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2005

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VERLORENE LIEBESMÜH

von William Shakespeare
mit Musik von Claudio Monteverdi und Henry Purcell
in einer Fassung von Henry Mason

Musikalische Leitung und Einrichtung: William Mason

Choreographie: Christoph Schmid

Bühne: Michaela Mandel

Kostüm: Martina Küster

 

Hochsommer, irgendwo in Südfrankreich. Angeödet von Exzess und Völlerei leisten der König von Navarra und seine Lords einen originellen Eid: drei Jahre Studium und Askese. Das Entscheidende aber: Frauen verboten. Wie dumm, dass ihnen die drohende Ankunft der Prinzessin von Frankreich mit ihren schlagfertigen Ladies entfallen ist. Man verliebt sich eben nur, wenn es einem überhaupt nicht in den Kram passt. Die Komödie ist eröffnet. Sarkastische Wortgefechte. Verbotene Aktivitäten hinter Lavendelhecken. Und wer hat die Russen eingeladen?

Mit dem wirklichen Leben rechnet da nun wirklich keiner.

 

Opera da Camera Linz kombiniert zum zehnjährigen Wilheringer Jubiläum Schauspiel, Tanz und Musiktheater zu einer sprühenden Komödie der menschlichen Eitelkeiten. Ein Sommertheatererlebnis mit sinnlichen Madrigalen von Monteverdi, perlenden Purcell-Melodien und einem fulminanten jungen Sänger– und Schauspielerteam. William Shakespeares „Verlorene Liebesmüh” als einzigartiges Fest von Wortwitz und Barockmusik - für Schauspiel- und Opernfans.

„Verlorene Liebesmüh“, ein feuerwerksartig prasselndes Shakespeare-Lustspiel, wurde von Henry und William Mason so zurechtgeschneidert, dass es – versehen mit dreißig hauptsächlich von Monteverdi und Purcell stammenden Musiknummern – zu einem exzellenten Singspiel mutierte. Zum 10-Jahres-Jubiläum in Wilhering machte die Opera da Camera sich und ihrem Publikum ein glänzendes Geschenk. Das in Schauspiel, Tanz, vor allem aber in höchstqualifizierter Singkunst fundierte Bühnenensemble agierte hinreißend. Dazu kommt der Ideenreichtum der Regie (Henry Mason) ... Bemerkenswert ist neben vielem anderen auch das rabenschwarze Finale des ansonsten von Witz, gehobener Blödelei und Verwechslungsakrobatik geprägten Stückes: Durch einen plötzlichen Todesfall ist „Schluss mit lustig“. Die Paare legen sich eine Bewährungsfrist auf und verschieben das Happy End auf später. Viel Begeisterung in der Wilheringer Stiftsscheune!

Neue Kronen Zeitung, 25.8.2005

Überaus gelungen ist jene Fassung der Shakespeare-Komödie „Verlorene Liebesmüh“, die von der „Opera da Camera Linz“ derzeit im Meierhof von Wilhering aufgeführt wird ... Regisseur Henry Mason hat eine schwungvolle, dem heutigen Sprachgebrauch angepasste und geschickt gekürzte Fassung erstellt. Aus den Sprachspielereien entwickelt er auf der gelungenen Bühne Michaela Mandels ein virtuoses Spiel in rasantem Tempo ... beißend ironisch. Einzige Ruhepunkte ergeben sich durch geschickte Interpolation mit Musik aus der Zeit. So finden Monteverdis Liebeswehklagen aus dem 8.Madrigalbuch genauso wie Auszüge aus Purcells Schauspielmusik immer wieder die richtigen Worte und treffen punktgenau. ... Es gab viel zu lachen und dementsprechend viel Applaus.

Oberösterreichische Nachrichten, 25.8.2005

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L'INCORONAZIONE DI POPPEA

Oper von Claudio Monteverdi

Musikalische Leitung: Christian Curnyn

Bühne und Kostüm: Roy Bell

Monteverdi's happily profane 1642 work has more to say about motivation than most of the over-emotional 19th century, and if its cynical realism hands all power to sexual enchantment, it is also the most forgiving of pieces: the unalloyed triumph of love joyfully contributes to the victory,
The students of the RSAMD have huge fun with this anti-morality tale, and Henry Mason’s production gets you rooting for its monstrous heroes. The gold-digger Poppea ensnares the psycho Nero at considerable human cost...
Mason sets the action in a Footballers’ Wives hotel, and Poppea is so modern that it never jars. Roy Bell’s clever sets rotate to shows us action inside and outside the rooms. Scenes overlap with cinematic irony: Seneca slits his wrists in the bath later caustically used for the fruition of Poppea and Nero’s love, and the next second Ottavia’s PA and a chambermaid are in an erotic frenzy.
Then, in a terrific directorial conceit, Nero and Lucan, egged on by Amor, are celebrating in the most intimate way imaginable – before the music miraculously melts. Porn shades into erotic magic, as Nero watches a dirty video of his true love, Poppea.
The pacy direction is as much musical as dramatic, with Christian Curnyn leading three strings and continuo from the harpsichord, which he played fabulously well, every curlicue pregnant with meaning. [The young cast] were impressive in an evening of heady sexiness that turned us all into simmering voluptuaries.

The Times Online

The driving force of "Poppea" - as the RSAMD's new production last night inexorably recognised - is sex. This is a notably terse, direct, close-up staging of Monteverdi's exploration of mankind's amorous follies. Selfishness and cruelty, jealousy and obsession, destruction and self-destruction, passion and greed jostle for primacy amid the constantly revolving decor, which transforms ancient Rome into the bedrooms, doorways, corridors and artwork of a modern hotel ... a witty device, resourcefully sustained... a great, heartless, vicious amoral human comedy.

Glasgow Herald

"Poppea" was a brilliant production. The modern setting worked effectively and offered no gross offence to the plot or sense of period. The Morality framework, with Fortune, Virtue and Love as occasionally participating observers, is outside time anyway, and the cynically unfolding tale of political power at the disposal of private passion fits, no doubt, yesterday, today and for ever. Certainly the coronation itself seen as a photo-opportunity for pop-star royalty and their bathing together in the late Seneca's bath was in all-too-credible bad taste.

Opera Now

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DER GROSSE ROSENGARTENSCHWINDEL

Ein Take-Over-Märchen von Walter Kohl

Bühne, Kostüm und Video: Eva Sobieszek

Das moderne Märchen "Der große Rosengarten-Schwindel" des oö. Autors Walter Kohl wurde am Donnerstag im Linzer Theater Phönix uraufgeführt: ein mit Witz und Ironie inszeniertes Lustspiel mit Belustigungsgarantie.
In den kurzweiligen eineinhalb Stunden ist offensichtlich, dass da ein höchst ambitioniertes Team am Werken ist, bei dem das kreative Sprudeln nicht versiegen wollte. So wurde aus diesem gescheiten, von der Aufmachung her vergangenen Zeiten angehörenden, dem Inhalt nach aber zeitgemäßen Stück das Allerbeste gemacht. Regisseur Henry Mason schöpft aus seinem üppig quellenden Ideenfundus, schaut auch auf die nebensächlichste Kleinigkeit. Er weiß genau, was Spaß bedeutet und wo dabei die millimeterdünne Grenze liegt zur Outrage. Er verfügt über viel Gespür für Slapstickartige Situationskomik, für Schwarzhumoriges ebenso wie für feine Ironie. Er hat mit spürbarer Lust ein belustigendes Lustspiel in Szene gesetzt.

Oberösterreichische Nachrichten, 22.1.2005

Überzeugend: "Der große Rosengarten Schwindel" im Phönix
Walter Kohl hat in seinem "Take-over- Märchen" "Der große Rosengarten Schwindel" gekonnt die Spielchen und hohlen Floskeln heutiger Global Player und ihrer emsigen Nachahmer ins Märchenhafte überhöht - und das Phönix -Team konnte mit der Uraufführung am Donnerstag einen Volltreffer landen. Kohls Stück ist ebenso am Puls der Zeit wie die auch atmosphärisch beeindruckende Umsetzung durch Henry Mason (Regie), Eva Sobieszek (Ausstattung/Video) und Choreografin Marina Koraiman (die die unterschwelligen Beziehungen der Figuren in einer furiosen Tanzszene bloßlegt). Eine rundum geglückte Symbiose - auch mit dem Darstellerteam. Das Uraufführungspublikum zeigte seine Zustimmung deutlich.

Neues Volksblatt, 22.1.2005

Von Machtgier, Größenwahn und Börsenspekulation handelt Walter Kohls Märchen "Der Rosengartenschwindel". Regisseur Henry Mason stellte das brandaktuelle Stück des Eidenberger Autors auf die Linzer Phönix-Bühne: Kurzweiligkeit, Humor, eine Liebesgeschichte und aufklärerische Erlebnisse reichen sich die Hand. Mason verfolgt mit seiner Regie einen schlüssigen Rhythmus, den er aus Dynamik, aber auch stilleren Momenten zu einem großen Tanz verknüpft. Und Marina Koraimans Choreografie verstärkt diese Grundidee wunderbar.

Neue Kronen Zeitung, 22.1.2005

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Eckart Schönbeck (Der Großwesir), Stefan Laczkovics (Laurin, der Zwergenkönig) © Christian Herzenberger

2004

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DIE INSEL

von Henry Mason
nach Motiven aus Shakespeares Romanzen

Eine Auftragsarbeit des Theater des Kindes
für SCHÄXPIR 2004 Internationales Theaterfestival für junge Publikum

 

Bühne und Kostüm: Jan Meier

Musik: Alfred Lauss

Von einer, die auszog, das Zaubern zu lernen
Wie aktuell Shakespeares «Sturm» sein kann, zeigt das Theater Bilitz Weinfelden in seinem neuen Stück «Die Insel». Raffiniert setzt es Henry Masons moderne Fassung um – das ist pure Poesie.
Abenteuer finden im Kopf statt. Das wissen Autoren, die Bücher oder Stücke für Kinder schreiben. Abenteuer sind aus Bildern und Tönen und Farben, sind wie Ausmalhefte, die jedes Kind auf seine Weise füllt. Henry Mason stellt solche Ausmalbücher auf die Bühne, und gern nimmt er Shakespeare als Vorbild, weil in Shakespeares Märchen all die Gefühle sind, die Kinder kennen.
Das Theater Bilitz hat für seine neue Produktion «Die Insel» gewählt, eines von Masons Ausmalbüchern. Und hat es als pure Poesie umgesetzt – so, dass an der Premiere nicht nur die Kinder «ah» und «oh» machten. Leuchtende Augen im ganzen Saal. ... Agnes Caduff, Roland Lötscher und Sonia Diaz reihen Bild um Bild auf eine Perlenschnur: Alles ist ineinander verwoben und bleibt doch klar erkennbar. Herrlich zuzusehen, wie die drei Spieler sich flugs von einer Figur in die nächste verwandeln, wie sie dies betonen und jenes in der Schwebe lassen. ...
Das Publikum klatscht und jubelt und jemand sagt: «Ich habe noch nie so gutes Kindertheater gesehen.» Alle Gefühle sind da: Trennung und Trauer, Verlorenheit, Schmerz und Sehnsucht. Und nirgends ein Zeigefinger.

St Galler Tagblatt, 20.2.2018

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Simone Neumayr (Caliban), Thomas Schächl (Leon)
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DIE FEUERROTE FRIEDERIKE

Kinderoper von Elisabeth Naske und Theresita Colloredo
nach dem Roman von Christine Nöstlinger

Musikalische Leitung: Rainer Roos

Bühne: Michaela Mandel

Kostüm: Jan Meier

Die Volksoper hat mit Elisabeth Naskes Singspiel einen Volltreffer gelandet. So einfach kann gute Kinderoper sein: Man nehme eine bekannte Vorlage (Christine Nöstlingers Buch "Die feuerrote Friederike") und vertraue auf die kreativen Fähigkeiten eines meist jungen, hoch motivierten Teams. Das Ergebnis sind etwa 75 Minuten voller Spaß, Geist und Witz.
Henry Mason setzt in seiner Inszenierung auf eine gesunde Prise Realismus, lässt im weitläufigen Bühnenbild von Michaela Mandel aber auch der Fantasie viel Raum. Rasche Verwandlungen und komische Einlagen inklusive. Und: Mason hat ein Ensemble, das mit Können und Eifer bei der Sache ist. Nicht nur für Kinder eine pure Freude.

Kurier, 7.4.2004

"Weinen hilft nicht!" und "Wehr dich doch!": Diese mutig-toughen Messages bekommen die kleinen Besucher der - ja, das ist schon richtig so - Volksopernproduktion im Kinderopernzelt auf dem Dach der Staatsoper mit auf den Nachhauseweg, und für die erwachsene Begleitung gibt's eine Lektion in Sachen Arsch-aus-dem-Sessel-Kriegen noch gratis mit dazu. [...] Henry Mason inszeniert den Stoff mit drallem Witz. Am Ende "holländert" es dann noch ganz wunderbar, und alles flattert dem fernen Sehnsuchtsort entgegen. Schön.

Der Standard, 7.4.2004

Friederike ist jetzt in der Oper! Elisabeth Naske hat eine kurzweilige, intelligente Musiktheaterversion komponiert. Regisseur Henry Mason hat die Vorgabe, dass Haare leuchten und die handelnden Personen herumfliegen, mit Kreativität und Humor gelöst. Die Darsteller sind mit spürbarer Freude bei der Sache. Die Qualität, die im Kinderopernzelt stets geboten wird, bürgt für Erfolg: Alle Vorstellungen dieser Serie sind bereits ausverkauft.

Wiener Zeitung, 5.4.2004

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2003

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JÄZZ & JÄZZICA

Ein Jäzzical von Henry Mason

Musikalische Leitung: Katrin Weber/Nebojsa Krulanovic

Bühne und Kostüm: Jan Meier

Sei frei, der zu sein, der du bist. Das ist die Aussage des schwungvollen, melodienreichen Jäzzicals. Das tiefsinnige, sprachgewandte Stück floss aus der Feder von Henry Mason, der selbst sehr lebendig inszenierte und die dynamischen Bewegungseinlagen zur Musik gestaltete.

Oberösterreichische Nachrichten, 03.11.03

Henry Mason schuf als Autor und Regisseur ein buntes, schwingendes und total verrücktes Jäzzical. Die phantasievolle Ausstattung von Jan Meier bleibt ungebrochen eine Augenweide.

Neue Kronen Zeitung, 03.11.2003

Von grellfarbigen Cartoons mit sehr bunten, schrägem und temporeichem Handlungsablauf war die Rede in einem Premieren-Vorgespräch die Rede. Und in der Tat ist Henry Mason, gemeinsam mit seinem beflügelten Produktionsteam, auch die mit viel Zustimmung bedachte Uraufführung seines Auftragswerkes, eines „Jäzzicals“ für junge Menschen ab sechs und tief in die Erwachsenenwelt hinein, geglückt.
„Jäzz & Jäzzica“ will eine Geschichte erzählen, in der sich Jäzz als Lebensgefühl vermitteln soll. Henry Mason hat dazu ein Textbuch geschrieben, das sich wie eine vielschichtige Partitur liest. Von Beginn weg eingebettet in Rhythmen und Melodien, wird das Zu-sich-selber-Kommen, das In-die-Welt-Hineinwachsens eines jungen Bürschchens skizziert, das erst die Fehlleistungen und Verirrungen unserer Gegenwartswelt zu durchschauen lernen muss, um locker und entspannt in seine Zukunft hineinswingen zu können. Derlei Aufklärung mit Spott und Gelächter kann gar nicht früh genug bei Kindern einsetzen; die denn auch begeistert mitgingen und Beifall klatschten.
Die Besonderheit dieser genialen Jazz-Einführung für Kinder und Jugendliche besteht darin, dass der erzählerisch-dramatische Einfall, die Sprachlichkeit mit ihren feinen Unterscheidungen zwischen den krass verschiedenen Jugend- und Modejargons, immer im Gleichgewicht bleibt mit der musikalische Durchgestaltung, für die das Jazz-Duo Krulanovic und Karl ein brillantes Zeugnis ablegt. Die singende, tanzende und schauspielernde Ensemble ist als kompakt geführte Ganzheit so gut, dass niemand daraus bevorzeugt zitiert werden soll.

OÖ Kulturbericht, Dezember 2003

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ARIODANTE

Oper von Georg Friedrich Händel

Musikalische Leitung: William Mason

Bühne: Michaela Mandel

Kostüm: Jan Meier

Viele Geniestreiche! Händels "Ariodante" hatte als Neuproduktion im Wilheringer Theaterstadel am Sonntag Premiere: ein Muss für alle, die Barockopern mitsamt ihren Besonderheiten – den ausgiebigen Arien, den geballten Gefühlsdemonstrationen und der verschnörkelten Dramaturgie – mögen.
Auf der Bühne in Wilhering ist eine höfische Intrige barocker Art mit viel Liebe, Lug ind Trug, Gottesurteil, Schwerterkampf und Happy End für die Braven zu sehen.
In Händels Musik jagt ein Geniestreich den anderen, und die Sänger vermögen mit ihrer Affektbereitschaft und Kehlkopfherrlichkeit die gewagtesten Visionen vom Bravourgesang leichterdings in die Tat umsetzen: Stephanie Houtzeel, Katerina Beranova, Nina Plangg, Thomas Diestler und Robert Murray. William Mason befehligt nach ausgefuchster Choreographie teils als Dirigent das tüchtige Orchester "Opera da Camera Linz"; er mimt und singt bei Bedarf aber auch den König von Schottland.
Regie (Henry Mason), Bühne (Michaela Mandel) und Kostüme (Jan Meier) erstellen ihre unprätentiöse Meisterleistung im Schatten der Musik. Frenetischer Beifall am Ende!

Neue Kronen Zeitung, 26.08.03

Frauen von heute stellt es bei der sachlichen Betrachtung des Librettos zu Georg Friedrich Händels Oper "Ariodante" (Uraufführung 1735) förmlich die Haare auf. Trotzdem hinreißend: die Sonntagabend-Premiere des bewährten Opera-da-Camera-Teams im romantischen Ambiente der Stiftsscheune Wilhering. Regisseur Henry Mason hat das absolute Gespür für die richtige Dosis Pathos in diesen schwülstigen Barockszenen. Der Inhalt wirkt heute überholt und trotzdem gelingt es dem versierten Team, Spannung aufzubauen vom ersten bis zum letzten Moment. Spitzenqualität in Spiel und Gesang: Stephanie Houtzeel entledigte sich ihrer schwierigen Aufgabe in der Hosenrolle des Ariodante mit viel Charme. Sie war der unbestrittene Star des Abends, aber auch alle anderen boten absolute Spitzenqualität in stimmlicher und schauspielerischer Hinsicht.
Ebenfalls bemerkenswert: die zeitlos-stilisierten Kostüme von Jan Meier im fantasievollen und doch einfachen Bühnenbild von Michaela Mandel, ohne viel technischen Aufwand. Ein Pflichttermin für Freunde von Barockmusik.

Neues Volksblatt, 26.8.2003

Im Bühnenbild von Michaela Mandel dreht sich alles um das Schlafgemach von Ginevra, grobhölzerne Bretter sind wie Treibgut aus vergangenen Zeiten zusammengezimmert. Die Lichtregie zaubert Stimmungen und sogar das Schimmern des Meeres. Die Kostüme (Jan Meier) sind nicht üppiger, sondern stilisierter Barock. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von William Mason, der mit dem 20-köpfigen Ensemble der Opera da Camera eine sehr lebendige Umsetzung bietet.
Regisseur Henry Mason lässt die Singschauspieler bei den vielen Gefühlswallungen natürlich, sympathisch und ohne übertriebenen Pathos agieren, setzt den schlimmen Ereignissen des Stückes immer wieder auch so manch ironisches Detail hinzu. Ein Opernerlebnis mit hervorragenden Musikern und Darstellern, die all die perlenden Koloraturen mit tänzelnden Stimmbändern bewältigen. Viel Applaus und Bravo-Rufe.

OÖ Nachrichten, 26.8.2003

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Stephanie Houtzeel (Ariodante) © Christian Herzenberger

2002

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SAN GIOVANNI BATTISTA

Oper von Alessandro Stradella

Eine Produktion im Rahmen des Brucknerfests 2002

 

Musikalische Leitung: William Mason

Bühne: Michaela Mandel

Kostüm: Jan Hax Halama

Stradellas "Salome": das todbringende Spiel mit der Liebe. Das junge Biest bekommt hier nicht das Haupt des Johannes auf der Schüssel serviert. Es geht vielmehr um die religiöse Botschaft und um die Spiritualität des Barock. Umgewandelt zu einer packenden Opernaufführung erntete diese Produktion bei der Premiere am Sonntag heftigen Beifall. Der plausible szenische Ablauf in der Regie von Henry Mason nützt sparsamen Aufwand, maßvolle Gesten und gemessenes Spiel mit Einfallsreichtum und Feingefühl, was dem Verständnis der Musik entgegenkommt ... Eine hervorragend gelungene Kirchenoper, bei der alle Parameter bestens aufeinander abgestimmt sind.

OÖ Nachrichten, 24.9.2002

Schön-schauriges "Salome"-Spiel: Die Kirchenoper im Rahmen des Brucknerfestes in der Linzer Ursulinenkirche erlebte eine reich akklamierte Premiere. Die Regie Henry Masons ermöglichte eine angemessen inspirierte Inszenierung, aus welcher der vom Henker am Täufer vorgenommene Genickbruch - über Lautsprecher effizient hörbar gemacht - sowie das dramaturgisch abrupte Finale schön-schaurig in Erinnerung bleiben. Das Sängerteam in Stimme und Darstellung exzellent, hochgradig überzeugend in Lyrik und Koloratur Katerina Beranova als Salome.

Neue Kronen Zeitung, 24.9.2002

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Daniel Gloger (San Giovanni Battista) und Chor © Christian Herzenberger

2001

IN ARBEIT...

Demnächst: Produktionen 1996-2001