt wurden Preise in 14 Kategorien vergeben. Das prämierte Musical basiert auf dem gleichnamigen Buch von Edmund de Waal und dreht sich um die Geschichte seiner jüdischen Wiener Familie.

Seit 2014 wird der Deutsche Musical Theater Preis im deutschsprachigen Raum vergeben und erstmals wurde mit Linz ein Theater zum zweiten Mal in der Kategorie „Bestes Musical“ ausgezeichnet: Bereits 2017 war nämlich die Linzer Uraufführung „In 80 Tagen um die Welt“ mit sechs Auszeichnungen der große Gewinner.

„Wir sind voller Freude über die Preise und Resonanz, die auch unsere zweite Musical-Uraufführung ,Der Hase mit den Bernsteinaugen' hervorgerufen hat. Ein Beweis und Ansporn für uns, am Landestheater auch weiterhin das Genre Musical in all seinen Facetten und auf höchstem Niveau dem Publikum zu präsentieren“, so Musicalchef Matthias Davids in einer ersten Stellungnahme.

OÖNachrichten, 8.10.2019

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Edmund (Christof Messner), Alter Iggie (Klaus Brantzen) (c) Reinhard Winkler

2018

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JANNIK UND DER SONNENDIEB

Ein Wintermärchen von Henry Mason für alle ab 6 Jahren

Ein Stückauftrag für das Stadttheater Klagenfurt 2018/19

 

mit Sophie Bartels, Matthias Krispin Bucher, Joe Ellers, Doris Hindinger, Alexander Jagsch, Daniel Jeroma, Heike Kretschmer und Markus Weitschacher

 

Bühne von Vinzenz Gertler * Kostüme von Anna Katharina Jaritz * Musik von Matthias Krispin Bucher

 

 

Tief im Norden liegt im Schatten der Zitterberge Janniks kleines Dorf. Dort feiern die Menschen am kürzesten Tag des Jahres das Fest der Langen Nacht, mit Glühwein, Tanz und Gesang. Heuer soll Jannik, der jüngste im Dorf, die Jahreskerze anzünden, die die Sonne heimruft und dem Frühling den Weg bereitet.

 

Aber da geschieht etwas Verheerendes. Das Ritual geht schief: Jannik schafft es nicht, die Jahreskerze anzuzünden. Denn ein geheimnisvoller Dieb hat die Sonne an sich gerissen und ist mit ihr in die Dunkelheit der Arktis geflüchtet. Der Jahreskreislauf ist unterbrochen: Alle Uhren bleiben stehen und keine Feuer wärmt mehr. Angst und Verzweiflung machen sich breit. 

 

Jannik, der sich für das Unglück verantwortlich fühlt, flüchtet aus dem Dorf und macht sich in Begleitung der temperamentvollen Polarfüchsin Ainuska auf die Suche nach dem Sonnendieb. Eine Spur goldener Tränen führt die beiden in den hohen Norden, wo ihnen die seltsamsten Gestalten begegnen: die mächtige Kälte, der überdrehte Hunger, das schillernde Nordlicht – und die dummen, gefährlichen Trolle, die am Trollpass ihr Unwesen treiben. 

 

Schließlich kämpfen sich Jannik und Ainuska vor in den Kerker des Nachtpalastes, wo sie hoffen, die Sonne zu finden, ohne die nicht nur Janniks Dorf, sondern die ganze Welt erfrieren muss...

 

Was es mit dem rätselhaften Sonnendieb auf sich hat, wie Jannik die Sonne rettet und alle im Land der Kalten Steppe vor dem ewigen Winter bewahrt, davon erzählt Henry Masons neues Stück, ein etwas anderes Weihnachtsmärchen, das an alte Mythen von der Wintersonnenwende erinnert. Gespickt mit reichlich Poesie, Humor und Musik ist diese spannende, urtümliche Geschichte über die Wiederkehr des Lichtes ein Fest für die ganze Familie – nicht nur für die Kleinen.

 

Mit Henry Masons Wintermärchen ist dem Stadttheater Klagenfurt ein reizender Einstieg in die Weihnachtszeit gelungen. Das liegt natürlich an der Geschichte, welche verdeutlicht, das auch die finsterste Nacht nicht ewig währt; aber auch die Protagonisten überzeugen mit Versiertheit und Spielfreude. Das Bühnenbild (Vinzenz Gertler), die folkloristischen Kostüme (Anna Katharina Jaritz) und der geschickte Einsatz von Licht befflügelten die Fantasie von Groß und Klein. Mathias Krispin Bucher sorgte mit einer Vielzahl von Instrumenten (vom Akkordeo über den Kontrabass bis hin zur Trommel) für den letzten Schliff. Am Ende war der Saal von einer vorweihnachtlichen Stimmung erfüllt.

Kleine Zeitung

Man nehme Liebe, Hoffnung, Freundschaft und gebe dazu viel Glimmer und Kunstschnee, eine anmutige Polarfüchsin, Trolle sowie die Sterne am Himmel: Was herauskommt, ist „Jannik und der Sonnendieb“, ein bezauberndes Theaterstück für alle ab sechs Jahren, das wohl noch über Weihnachten hinaus leuchten wird.
Jannik (junger Held mit festem Auftritt: Josef Ellers) kann es nicht fassen: Als er in seinem Dorf im Kreis seiner Lieben zur Langen Nacht der Wintersonnenwende die Winterkerze anzünden soll, klappt es nicht – alles Licht ist verschwunden. Ein Dieb hatte die Sonne entführt. Mit Hilfe von Füchsin Ainuska (Sophie Bartels erweckt die sofort zum Kinderliebling avancierte Puppe auf der Bühne zu echtem Leben) folgt Jannik den Sonnentränen bis zum Nachtpalast, wo sich neben der eitlen Illuminiertheit (charismatischer Glitzerfürst Alexander Jagsch) auch Trollvolk (großartig wandlungsfähig Doris Hindinger) und Befindlichkeiten wie Hunger und Kälte einstellen. Nur gemeinsam gelingt es, die Sonne zu befreien und der Welt das Licht zurückzubringen, musikalisch alles feinst untermalt von Mathias Krispin Bucher. Wenn strahlende Kinderaugen ein Erfolgsbarometer sind, dann wird das Auftragswerk des Stadttheaters Klagenfurt einer.

Kronen Zeitung

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Jannik (Joe Ellers), die Kälte (Doris Hindinger) (c) Arnold Pöschl
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CAROUSEL

Musical von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II
Deutsch von Henry Mason

Fußballfans kennen ihn in- und auswendig – den Song „You'll Never Walk Alone“. Seit über 50 Jahren gilt die Nummer in der Interpretation der britischen Popband „Gerry & the Pacemakers“ als die ultimative Fußballhymne. Dabei wissen wahrscheinlich nur die wenigsten, dass das Lied eigentlich von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II – den erfolgreichsten Musical-Autoren der 40er und 50er Jahre stammt und für das Musical "Carousel" entstand. Am 19. April 1945 wurde es am Broadway uraufgeführt und über zwei Jahre vor vollem Haus gespielt. Die tragische Liebesgeschichte von Billy Bigelow und Julie Jordan basiert auf Molnárs Bühnenstück „Liliom“.

1972 holte Marcel Prawy „Carousel“ an die Volksoper Wien, 46 Jahre später setzt Regisseur Henry Mason den Klassiker in seiner eigenen Übersetzung gemeinsam mit seinem Ausstatter Jan Meier in Szene. Das Regieduo hat an der Volksoper bereits 2014 die Erfolgsproduktion„Der Zauberer von Oz“ erarbeitet und trifft nun erstmals auf Musicalspezialisten Joseph R. Olefirowicz am Pult des Volksopernorchesters. In der Titelpartie gibt Daniel Schmutzhard als Karussell-Ausrufer Billy Bigelow sein Musicaldebüt, Mara Mastalir singt seine Julie. Premiere am 17. März 2018, Folgevorstellungen bis 22.April.

(Werbetext Volksoper Wien)

Eines muss man der Wiener Volksoper lassen. Unter der Direktion von Robert Meyer hat sich das Haus am Gürtel in den vergangenen Jahren eine absolute Kompetenz in Sachen klassisches Musical erarbeitet. Eine szenische wie musikalische Souveränität, die auch bei dem Broadway-Hit „Carousel“ von Richard Rodgers (Musik) und Oscar Hammerstein II (Buch) zum Tragen kommt.
Denn es ist alles andere als einfach, dieses auf Ferenc Molnárs „Liliom“ basierende Werk auf die Bühne zu bringen. Regisseur Henry Mason – er ist auch für die gute, deutschsprachige Fassung verantwortlich – und seinem Team gelingt das aber über weite Strecken sehr zwingend. In der geschmackvollen Ausstattung von Jan Meier (es gibt etwa ein Karrussell, Meereslandschaften oder einen Sternenhimmel) kann sich die Geschichte ... gut entfalten ... Insgesamt eine kluge Umsetzung, die auch dank der Choreografie (Fransesc Abós) sehr stimmig ist. ... Bleibt nur zu hoffen, dass sich dieses Karussell noch lange dreht.

Kurier, 19.3.2018

Als Marcel Prawy das Musical 1972 als deutschsprachige Erstaufführung an der Volksoper herausbrachte, war’s eine Pleite. Umso mehr überrascht Henry Masons überaus erfolgreiche Produktion. Seine Inszenierung ist klarlinig, schlicht, unterhaltsam. Liebenswert. Harm-, aber nicht charmelos.

Kronen Zeitung, 19.3.2018

Glänzende Volksopern-Premiere von "Carousel" in der Inszenierung von Henry Mason

Die deutschsprachige Erstaufführung von Rogers & Hammersteins Musical "Carousel" an der Wiener Volksoper war 1972 ein veritabler Flop, obwohl dieses Stück nach Ferenc Molnárs Vorstadtlegende "Liliom" am Broadway und in London höchst erfolgreich war. Am Samstag war wiederum Premiere, diesmal in der Inszenierung von Henry Mason, die alles andere als ein Flop war. Ganz im Gegenteil, die Volksoper erzielte einen glänzenden Premierenerfolg.
"Carousel" ist das zweite Musical des Broadway-Dreamteams der 40er- und 50er-Jahre und stellte selbst diese absoluten Theaterprofis vor große Herausforderungen. Denn "Liliom" ist kein einfaches Stück, sondern höchst vielschichtig, was sich auch an den musikdramaturgischen Mitteln zeigt. So gibt es große Arien genauso wie pantomimische Ballettszenen und den üblichen Vaudeville-Klamauk. Eigentlich ein wüstes Konglomerat, für das es eine geschickte Hand braucht, das zusammenzuhalten.
Das ist Henry Mason in der prachtvollen Ausstattung von Jan Meier und mit der hinreißenden Choreografie von Francesc Abós mehr als nur gelungen. Mason hat gar nicht versucht, die Geschichte in die heutige Zeit zu verlegen, obwohl es massenhaft Bezüge gibt, sondern lässt sie im leicht verstaubten Mief der 40er-Jahre. ... Henry Mason hat hier ganze Arbeit geleistet, und ein Stück ohne sichtbare Aktualisierung für das Heute greifbar werden lassen, ohne dabei auf Sentiment und Unterhaltung zu verzichten. ... Ein fulminant langer, aber auch ebenso unterhaltsamer Abend. Sechs von sechs Sternen.

OÖ Nachrichten, 19.3.2018

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Daniel Schmutzhardt (Billy) (c) Barbara Pálffy