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2009

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WIR SIND LINZ

Revue nach Interviews mit Linzer Jugendlichen
von Henry Mason
Eine Koproduktion mit dem Theaterfestival SCHÄXPIR 2009

mit Musik von Günter Böcksteiner, Jan-Willem Fritsch, Johannes Glück, Peter Lang (SHY), Karl Lindner, Ingo Putz, David Wagner und Katrin Weber

 

Musikalische Leitung: David Wagner

Ausstattung: Jan Hax Halama

 

Eine Koproduktion mit dem Theaterfestival SCHÄXPIR 2009 

In Zusammenarbeit mit Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas

 

Fünf junge Menschen, fünf Mikrophone, eine Band: eine etwas andere Revue, für die das Zielpublikum selber das Stückmaterial geliefert hat. Der u\hof: hat fünfzehn Linzer Jugendliche zwischen 13 und 18 interviewt: zu Herkunft und Zugehörigkeit, zu Religion und Politik, zu Schule und Alkohol, zu Ausländern in Österreich und ihrem Leben in Linz. Diese Interviews bilden den Text des Stückes – vor allem aber waren sie Inspiration für die fünfzehn schmissigen Songs. In seiner letzten Arbeit als u\hof: Leiter hat Regisseur und Autor Henry Mason noch einmal viele seiner MitstreiterInnen der vergangenen Spielzeiten versammelt – unter anderem eine großartige KomponistInnenriege. 


Wie grauenhaft es war, vierzehn zu sein! „Einmal pubertieren reicht fürs Leben!/Wenn man vor Akne strotzt/Vor Mathe kotzt/Eh schon bebrillt is’/Und stinkt wie ein Iltis!“ Die Revue Wie sind Linz stellt aber nicht nur das emotionale Leben und Leiden der Jugendlichen auf die Bühne, sondern widmet sich als Schwerpunkt auch dem politischen Rechtsruck der letzten Jahre. Ohne zu werten oder kommentieren werden hier Weltanschauungen nebeneinander gestellt, die sich ein Gesamtbild einer Generation zusammenfügen, die zwischen Anpassung, Zukunftsangst und Orientierungslosigkeit schwankt. 


Das u\hof: Ensemble – unterstützt von Daniela Dett und der großartigen Candide-Band – dokumentiert in dieser faszinierend authentischen Linz-Revue, wie es ist, 2009 ein Jugendlicher oder eine Jugendliche in Linz zu sein. Wir sind Linz ist ein außerordentliches Projekt, hautnah am Leben; sarkastisch, witzig, bestürzend und voller Sehnsucht; zum Aus-der-Haut-Fahren, zum Barrikaden-Stürmen, zum Heulen und zum Totlachen.

Ein Hoch der Pubertierquälerei
Mit „Wir sind Linz“ nimmt Henry Mason am Donnerstag in den Kammerspielen vorläufig seinen erfolgsgekrönten Abschied vom u\\hof: und von Linz.
Sieben Mädchen und acht Burschen zwischen 13 und 18 Jahren, teils aus Linz, teils aus Ländern des Balkans und Ghana – sie sind Linz und gewissermaßen die Co-Autoren: Ihre Interviews lieferten den verbalen Zündstoff für die zwölf Songs der Revue. Schmissig, fetzig, wild, rebellisch wie melancholisch, zart – sie sind so unterschiedlich wie ihre Themen. Schule, Mobbing, Taschengeld, Ausländer, Wahlen: Die Revue führt – einmal heiter und urkomisch, dann wieder todernst und nachdenklich – durch alle Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens, gewährt Einblicke hinter die brüchigen Fassaden familiärer Lebens(schief)lagen, offenbart Zukunftsträume wie -ängste, wobei Haus und Familie, der Wunsch nach Geborgenheit, ganz oben auf der Wunschliste stehen. Jan Hax Halamas blaue Linz-Skyline mit ihren spitzen Dächern hat so viele Ecken und Kanten wie das Jungsein, hält aber auch ebenso viele Nischen bereit. Gesungen, getanzt, gelungert, getobt wird überall. Zu den gepfefferten Rhythmen der Band (Günther Böcksteiner, David Wagner, Ewald Zach) und von einem starken u\\hof:-Ensemble, das sich diesmal selbst übertrifft: Nora Dirisamer, Tobias Graupner, Matthias Hacker, Christiane Schulz und Daniela Dett als Gast. Erleichtert, dass und wehmütig, weil sie vorbei ist, blicken Letztere als Auftakt zurück auf ihre eigene „Pubertierquälerei“. Ein Versprechen vorab auf Augenhöhe mit den Jugendlichen, das Regisseur Henry Mason einlöst: Peinlich wird es nie, die Annäherung ist immer eine behutsame, getragen von liebevoller Ironie.

OÖ Nachrichten, 26.6.2009

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Christiane Schulz, Tobias Graupner, Daniela Dett, Matthias Hacker, Nora Dirisamer © Christian Brachwitz
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DIE DREIGROSCHENOPER

von Bertolt Brecht und Kurt Weill

Musikalische Leitung: Michael Brandstätter

Choreographie: Karl Schreiner

Bühne: Heidrun Schmelzer

Kostüme: Jan Meier

Licht: Klaus Emil Zimmermann

Stadttheater Klagenfurt: Genial trostloser Brecht
Peachum, Chef der Firma "Bettlers Freund", hat offensichtlich ganze Arbeit geleistet - und zwar in den Gängen des Stadttheaters Klagenfurt. Im Foyer, in den Pausenräumen, ja sogar vor den Toiletten sind armselige, verstümmelte Gestalten postiert. Brechts "Bettleroper" findet nicht nur im Theatersaal statt.
Auf der Bühne präsentiert dann Regisseur Henry Mason einen ungeschönten Bertolt Brecht - in einer Aufführung der "Dreigroschenoper", die vor allem vor der Pause mit packendem Realismus punktet. Obwohl Kurt Weills Musik von den Mitgliedern des Stadttheaterorchesters eher blutleer und alles in allem zu sanft präsentiert wird, fesseln die atmosphärisch dicht und knallhart aufbereiteten Szenen.
Auf der genial trostlos gestalteten Einheitsbühne Heidrun Schmelzers tummeln sich Taschendiebe, Bettler, Huren, die Abgewrackten einer sogenannten Wohlstandsgesellschaft. Melancholie oder gar Pseudoromantik lässt der Regisseur von vornherein nicht aufkommen. "Soldaten wohnen auf den Kanonen" und präsentieren sich dem Publikum grauslich blutverschmiert.

Wiener Zeitung, 28.3.2009

Catwalk zum Galgen: Gelungene "Dreigroschenoper"
Die Bühne, reduziert auf einen schmucklosen Laufsteg, ein Bild schonungsloser Unausweichlichkeit: Regisseur Henry Mason belässt die 1928 in Berlin uraufgeführte Dreigroschenoper in ihrer zynisch anarchistischen Grundaussage. Bert Brechts blanker, zeitloser Spott an menschlichen Verirrungen und Unzulänglichkeiten offenbart sich eindrucksvoll in der bewusst ins Leere führenden Kulisse (Bühne: Heidrun Schmelzer). Das Gefühl trostloser Eindringlichkeit verstärken Jan Meiers Kostüme.
Die Protagonisten präsentieren sich als Models ihrer eigenen Charaktereigenschaften: Wenn sie sich in Positur werfen, kehren sie ihr Inneres nach außen, sezieren ihre eigenen Seelenzustände. Bis auf wenige Gags (köstlich etwa Queen Elizabeth als königlicher Bote) verzichtet Mason auf aktuelle sozialpolitische Anspielungen.
Nadine Zeintl ist eine großartige Polly, verkörpert unglaublich wandlungsfähig und temperamentvoll deren bedingungslose Liebe und gleichzeitige Unberechenbarkeit. "Firmenchef" Maximilian Hilbrand überzeugt als durchtriebener und wendiger Geschäftsmann Jonathan Peachum, seine Frau Celia (hervorragend Dagmar Hellberg) legt noch ein Stück Brachialgewalt nach. Verblüffend: die Anpassungsfähigkeit Erwin Windeggers als korrupter Polizeichef Tiger Brown. Boris Pfeifers Mackie Messer besticht mit seiner Darstellung des geradlinigen, bekennenden Gauners.
Authentisch die Interpretation von Kurt Weills Musik durch das Instrumentalensemble. Eine rundum gelungene Dreigroschenoper.

Der Standard, 27.3.2009

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Boris Pfeifer (Mackie Messer), Nadine Zeintl (Polly Peachum) © Helge Bauer
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ORESTIE: DIE BRUT

von Henry Mason
nach der "Orestie" von Aischylos

Bühne: Eva Sobieszek

Kostüme: Jan Meier

Ton/Musik: Franz Flieger Stögner

Schlagend widerlegt Henry Mason in seiner beklemmend-eindringlichen Inszenierung, dass uns antike Dramen nichts mehr zu sagen hätten.

Neues Volksblatt

„Orestie: Die Brut“ ist ein grausames Stück mit vielen Morden und Gräueltaten: Henry Mason hat diese Tragödie des griechischen Dichters Aischylos für das Heute und für Menschen ab 16 bearbeitet. Die Uraufführung wurde heftig akklamiert.
Henry Mason hat frei nach Aischylos das Stück „Orestie: Die Brut“ geschrieben: in kraftvoller, drastischer Sprache an das Heute angepasst, aber nicht anbiedernd und nie die Vorlage aus den Augen verlierend. Wobei ihm wichtig ist, das patriarchalische System herauszuarbeiten und zu zeigen, dass alles nicht damals im fernen Griechenland passierte, sondern immer und überall möglich ist, denn „die Familie trug nie etwas nach außen... Sie regulierte sich selbst. Aber tut das nicht jede Familie?“, heißt es einmal im Stück.
Eva Sobieszek hat ein sensationelles Bühnenbild gebaut: das nüchterne Weiß symbolisiert die Gefühlskälte der Familie, verschiedene Ebenen erzeugen modernes Loft-Ambiente. Mit einer ebenso sensationellen Lichtregie (Johann Hofbauer) werden Schattenbilder erzeugt, die das Bedrohliche von Thrillern wie „Psycho“ oder „Shining“ aus der Erinnerung holen und – bitte nicht falsch verstehen – wirklich wunderschön stilisierte Morde ermöglichen.
Präzise und unaufgeregt führt Regisseur Henry Mason das Team, lässt das Unfassbare ohne Hysterie ablaufen. Ein Stück mit unsäglich grauenhafter Thematik, in kurzen eineinhalb Stunden spannend wie ein Krimi umgesetzt.

OÖ Nachrichten

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Tobias Graupner (Orest) und Ensemble © Norbert Artner

2008

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WIE ES EUCH GEFÄLLT

von William Shakespeare
Übersetzung und Fassung von Henry Mason
Eine Produktion von His Majesty's Players

Bühne und Licht: Franz Flieger Stögner

Kostüm: Bianca Fladerer

Eine Wandertheaterproduktion in wunderschöner Umgebung: „Wie es euch gefällt“ fand bei der Premiere beim Publikum großes Gefallen... ein sich als absolut positives Erlebnis ins Gedächtnis einprägende Theaterprojekt. [...] Diese Shakespeare-Komödie tatsächlich dort ansiedeln zu können, wo sie spielt, hat schon besondere Qualität. Und die ist dem für seinen schier unerschöpflichen Ideenfundus bekannten Theatermann Henry Mason zu verdanken. Er führt nicht nur Regie mit dem richtigen Gespür für Rollenbesetzungen und für perfekt dosierte Mischung zwischen Poltern und leisen Tönen, sondern hat auch eine Fassung erstellt, die diese Shakespeare’sche Gratwanderung zwischen Anspruch und Spaß, zwischen Ernsthaftigkeit und Blödelei nachvollzieht. Dabei folgt ihm ein bewährtes Schauspielteam mit mitreißender Spiellaune.

OÖ Nachrichten, 31.7.2008

Ein feiner Wandertheaterabend an ungewöhnlich sinnlichen Aufführungsorten. „Wie es euch gefällt“ gilt schon für den Weg zur ersten Spielstätte im Schloss Revertera: Sportliche wandern eine Viertelstunde, wer lieber fährt, muss sich einem 54 Jahre alten Steyr-Bus anvertrauen. Allein das ist schon ein Erlebnis.
Im Schlosspark rauschen die Bäume, der Kies knirscht sanft unter den Füßen. Doch dann beginnt das Spiel rasch und brutal [...] Danach führt die abendliche Wanderung zur zweiten Spielstätte in der Kulturfabrik durch Wiesen, Felder und ein wenig (Ardenner)Wald.

Neue Kronen Zeitung, 31.8.2008

Im sommerlichen Schlosshof des Grafen Revertera wird getändelt und gelacht, geplauscht und geplanscht, geflüchtet und gekämpft. Ohne Bühne und Sitzplätze, unter freiem Himmel inmitten der Natur, bei totaler Stille und toller Akustik, hat Henry Mason Shakespeares Komödie als pfiffiger Wandertheater in die Landschaft gestellt. Die Inszenierung besticht durch Leichtigkeit, Heiterkeit, Spielfreude. Mit seinem Ensemble junger, eingeschworener Schauspieler lässt er bis zum schwungvollen Finale keine Langeweile aufkommen.

Neues Volksblatt, 31.8.2008

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Probenfoto: das Ensemble in der Kulturfabrik Helfenberg © Philipp Ehmann
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HONK!

Musical von Anthony Drewe und George Stiles

Musikalische Leitung: Gerry Schuller

Choreographie: Alonso Barros

Bühne: Karl Fehringer und Judith Leikauf

Kostüm: Jan Hax Halama

 

Regisseur Henry Mason bietet in Zusammenarbeit mit dem musikalischen Leiter Gerald Schuller, den Ausstattern Judith Leikauf, Karl Fehringer, Jan Hax Halama und dem Choreografen Alonso Barros eine hinreißende Aufführung. In einem Furioso präsentiert das zwölfköpfige Darstellerteam, allen voran Martin Niedermair als Schwan und Tania Golden als fürsorgliche Entenmutter, die berührende Geschichte, die zum Nachdenken anregen sollte.

Wiener Zeitung, 5.6.2008

Mit »HONK«, einem mitreißenden Kindermusical über das hässliche junge Entlein, gibt das Theater der Jugend im Renaissancetheater einen starken Abgang vor der verdienten Sommerpause! Von wegen Köpfchen unterm Wasser: Wenn da über zwei Stunden mit bunter Lebenslust nach Brodway-Art schon den Kleinsten, selbstbewusst anders zu sein, vermittelt wird, dann kann man das Stück in unserer uniformen, schönen neuen Welt schon allein aus pädagogischen Gründen allen wärmstens empfehlen. Aber in dem Musical von Anthony Drewe (Buch & Text) und George Stile (Musik), das auf Hans Christian Andersens Märchen beruht, stimmt einfach alles.

Neue Kronen Zeitung, 7.6.2008

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Martin Niedermair (Ugly) © Theater der Jugend
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MAMPF!

Ein Stück ohne Worte
entwickelt von Henry Mason mit dem u\hof: Ensemble

Bühne und Kostüm: Isabella Reder

In assoziativen Bildern rollt der u\hof: die Geschichte des Essens auf: eine Zeitreise in der Küche. So, wie wir heute essen, kochen, einkaufen − ist das etwas Normales oder etwas Einzigartiges, geschichtlich Einmaliges? Mampf! ist ein spielerisches Experiment, ein Versuch, sich ein neues Bild zu machen von der faszinierenden Alltäglichkeit Essen.

 

„Mampf!“ macht Gusto auf Theater und Selbstgemachtes: Minutenlanger Applaus für Henry Masons neuesten Coup. Einfach köstlich!

Österreich

“Mampf!” unter der Regie von Henry Mason ist ein szenischer Streifzug durch unsere Ess(un)kultur im Wandel der Zeit (sinnbildlich die sich drehende Küche von Isabella Reder). Aussagekräftig, auch ohne Worte, erzählt das Stück mit kritischer Ironie vom fatalen Siegeszug des Weißmehls ebenso wie von der Erfindung des Cornflakes oder technischer Errungenschaften. Spritzig im Spiel und rekordverdächtig im Kostümwechseln: Nora Dirisamer, Daniela Dett, Matthias Hacker und Daniel Ruben Rüb.

OÖ Nachrichten

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Daniel Ruben Rüb, Matthias Hacker, Nora Dirisamer, Daniela Dett © Norbert Artner

2007

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CANDIDE ODER DER OPTIMISMUS

Ein Rock-Pop-Theater-Comic von Henry Mason
nach dem satirischen Roman von Voltaire

Musikalische Leitung: David Wagner

Bühne: Jan Hax Halama

Kostüm: Silke Fischer

Ein genialer Rock-Pop-Comic ... ein absoluter Publikumsmagnet.

Oberösterreichische Nachrichten

Bombastischer, nicht enden wollender Applaus: Henry Mason schrieb und inszenierte einen zeitgenössischen, hochkomischen Voltaire. … Ein ungemein kurzweiliger Abend, philosophisch hintergründig und keinesfalls zynisch, sondern realistisch. Ein umwerfendes Ensemble … Klatschorgien, Jubelstürme, ein Triumph.

Österreich

Das Ensemble dampft vor Spielfreude und Sangeslust. Famos die Bühne von Jan Halama. … „Candide“ ist originell, kurzweilig erzählt und vor allem Dank der Musik durch David Wagner ein Ereignis… ein wunderbares, knallbuntes Feuerwerk.

Neue Kronen Zeitung

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Matthias Hacker (Candide) und Ensemble © Christian Brachwitz
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DIE KOMÖDIE DER IRRUNGEN

von William Shakespeare
Übersetzung und Fassung von Henry Mason
Eine Produktion von His Majesty's Players

Ausstattung: Isabella Reder

Jubel für die "Komödie der Irrungen": Die neue Generation der Lachkrämpfe. Voller Erfolg für "His Majesty's Players": Lachsalven und langer Applaus... Mit frischem Wortwitz und turbulenten Wendungen hat Henry Mason der ollen Shakespeare-Kamelle zu neuem Esprit verholfen. Pointenstark und mit einem Witz, den man vom jungen Otto Waalkes oder Louis de Funès kennt, vergingen die eineinhalb Stunden wie im Flug. Mason hat das Kunststück von "Down with love" – Shakespeare original und dennoch originell zu inszenieren – wiederholt. Großer Applaus für großen Slapstick.

Österreich

Flirrendes Spiel um Identität, Schein und Sein: William Shakespeares "Komödie der Irrungen" von Henry Mason rasant, witzig, actionreich inszeniert im Theater Phönix Linz... ein unmittelbares, hautnahes Theatererlebnis.

Neues Volksblatt

Eine irrwitzige Fata Morgana: Shakespeares "Komödie der Irrungen" kokettiert in der Bearbeitung und humorvollen Inszenierung von Henry Mason mit Slapstick nach Stummfilmtradition und Volksstückeinlagen. Das Ensemble "His Majesty's Players" macht die brisante Mischung zum Theatervergnügen [und] begeistert durch enorm wendiges, energetisch aufgeladenes und präzises Spiel.

Neue Kronen Zeitung

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Sven Kaschte (Antipholus von Syrakus), Reinhold G Moritz (Dromio von Syrakus) © Christian Herzenberger
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DIE FEUERROTE FRIEDERIKE

Kinderoper von Elisabeth Naske und Theresita Colloredo
nach dem Roman von Christine Nöstlinger 

Musikalische Leitung: Boris Sitarski

Bühne und Kostüm: Renate Schuler

Christine Nöstlingers „Feuerrote Friederike“ feierte am Samstag in der Opernversion von Elisabeth Naske eine glänzende Premiere. Schon bei der Uraufführung im Staatsopern-Kinderzelt 2004 war Henry Mason der Regisseur, und auch diesmal fand er in der treffenden Ausstattung von Renate Schuler zündende Ideen, die die knapp eineinhalb Stunden zum Spektakel werden ließen, nicht ohne die Brisanz des Stoffs hervorzukehren. Liebevoll gesetzte Pointen im straff forcierten Spiel begeisterten Jung und Alt. Zu Recht gab es tosenden Beifall!

OÖ Nachrichten, 22.1.2007

Henry Mason führt die nach einem Buch von Christine Nöstlinger enstandene Kinderoper mit spielerisch vergnügter Hand zu einem üppig beklaschten Ereignis. „Die feuerrote Friederike“ macht die Drehbühne in den Linzer Kammerspielen zum Abenteuerspielplatz für junge (und jung gebliebene) Menschen ab acht. Ich habe Tränen gelacht... Ein rundum gelungenes, feuriges Vergnügen!

Neue Kronen Zeitung, 22.1.2007

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Alfred Rauch (Katerkatze), Barbara Novotny (Friederike), Karen Robertson (Annatante)

2006

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IL BARBIERE DI SIVIGLIA

Komische Oper von Gioacchino Rossini

Musikalische Leitung: Arthur Fagen

Bühne: Eva Sobieszek

Kostüm: Jan Meier

Regisseur Henry Mason zeigt die komische Oper als Opern-Parodie in einem Theater, das eigentlich ein Tollhaus ist. Das Premierenpublikum feierte den turbulenten Spaß am Samstag mit großem Jubel. Haarscharf balanciert Mason auf dem Grat zur Comedy ... Dieser "Barbier" wird ein Publikumserfolg werden. Das Spiel um Sein und Schein - in Dortmund sehen wir es in bezaubernder, komödiantischer Leichtigkeit.

Ruhr Nachrichten, 23.10.2006

"Barbier von Sevilla" im Dortmunder Opernhaus begeistert durch Regie-Einfälle, Komik und große Stimmen. Vom Schnürboden hängen hunderte von Kostümen, ganz hinten grüßt kahl und grau die nackte Betonwand. In diesem Bild bewegt sich die aufgekratzte Personnage, von Henry Mason punktgenau geleitet. Theater auf dem Theater - das birgt Gefahren. Aber Mason weiß Komik zu inszenieren, da sitzt wirklich jede Pointe. Zudem versteht er es, die Musik auf der Bühne in Handlung umzusetzen. ... Der Jubel im voll besetzten Dortmunder Opernhaus: immens. Dieser "Barbier" ist ein großer Wurf.

WAZ, 23.10.2006

Theateralltag? Es ist kurz vor Beginn der Aufführung. Der Inspizient lässt die falschen Übertitel einspielen. Die Sopranistin knutscht emotionslos mit einem Kollegen. Ein eitler Bass gefällt vor allem sich selbst. Die Souffleuse wühlt aufgeregt in ihrer Handtasche. Der Tenor kippt besoffen vom Stuhl. Nichts zu machen, Ersatz muss her: Ein Startenor erklärt sich bereit, kurzfristig einzuspringen. Die Show kann gerade noch rechtzeitig beginnen.

All das spielt sich während der Ouvertüre ab, und es gibt diesem Barbier die Richtung vor. Der junge Regisseur Henry Mason treibt doppeltes Spiel: Die eigentliche Handlung wird gespiegelt durch das, was hinter der Bühne passiert. Der überforderte Inspizient ist gleichzeitig der Führer der Musikantentruppe, mit der Graf Almaviva unter Rosinas Balkon aufzieht, und die Souffleuse ist in Personalunion Bartolos Haushälterin Berta. Mason nimmt Theateralltag ebenso kräftig auf die Schippe wie Unarten des Bühnengeschehens. Das ist gnadenlos albern, dass man sich empört abwendet – oder die Lachtränen unterdrücken muss.

Mason geht mit einer Unbekümmertheit und Frechheit zur Sache, die viel Spaß macht. Dabei werden die Sängerschauspieler gefordert wie sonst kaum einmal. Permanent in action passiert ständig etwas, und immer wieder gerät man in fassungsloses Staunen, was ein Sänger beim Singen noch alles machen kann...

Die Vorstellung ist noch nicht ganz zu Ende, da zieht der gastierende Startenor bereits seine Jacke über und eilt zur nächsten Bühne; der überforderte Inspizient schaltet zu früh das Licht aus, und allzu schnell wird auch das Bühnenbild beiseite geschafft. Mason hält sein Konzept bis zum Ende durch und erzielt damit eine schöne Schlusspointe: Rosina steht plötzlich allein da, weil ihr Liebhaber sich überplötzlich abgesetzt hat. Eine schöne Lösung hat er auch für das Finale des ersten Akts gefunden, in der eine außer Kontrolle geratene Bühnenmaschinerie die Verwirrung der Gefühle bestens ausdrückt. Theateralltag? Das mögen die Akteure selbst entscheiden. Ihnen scheint die Aufführung jedenfalls außerordentlich viel Spaß zu machen. Fazit: Ein Barbier für Freunde gehobenen Klamauks, sensationell gespielt und sehr ordentlich musiziert.

Online Musik Magazin

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Herrenchor der Oper Dortmund (Musikanten) © thomas m. jauk