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2012

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STARSEEKER

von Phil Porter nach dem Roman von Tim Bowler

Bühne: Vinzenz Gertler

Kostüme: Jessica Karge

Musik: Franz Flieger Stögner

Im Theater im Zentrum verblüfft zunächst das attraktive Bühnenbild von Vinzenz Karl Gertler: ein riesiges verschiebbares Bullaugenfenster, das viele Schauplätze zeigt. Henry Mason hat sehr spannend inszeniert, das junge Ensemble erfüllt bestens seine Aufgabe. Begeisterung beim jungen wie älteren Publikum: eine gelungene Produktion des Theaters der Jugend.

Neue Kronen Zeitung, 26.10.2012

Der britische Jugendbuch-Autor Tim Bowler, Jahrgang 1953, gilt als "master of the psychological thriller". Thriller-Qualität ist auch seinem Roman "Starseeker" (2002) gewiss nicht abzusprechen. Doch dieser zweistündige Theaterabend hat noch mehr zu bieten als eine vom ersten bis zum letzten Moment spannende, aktionsreiche Handlung, in deren Verlauf der 14-jährige Protagonist in eine Kindesentführung involviert wird und schließlich sogar in Lebensgefahr gerät, ehe sich alles zum guten Ende wendet.
Die Geschichte wirkt nie überladen oder gekünstelt, sondern rollt in der Inszenierung von Henry Mason mit geradezu beschwingter Leichtigkeit ab. Und Vinzenz Karl Gertler verwirklicht mit ästhetisch perfekten Beleuchtungs- und Projektionseffekten den bruchlosen Wechsel der Spielorte.

Wiener Zeitung, 25.10.2012

Luke hört Stimmen in seinem Kopf. Klangfetzen. Fragen. Musik. Ab und zu das Weinen eines Kindes. Auch „das Singen des Firmaments“, wie er verblüfft feststellt. Doch was ist echt von diesen Eindrücken, was eingebildet? Was ist seine ganz persönliche Flucht aus der Wirklichkeit? – Luke verliert den Verstand, oder? Es ist die aufreibende Zeit der Pubertät, deren Zeuge die Zuschauer bei „Starseeker“ werden. Der Suche nach dem eigenen Wesen, zu sich selbst. Henry Mason inszeniert das Stück des Briten Tim Bowler im Theater im Zentrum voll Poesie.

Kurier, 24.10.2012

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Jürgen Heigl (Luke) © Rita Newman
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DAS WINTERMÄRCHEN

von William Shakespeare
Übersetzung und Fassung von Henry Mason

Bühne und Licht: Franz Flieger Stögner

Kostüm: Anna Katharina Jaritz

 

Das Produktionsteam gewann für diese Produktion den oö. Bühnenkunstpreis 2012.

 

 

Ohne Vorwarnung erkrankt König Leontes an Eifersucht auf seine Frau und seinen besten Freund. In wachsender Paranoia verhaftet er die eine, jagt dem anderen einen Mörder an den Hals und setzt sein neugeborenes Kind in der Wildnis aus. Als er erkennt, dass sein Verdacht grundlos war, packt Leontes die Reue – anscheinend zu spät. Aber die ausgesetzte Tochter, Perdita, hat überlebt. Und sechszehn Jahre später begegnet sie auf einem Schäferfest dem Sohn des Polixenes und verliebt sich - ohne zu wissen, wer er ist.

 

Henry Mason erzählt mit einem hochkarätigen Ensemble Shakespeares Familienmärchen über Schuld und zweite Chancen hautnah und sinnlich in der Arena der alten Textilfärberei der Kulturfabrik Helfenberg.

Grandiose Mason-Inszenierung in Helfenbergs Theaterfabrik: „Das Wintermärchen“ als Schauspielhit mitten im Sommer. Regisseur Henry Mason bedient mit seinem fabelhaften Ensemble geschickt sämtliche Register von der Königstragödie bis hin zur Schäferkomödie. Ich möchte keine Minute davon missen.

Neue Kronen Zeitung

Respekt, Frau Paulina! Die nimmt sich wahrlich kein Blatt vor den Mund und verpasst sogar dem König heftige Verbalwatschen, dass auch der Herrscher Siziliens höchstselbst nicht mehr weiß, wie ihm geschieht. Und recht geschieht ihm! Diesem Sturschädel Leontes, der seine schwangere Frau und seinen besten Freund, den König Böhmens, der Untreue bezichtigt. Der Bazillus Eifersucht frisst sich wie eine Geisteskrankheit in sein Gehirn, er lässt die Ehefrau in den Kerker werfen, will den vermeintlichen Widersacher ermorden lassen und überlässt das gemeinsame Kind in der Wildnis seinem Schicksal. Das ist der Inhalt des ersten Teils von „Das Wintermärchen“, in dem Shakespeare zwei sehr unterschiedliche Teile zu einem Stück vereint. Der erste Teil einer griechischen Tragödie gleich, der zweite Teil 16 Jahre später mit der fröhlichen Lockerheit eines Sommernachtstraumes samt wagemutig konstruiertem Happy-End.

Im Theater in der Kulturfabrik Helfenberg wird seit 2007 Sommertheater gezeigt, der Begriff aber greift zu kurz: Das ist großes, anspruchsvolles Theater. Henry Mason hat das Stück übersetzt, in aktueller, aber nie sich einem flapsigen Zeitgeist-Kauderwelsch anbiedernder, humorvoller Sprache. Ebenso ist seine Inszenierung. Er führt die Figuren genau und umsichtig auf dem kahlen Spieltablett, um das die Zuschauer angeordnet sind, fügt der inszenatorischen Präzision eine Fülle an kleinen und feinen Regieeinfällen zu. Er hat ein tolles Ensemble zusammengestellt [...] Am Ende nehmen rund 30 Leute auf der Bühne den heftigen Applaus des Premierenpublikums entgegen.

Oberösterreichische Nachrichten

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Das „Wintermärchen“-Ensemble © Klaus Huemer
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ALICE IM WUNDERLAND

Musical von Henry Mason und Thomas Zaufke
nach den "Alice"-Romanen von Lewis Carroll

Bühne und Kostüme: Jan Meier

Musikalische Leitung: Stefanie Hacker

Choreographe: Jerôme Knols 

Wenn das Theater der Jugend schlicht und einfach „Alice im Wunderland“ ankündigt, so hätte man manches erwartet – nicht aber, dass hier ein veritables Musical auf die Bühne gestellt wird, und das so souverän, dass man die Produktion unverändert in jedes echte „Musical“-Theater versetzen und damit reüssieren könnte.
„Alice“ wie sie leibt und lebt - und ein gelungenes Musical dazu! Das hat mit der geschickten Fassung zu tun, die vom Regisseur Henry Mason stammt, den flotten Liedtexten und vor allem mit der Musik von Thomas Zaufke, die weit mehr ist als nur die routinierte Rhythmik, die in diesem Genre meist geboten wird.
Mason ist Brite, das heißt, dass Lewis Carrolls „absurdes“ Kinderbuch von Alice, die vom weißen Kaninchen in ein abstruses Wunderland mitgenommen wird, ihm sozusagen heilig ist – und das, so wie sie ist. Das bedeutet, dass die Geschichte weder modernisiert noch verfremdet wird, denn sie ist in ihrer „Originalfassung“ spontan, frech, hinterfragend und heutig genug. [...] Und Mason stößt die jugendlichen Zuschauer nicht wie das Buch direkt ins Geschehen, sondern gibt dem Ganzen noch einen drolligen familiären Hintergrund, von dem aus Alice dann in die Traumwelt abdriftet, wobei er genaue Bezüge zwischen Wirklichkeit und Phantasie hergestellt hat.
Das jugendliche Publikum ist mit höchstem Verständnis und höchstem Vergnügen mitgegangen.

www.der-neue-merker.eu – 02.06.2012

Sag der Vernunft auf Wiedersehen! Lust am Fantasieren: "Alice im Wunderland" im Wiener Renaissancetheater überzeugt auf vielfacher Ebene.
Manchmal braucht es einen Ausflug in die Absurdität, um in der rationalen Welt wieder klar denken zu können. Das lebt die Protagonistin in Lewis Carrolls Alice-Romanen seit 1865 Kindern vor, die sich wie sie in der konformistischen Welt der Erwachsenen langweilen oder angesichts der unzähligen Benimmregeln verzweifeln.
Man würde meinen, der bekannte Stoff bedürfe keiner weiteren Kniffe, um auch auf der Musicalbühne zu überzeugen. Die Neuanordnung von Henry Mason am Wiener Theater der Jugend zeigt aber auf, dass die Lust am Fantasieren mit ein paar zusätzlichen Ideen noch wächst. Zum einen sind da das erstaunlich wandelbare Bühnenbild (Jan Meier), das vor allem durch den genialen Einsatz von Schrift überrascht, sowie die eingängige Musik von Thomas Zaufke, die live im Hintergrund der Bühne interpretiert wird. Zum anderen sind die Mehrfachrollen klug besetzt.
Jede Figur des viktorianischen Elternhauses bekommt ihre Entsprechung im Wunderland, und Alice lernt durch die Lösung von Konflikten im Traum, wie sie auch jene im Familienleben bewältigen kann. Zudem verbindet die Charaktere hier ein Beziehungsgeflecht, das die im Original eher disparaten Begegnungen glaubwürdig aufeinander bezieht. [...]
Am Ende steht eine der besten Adaptionen der letzten Jahre und ein aufregendes Musical, das für Kinder ab sechs Jahren konzipiert ist, aber auch Erwachsenen eine Möglichkeit bietet, der bedeutungsvollen Welt für zwei Stunden zu entfliehen.

Der Standard, 5.6.2012

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Jan Zabbée (Lakai 2), Merten Schoredter (Billy), Natalie Ananda Assmann (Alice), Horst Eder (Großvater) © Rita Newman

2011

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DIE 39 STUFEN

von Patrick Barlow
nach John Buchan und Alfred Hitchcock

Bühne und Kostüme: Jan Meier

Choreographie: Karl Schreiner

Musik und Ton: Franz Flieger Stögner

»Die 39 Stufen« ist einer der frühen Alfred Hitchcock-Schwarzweiß-Filme aus dem Jahr 1935 [...] Man käme nicht auf die Idee, dergleichen auf die Bühne bringen. Patrick Barlow, der Tausendsassa des englischen Theaters hat es 2005 dennoch getan, aus keinem anderen Grund, um das Theater selbst zum Mittelpunkt zu machen – vielmehr, was kann es, was können seine Interpreten, wenn man alles an Phantasie und Logistik beschwört, die das Genre hergeben? Vier Schauspieler (mit Umbauverpflichtung, es scheint, als räumten sie die Bühne stets ausschließlich selbst um), drei von ihnen spielen neben dem Hauptdarsteller alle Rollen und liefern Wirbelwind-Verwandlungen, dazu ein paar Versatzstücke und die Fähigkeit des Publikums, die Abstraktion des Theaters zu rezipieren und geistig umzusetzen. Das Endergebnis ist darstellerische Virtuosität, handwerkliche Brillanz und ein Feuerwerk des Humors. Das Theater der Jugend hat wieder einmal einen Abend, den die »Erwachsenen« stürmen sollten und vermutlich auch werden. Denn echten Boulevard gibt es in Wien sonst kaum...
Der Oberspielleiter des Hauses, Henry Mason, hat den Abend in den überaus geschickten Bühnenbildlösungen von Jan Meier auf die Bühne geschickt, das wahre Slapstick-Kunststück einer Aufführung, die in ihrer Atemlosigkeit fast nie los lässt und es beinahe schafft, die ungehinderte Turbulenz zweieinhalb Stunden verlustlos durchzuziehen. Wenn die Handlung den flüchtenden Helden übrigens ins schottische Hochland verschlägt, hat der Regisseur als Akzent-Variante als Äquivalent dickstes Tirolerisch gewählt […]
Am meisten zu tun bekommen Christian Graf und Reinhold G. Moritz, die in buchstäblich ungezählten Rollen ein Feuerwerk an Blödelkomik entfesseln – man lacht sich schief.

www.der-neue-merker.eu, 20.01.2011

Henry Mason erarbeitete eine brillante Inszenierung, die mit ihrer Rasanz und ihrem Einfallsreichtum viele in ihren Bann ziehen wird. Uwe Achilles als Hannay, sowie Michaela Kaspar, Christian Graf und Reinhold G. Moritz in weit mehr als einem Dutzend weiterer Rollen, brennen ein Feuerwerk der Komödiantik ab.

Wiener Zeitung, 20.01.2011

Was in diesen 100 Minuten über die Bühne fegt, ist ein Wirbelwind an feinster Kinounterhaltung. Ein schwarz-weißes Breitbandspektakel, einfachst inszeniert und von einem spielwütigen Quartett in Szene gesetzt.
Mit minimalem Aufwand und maximalem schauspielerischem Einsatz gelingt es Regisseur Henry Mason, ein überdrehtes und gnadenlos lustiges, aber dennoch hoch präzise gemachtes Lustspiel über die Bretter zu jagen.
Eine bravouröse Leistung der vier Akteure Uwe Achilles, Michaela Kaspar, Christian Graf und Reinhold G. Moritz! Für die brillante Bühnenausstattung ist Jan Meier verantwortlich.

Neue Kronen Zeitung, 20.01.2011

Was im Theater im Zentrum derzeit mit »Die 39 Stufen« geboten wird, sind 100 Minuten Theater in seiner reinsten und unterhaltsamsten Form. Nur vier Schauspieler – Uwe Achilles, Michaela Kaspar, Christian Graf und Reinhold G. Moritz – füllen mit minimalem (aber perfekt durchdachtem) ausstatterischem Aufwand und maximalem persönlichen Einsatz die kleine Bühne. Keine Sekunde lang wird die Geschichte von der mysteriösen Agentinnen-Schönheit Annabella Smith, die den eigenbrötlerischen Richard Hannay unter Mordverdacht bringt, langweilig. Dafür sorgt die rasante Inszenierung Henry Masons.

Kurier, 25.01.2011

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Michaela Kaspar, Uwe Achilles, Reinhold G. Moritz, Christian Graf © Rita Newman
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DAS GRÖSSTE ABENTEUER DER WELT

von Shaun Prendergast

Bühne: Michaela Mandel

Kostüme: Moana Stemberger

Musik: Matthias Bauer

Die Freiheit hinter dem Gartenzaun [...]
Es ist eine kunterbunte Reise in die Welt kindlicher Entdeckerlust, des zumindest kurzfristigen Sich-Abnabelns von den Eltern, zu der Regisseur Henry Mason die Kinder und Erwachsenen im Renaissancetheater mitnimmt. Ein kurzweiliger Trip in die Gedankenwelt Jugendlicher, die hin- und hergerissen sind zwischen dem Bedürfnis, ultracool zu wirken und doch noch abends ihre Streicheleinheiten von Mama bekommen wollen. „Ein Stück über das Erwachsenwerden zu schreiben“ war die Intention des britischen Autors Shaun Prendergast, der als Zuschauer zufrieden verfolgte, was die Wiener Theaterprofis aus seinem Stück gemacht haben.

Kurier, 14.10.2011

Die zweistündige Aufführung besticht durch ihre bemerkenswerte Umsetzung. Regisseur Henry Mason versteht es meisterhaft, im Handumdrehen auf der Bühne unterschiedliche Stimmungen zu erzeugen - da machen Geister etwa johlend Jagd auf die jugendlichen Helden; bereits im nächsten Augenblick ersteht, untermalt mit einigen Takten Musik und mit Hilfe von ein wenig Glitter und Glamour, die Welt der Gaukler und des Tingeltangel. Ehe man sich’s versieht, schleichen zwei waschechte Piraten durchs Bühnenbild, schwer beladen mit einer Schatzkiste. Ein Krokodil treibt ebenfalls sein Unwesen und die neun Planeten des Sonnensystems baumeln als Ballone vom Bühnenhimmel.
Die Spielfreude des achtköpfigen Ensembles, das mehr als 40 Rollen verkörpert, ist beachtlich. Imposant ist auch die Wandlungsfähigkeit des Bühnenbilds von Michaela Mandel, das im Grunde ein raumfüllendes Klettergerüst darstellt, das so - mit Schaukel, Leitern und Hängebrücken - auf jedem beliebigen Spielplatz stehen könnte. Im Stück mutiert das simple Turngerät allerdings zum Ausgangsort der juvenilen Entdeckungsreisen mit dem hoffnungsfrohen Motto: "Mach aus dem heutigen Tag das größte Abenteuer der Welt."

Wiener Zeitung, 13.10.2011

Henry Mason hat die Geschichte mit viel Esprit inszeniert, das kennt man von ihm: Er war für einige der knalligsten und zugleich subtilsten Inszenierungen verantwortlich, die im Theater der Jugend in den letzten Jahren zu sehen waren.
Wie viel die Darsteller allein schon körpersprachlich auszudrücken wissen, wie viel an Trotz, an Freude, an Unsicherheit! Auch für die Eltern findet Mason gemeinsam mit Doris Prilop und Uwe Achilles das rechte Maß zwischen (Wieder-)Erkennbarkeit und Karikatur.

Die Presse, 14.10.2011

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Joe Ellersdorfer (Mickser), Jan Zabbée (Jonty), Natalie Ananda Assmann (Nadia) und Ensemble © Rita Newman
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STAYIN' ALIVE. VON ABBA BIS ZAPPA.

Eine 70er-Jahre-Revue.

Musikalische Leitung: Matthias Bauer

Choreographie: Karl Schreiner

Bühne: Karl Fehringer und Judith Leikauf

Kostüme: Moana Stemberger

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Das Stayin'-Alive-Ensemble: Lynne Williams, Robert G Neumayr, Markus Kofler, Tini Kainrath, Matthias Hacker, Franziska Hetzel, Christian Dolezal, Karola Niederhuber
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CYMBELIN

von William Shakespeare
Übersetzung und Fassung von Henry Mason

Bühne: Karl Fehringer und Judith Leikauf

Kostüme: Jan Meier

Kampfchoreographie und Bewegung: Karl Schreiner

Ton/Musik: Franz Flieger Stögner

 

Henry Mason, der Regie-Großmeister des Theaters der Jugend, hat den mutigen Schritt getan. Hat »Cymbelin«, eines der Spätwerke Shakespeares, so umgeschrieben und inszeniert, dass er nach wie vor klug, emotional und turbulent, aber gleich aufs erste Hinhören verständlich ist. Er erzählt die Geschichte des Königs Cymbelin, der sich von seiner intriganten Frau in einen Familienzwist und in den Krieg gegen Italien treiben lässt, mit einer Leichtigkeit und Lust, die spürbar ist.

Seine Schauspieler folgen ihm mit Verve. Zweieinhalb Stunden Shakespeare auf die relaxte Tour: Experiment gelungen!

Kurier, 10.4.2011

Mason gelingt es, das oft gescholtene und selten gespielte Spätwerk Shakespeares gleichermaßen spannend wie auch nachvollziehbar in Szene zu setzen. Der üppigen Romanze [...] begegnet der auch die Textfassung verantwortende Oberspielleiter des Hauses mit leichter Ironie. Die Geschichte um Liebe, Politik und böse Stiefmutter wird aus der 2000 Jahre alten britischen Sagenwelt in eine Parallelwelt verlegt, in der Telefon und Anzug (Kostüme: Jan Meier) ebenso zum Alltag gehören wie epische Schlachten mit überdimensionierten Waffen. Auch das gelungene Bühnenbild von Judith Leikauf und Karl Fehringer verortet die Handlung im Reich der Träume und Fantasie. Wo zunächst auf dem zur Wand hochgeklappten Boden zwei leere Gitterbetten Cymbelins größten Verlust bezeugen, entstehen später eine romantische Höhle und ein apokalyptisches Schlachtfeld. Christopher Nolans Inception trifft endgültig auf Sigmund Freud.

Auf offener Bühne vollzogene Kostüm- und Rollenwechsel – fast alle Mitglieder des starken Ensembles spielen mehrere Figuren – relativieren die wild konstruierte Handlung. Der Schluss, wenn alle Intrigen enthüllt werden, gerät schließlich zum komischsten Teil des kurzweiligen Abends. So hat das Publikum noch Kraft für großen Beifall, den die sichtlich erschöpften Darsteller glücklich empfangen.

Der Standard, 3.4.2011

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Ulrike Schlegel (Innogen), Daniel Jeroma (Posthumus) © Rita Newman

2010

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JUST SO

Musical von Anthony Drewe und George Stiles
Deutsche Übersetzung von Henry Mason

Bühne: Michaela Mandel

Kostüme: Jan Hax Halama

Musikalische Leitung: Gerry Schuller

Choreographie: Francesc Abós

Die Erwachsenen im Publikum sind jedenfalls bald hingerissen [...] Hin und wieder schaut man noch bange auf die kleine Begleitung, aber dann pfeift man drauf und genießt den ganzen Wirbel, den Henry Mason hier inszeniert hat.Schließlich, nach dem Schlussapplaus, die bange Frage an die Siebenjährige: »Und, wie hat es dir gefallen?« »Das beste Stück, das ich je gesehen habe!« Na dann.

Die Presse, 13.10.2010

Das Theater der Jugend bringt im Renaissancetheater das von Kiplings Geschichten inspirierte Familien-Musical »Just So« von George Stiles und Anthony Drewe in der deutschen Übersetzung von Henry Mason, der das turbulente Stück auch ungemein fantasievoll inszenierte. Was er unterstützt durch musikalische Leitung (Gerald Schuller/ Hannes Drobetz), Choreographie (Francesc Abós), Bühnenbilder (Michaela Mandel), Kostüme (Jan Hax Halama), Licht (Frank Sobotta) bietet, das ist wahrlich der Stoff, aus dem die Träume sind. [...]
Überbringer dieser Botschaft ist ein hinreißendes junges Darstellerteam, faszinierend durch gesangliches und tänzerisches Können wie durch Präsenz und Komödiantik. Stellvertretend für das schillernde Dutzend seien Daniela Dett und Christian Graf genannt.

Wiener Zeitung, 14.10.2010

Und wieder einmal ein gelungener Auftakt! Eine liebenswerte Menagerie rund um ein Elefantenkind hat das Theater der Jugend im Renaissancetheater für George Stiles' (Musik) und Anthony Drewes von Rudyard Kipling inspiriertes Musical »Just So« zusammengetrommelt: Dem Ruf der Wildnis folgt da Klein und Groß gerne.
Regisseur Henry Mason verzaubert mit seinem Team Michaela Mandel (Bühne) und Jan Hax Halama (Kostüme) mit einfachsten, doch effektvollen Mitteln, Fancesco Abós Choreographie hat internationale Qualität, Christopher Jahnkes Orchestrierung Biss, und akustisch ist das alles perfekt umgesetzt von Gerald Schuller und seinen Musikern im Off. Großer Jubel!

Kronenzeitung, 15.10.2010

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Das "Just So"-Ensemble © Rita Newman
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PINOCCHIO

Musical von Thomas Birkmeir und Henry Mason
Musik von Katrin Weber

Bühne: Michaela Mandel

Kostüme: Jan Hax Halama

Musikalische Leiter: Gerry Schuller

Choreographie: Ernst Gabriel Vokurek

Im Renaissancetheater triumphiert für das Theater der Jugend die italienische Holzpuppe Pinocchio. Chef Thomas Birkmeir erweckte Carlo Collodis unvergängliches Märchen in neuer Form zum Leben, versah es mit neuen, heutigen Dialogen, ließ es von Henry Mason und Katrin Weber in ein Musical verwandeln.
Die aktuellen Dialoge Masons und die sangbare Musik Webers sorgen für vergnügliche Szenen; es gefallen die von Gerald Schuller arrangierte und dirigierte Musik und die turbulente Regie Masons. [...] Das alles ist mit viel Phantasie optisch umgesetzt (Michaela Mandel und Jan Hax Halama). Eine Aufführung, deren Charme und Witz Kinder und Erwachsene erliegen.

Neue Kronen Zeitung, 22.05.2010

Er heißt Flibbertigibbitt, ist eine Kakerlake und ein Showstar. Er führt das Publikum durch die Geschichte von der Holzpuppe, die so gern ein richtiger Junge sein möchte und auf dem Weg dahin die tollsten Abenteuer erlebt.
Das Renaissancetheater bringt jetzt als letzte Produktion der Saison Thomas Birkmeirs Bühnenfassung von Carlo Collodis berühmtem Roman »Pinocchio« in einer rasanten, sehr schrägen Inszenierung von Henry Mason.[...]
Vielleicht ist manches an der exzellenten Aufführung für die jüngsten Zuschauer (sechs Jahre) zu schwierig, zu raffiniert, doch die ungeheure Spielfreude aller Beteiligten, die Fantasie bei Bühne und Kostümen (Michaela Mandel, Jan Hax Halama) macht das Ganze zweifellos auch für die Kleinsten zum freudigen Erlebnis.

Wiener Zeitung, 22.05.2010

Das Theater der Jugend überzeugt mit einer schwungvoll aufgepeppten Version von Carlo Collodis Klassiker.
Kann man aus einem über einhundert Jahre alten Kinderbuch, das eindeutig in die Kategorie »erhobener Zeigefinger« gehört, unterhaltsames und zeitgemäßes Theater machen? Die aktuelle Pinocchio-Inszenierung des Theater der Jugend zeigt: Ja, man kann! [...]
Das Schönste an der Show sind die hintergründigen Slapstick-Einlagen des Ensembles: Egal, ob internationale Kuh-Kurtisanen-Tanzgruppe auf der Kabarettbühne oder exotisch-erotische Fischwesen am Grund des Ozeans, es liefert, gewürzt mit einer Prise Travestie, entzückende Performances.

Der Standard, 22.05.2010

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Reinhold G. Moritz (Flibberigibbet), Kakerlaken-Ensemble © Rita Newman
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GROSSE ERWARTUNGEN

von Neil Bartlett
nach dem Roman von Charles Dickens

Bühne und Kostüme: Jan Meier

Choreographie und Bewegung: Karl Schreiner

Ton/Musik: Franz Flieger Stögner

Eine wundersame Melancholie liegt über dem Ganzen. Eine Melancholie, die Regisseur Henry Mason perfekt eingefangen hat und jeden Moment der Aufführung spürbar wird. Er verpasst dem Stück aber auch eine Zeitlosigkeit, trotz üppiger Kostüme [...] Die Vergangenheit und Gegenwart vermischen sich da in spannender Art, wird an Pip besonders sichtbar: Claudius von Stolzmann, eines der großen Theatertalente Wiens, trifft in der Figur Pip ideal die Lebenslust heutiger Jugend und Dickens' Poesie des Herzens. Überzeugend.

Neue Kronen Zeitung, 13.2.2010

Die offene Dramaturgie der Fassung erfordert eine ebensolche Umsetzung, und das ist Regisseur Henry Mason im Renaissancetheater geradezu souverän gelungen. Die fast leere Bühne (Ausstattung: Jan Meier) ist ein großer Sandkasten, und gelegentlich fahren Bühnenelemente hin und her, die mühelos Schauplätze wechseln und Übergänge bewerkstelligen lassen. Das Geschehen läuft geschmeidig ab, immer wieder Realismus und Symbolik überzeugend verflechtend. Das ist eine Aufführung nicht nur für »Kinder ab 13«, wie das Theater der Jugend ankündigt, sondern natürlich auch für Erwachsene, zumal sie prächtig gespielt wird. Sehenswert.

der-neue-merker.eu, 11.2.2010

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Claudius von Stolzmann (Pip), Christian Higer (Magwitch) © Rita Newman